Das Klima der hohen Breiten verändert sich drastisch. Wie reagiert die Vegetation der hohen Breiten und wie wird sie zum Kimawandel beitragen? Unsere Forschung konzentriert sich auf die ökologischen Übergangsbereiche der arktischen Baumgrenze in Sibirien von der baumlosen Tundra im kälteren Norden, zu Einzelbaumbeständen und offenen Wäldern im wärmeren Süden und auf den Übergang von sommergrünen Lärchenwäldern zur immergrünen Taiga.

Unsere Forschungsfragen sind:

  • Wie stark sind die Klima-Vegetation-Rückkopplungen und was können wir in den kommenden Jahrzehnten erwarten?
  • Welches sind die Folgen veränderter Vegetationsgemeinschaften auf das lokale bis regionale Kohlenstoff-, Wasser- und Energiegleichgewicht, sowie auf den Permafrost und auf die Ökosysteme?

Wir verwenden eine breite Palette von Werkzeugen:

  • Simulation der Struktur und Dynamik vergangener, heutiger und zukünftiger Waldbestände mittels des individuellen und räumlich expliziten Vegetations-Simulationsmodell LAVESI.  
  • Erfassung der Vegetation der hohen Breiten, ihrer biophysikalischen Größen und aktuellen Veränderungen mittels Fernerkundungsanwendungen auf unterschiedlichen räumlichen Skalen.
  • Erfassung des Wandels der Biodiversität und der Landbedeckung auf der Klima-Zeit-Skala mittels Genetik, Paläogenetik und Pollen-Anwendungen aus terrestrischen und aquatischen Archiven.