Auszeichnung

MOSAiC-Podcast für Deutschen Radiopreis nominiert

[20. August 2020] 

Der Podcast „Eingefroren in der Arktis – mit SWR1 auf dem Forschungsschiff Polarstern“ ist einer von drei möglichen Preisträgern in der Kategorie „Beste Innovation am Morgen“ bei der Wahl zum Deutschen Radiopreis, wie heute bekanntgegeben wurde.

 

Die Verleihung des wichtigsten Preises im Bereich Radio in insgesamt zehn Kategorien wird am 10. September stattfinden. Bereits die Nominierung gilt in Hörfunkkreisen als große Auszeichnung. „Die Nominierung für den Deutschen Radiopreis ist einfach toll! Sie zeigt, dass wir die Menschen in Deutschland mit innovativen Kommunikationsformaten ganz dicht auf unsere Reise mitnehmen, dass wir viele zu Hause inspirieren und begeistern und dass wir damit auch ein breites Bewusstsein dafür schaffen, wie sehr der Klimawandel die Arktis bedroht. Neben unserer sehr erfolgreichen wissenschaftlichen Arbeit geht damit auch das Kommunikationskonzept der Expedition auf. Eigentlich bin ich ja gar keine Radioprofi. Umso mehr freue ich mich darüber, dass wir zusammen mit dem SWR1-Team um Christiane von Wolff hier ein Format schaffen konnten, welches offensichtlich begeistert“, sagt Prof. Dr. Markus Rex vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung und Leiter des MOSAiC-Projekts.

Der Nordpolbereich ist die einzige Region unseres Planeten, die vom weltumspannenden Telekommunikationsnetz weitgehend abgeschnitten ist. Von hier aus kann kein Kontakt zu den üblichen Kommunikationssatelliten hergestellt werden, die allesamt über dem Äquator stehen. Direkte Interviews oder Gespräche sind kaum möglich. Es musste daher ein neuer Weg beschritten werden, um die Radiohörer mit auf die Reise zu nehmen. SWR1-Redakteurin Christiane von Wolff schickt Fragen per Email an Bord, Markus Rex zeichnet seine Antworten auf dem Schiff auf und schickt diese aufgeteilt in kleine Datenpakete über eine Kette von polar umlaufenden Satelliten ins SWR1-Studio. Dort werden die Fragen gesondert eingesprochen und dann das Ganze zu Interviews zusammengeschnitten, die für den Hörer wirken, als wären sie in einer netten Plauderei zwischen Land und Schiff zustande gekommen. Dies schaffte eine große Nähe zwischen dem Expeditionsleiter am Nordpol und den Hörerinnen und Hörern im SWR1-Land.

Diese hatten somit quasi einen direkten Draht in die Arktis, denn auch ihre Fragen hat Markus Rex gerne beantwortet. „Es ist wahnsinnig schön, dieses große Interesse an unserer Arbeit hier zu sehen. Wir erreichen damit viele Menschen, und berichten ihnen direkt aus dem Epizentrum des Klimawandels. Meine geliebte Arktis rückt so viel dichter ran an die Menschen in Deutschland und wir können sie gemeinschaftlich besser schützen. Dafür müssen wir unsere Emissionen von Treibhausgasen jetzt schnell und deutlich reduzieren“, sagt Markus Rex, der insgesamt neun Monate auf der Expedition verbringt. Die Preisverleihung am 10. September kann er nicht vor Ort miterleben, denn er befindet sich mit 100 weiteren Menschen an Bord der Polarstern, um die Austauschprozesse zwischen Ozean, Eis und Atmosphäre in der Phase der frühen Eisbildung zu studieren – das fehlende Puzzlestück im Jahresgang des arktischen Meereises.  

Was ist der Deutsche Radiopreis?

Der Deutsche Radiopreis ist eine gemeinsame Initiative der öffentlich-rechtlichen und privaten Radiosender in Deutschland. Stifter des Deutschen Radiopreises sind die Hörfunkprogramme der ARD, Deutschlandradio und die Privatradios in Deutschland. Zu den Kooperationspartnern zählen das Grimme-Institut, die Freie und Hansestadt Hamburg, die Radiozentrale – eine gemeinsame Plattform privater und öffentlich-rechtlicher Sender zur Stärkung des Hörfunks – sowie die Radio-Vermarkter AS&S Radio und RMS. Aus allen Einsendungen wählt nun eine unabhängige Jury aus Medienexperten und -expertinnen zunächst drei Nominierte in jeder Kategorie aus. Betreut wird die Jury vom Grimme-Institut. Die Stifter haben sich dafür ausgesprochen, dass der Deutsche Radiopreis – analog zum Grimme-Preis – nicht dotiert ist. Dieses Jahr haben sich über 430 Radioleute mit ihren Werken beworben.

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