Das Float - der Unterwassersatellit

Das Forschungsschiff "Polarstern" im antarktischen Einsatzgebiet. Im Vordergrund ist die Antenne eines ausgelegten Floats zu erkennen. (Foto: Alfred-Wegener-Institut)

Floats sind frei im Ozean driftende Messbojen, die in die Tiefe abtauchen. Sie messen Wasserbewegung (Strömung), Temperatur, Salzgehalt und eine zunehmende Zahl weitere Ozeaneigenschaften nach Sensorverfügbarkeit. Ihre Kompressibilität ist geringer als die des Meerwassers oder gleicht ihr. Daher gewinnen sie Auftrieb, wenn sie absinken. Aus diesem Grund sind die Druckgehäuse der Floats häufig aus Aluminium oder Glas. In einer bestimmten Tiefe gleicht die Auftriebskraft, die auf das Float wirkt, sein Gewicht aus, so dass es nicht weiter sinkt und in dieser Tiefe verharrt. Dieses physikalische Konzept, das als neutraler Auftrieb bezeichnet wird, ist die Grundlage der Funktion der Floats.

Es gibt Floats, die in konstanter Tiefe verbleiben und mit akustischen Methoden geortet werden. Sie senden entweder Schallsignale aus, die von verankerten Geräten oder einem Schiff empfangen werden, man spricht dann von SOFAR, oder sie empfangen selbst Schallsignale von verankerten Schallquellen, dann spricht man von RAFOS. Aus den Laufzeiten der Schallsignale kann die Entfernung zwischen Sender und Empfänger berechnet werden, was die Ortsbestimmung der Floats ermöglicht.  

Argos-Floats tauchen in regelmäßigen Abständen an die Oberfläche auf, indem sie ihren Auftrieb gezielt durch eine veränderliche Blase verändern. Damit ermöglichen sie die Übertragung der gemessenen Daten über Satelliten und die Bestimmung ihrer Position mit Hilfe der Satellitennavigation.