Kurzprofil

Wir beobachten und quantifizieren den heutigen und früheren Zustand des terrestrischen und submarinen Permafrosts und erstellen Vorhersagen zu seiner künftige Veränderung in einem sich wandelnden Klima. Wir messen langfristige Hydroklimatische Bedingungen und Bodentemperaturen, untersuchen den Wasser- und Energiehaushalt, nutzen Fernerkundung zur Quantifizierung von Permafrosttauen und modellieren den vergangenen, aktuellen und zukünftigen Permafrost. Wir setzen Geophysik ein, quantifizieren Stoffflüsse, die durch das Auftauen des Permafrosts und Küstenerosion entstehen, und bestimmen Treibhausgas- und andere biogeochemische Flüsse. Wir rekonstruieren die periglaziale Landschaftsdynamik der letzten 200.000 Jahre und untersuchen die Ökosystemdynamik sowie die biogeochemischen Kreisläufe in der terrestrischen Arktis anhand von Multiproxy-Analysen von Permafrost- und Seeablagerungen.

Die Mitarbeiter der Sektion Permafrost verfügen über vielfältige Expertisen und setzen eine breite Palette von Methoden ein.

Unsere Sektion, die sich seit 1992 mit der Erforschung von Permafrostlandschaften befasst, konzentriert sich auf arktische und subarktische Regionen in Sibirien, Alaska, Kanada und Spitzbergen. Seit 1998 führen wir regelmäßig geowissenschaftliche und ökologische Studien im Rahmen der russisch-deutschen "Lena"-Feldexpeditionen auf der Forschungsstation Samoylov Island im Lena-Flussdelta in Nordostsibirien durch. Diese Studien umfassen Langzeitbeobachtungen des Permafrostzustandes, der Energie- und Wasserbilanzen sowie der Spurengasflüsse.

Sektionsleitung
Prof. Dr. Guido Grosse

Assistenz
Melanie Reinhardt

Webseite
Sebastian Laboor


Sibirische Permafrost-Ökosysteme im Wandel - über 25 Jahre gemeinsame Erforschung

Sibirischer Permafrost und dortige Ökosysteme sind aufgrund ihrer Wechselwirkungen mit dem Klima von globaler Bedeutung. Seit mehr als 25 Jahren erforschen wir die Zusammenhänge von Permafrost, Biodiversität und Klima in enger und freundschaftlicher Zusammenarbeit. Mit gemeinsamen Arktis-Expeditionen, gemeinsam betriebenen Observatorien und Laboren, und einem regen Austausch des wissenschaftlichen Nachwuchs liefern wir einen international einzigartigen und anerkannten Forschungsbeitrag zur einer der großen gesellschaftlichen Herausforderungen.