„Die Arbeit ist eine Quelle der Gesundheit“, hat der Schweizer Philosoph Carl Hilty behauptet. Klingt gut. Doch klappen kann das nur, wenn am Arbeitsplatz auch alles stimmt – von der ergonomischen Ausstattung bis zum Betriebsklima. „Gesundheitsschutz ist also ein sehr vielfältiges Thema, das Berührungspunkte zu unterschiedlichen Bereichen des Arbeitslebens hat“, sagt Christoph Ruholl, Leiter der Personalabteilung des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI). „Deshalb ist es wichtig, es ganzheitlich und aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten.“

Um das zu erreichen, gibt es am AWI einen sogenannten Gesundheitszirkel. Vertreter verschiedener Gremien, Stabsstellen und Fachabteilungen, die mit dem Thema zu tun haben, treffen sich ungefähr einmal im Vierteljahr, um Maßnahmen zur Gesundheitsförderung zu identifizieren und abzustimmen. Das Spektrum der Beteiligten reicht dabei von der Personalabteilung über den Arbeitsschutz und verschiedene Gremien wie den Personalrat, die Frauenbeauftragte und die Schwerbehindertenvertretung bis hin zum Betriebsarzt.

Letzterer ist für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hauptansprechpartner in Gesundheitsfragen. Schon kurz nach der Einstellung kann sich jeder dort einen Termin geben lassen, damit man sich kennenlernen und ein Vertrauensverhältnis schaffen kann. So weiß man nicht nur, an wen man sich bei eventuellen gesundheitlichen Problemen wenden kann. Man kann auch gleich absprechen, wie für einen persönlich ein gesunder Arbeitsplatz aussehen sollte und ob man aus gesundheitlichen Gründen besondere Arbeitsmittel wie etwa eine spezielle Brille braucht.

Darüber hinaus gibt es zum Beispiel Beratungen und Vorträge zu Gesundheitsthemen und das Angebot einer psychosozialen Beratung. Oder auch spezielle Programme zur Bewegungsförderung: Neben der "Aktiven Pause" organisieren AWI-Mitarbeiter in Eigenregie Betriebssport wie Volleyball, Nordic Walking, Badminton oder Segeln.

Bei allen Gesundheitsangeboten wird darauf geachtet, dass sie möglichst nahe am Arbeitsplatz durchgeführt und spontan genutzt werden können. Schließlich soll für möglichst viele AWI-Mitarbeiter die Arbeit zu einer Quelle der Gesundheit werden.