Hier berichten wir über aktuelle und kürzlich beendete Expeditionen.

MSM 81 Falkland sediment drifts - mit FS Maria S Merian zum Falkland Plateau

Durch die Öffnung der Drake Passage und der Scotia See wurde ein Wassermassenaustausch zwischen dem südlichen Pazifik und dem Südatlantik ermöglicht. Auf diese Weise kam es zu einem Transfer von Wärme und Energie zwischen den beiden Ozeanen. In Kombination mit der Öffnung des Tasman Gateways wurde so die Entwicklung des Antarktischen Zirkumpolarstroms (ACC) und somit eine thermische Isolation der Antarktis möglich, was als eine Hauptursache für den Einsatz weitreichender Vereisungen diskutiert wird. Sowohl die tektonischen Bewegungen in der Drake Passage und der Scotia See als auch klimatische Veränderungen haben zu Modifizierungen in Intensität und Pfad des ACCs und der Wassermassen, welche der ACC umfasst, geführt. Das Einsetzen des ACCs sowie diese Modifizierungen sind in sedimentären Strukturen dokumentiert, die auf dem Falkland Plateau abgelagert wurden. Eine Untersuchung dieser Sedimentdrifts, welche durch Zirkumpolares Tiefenwasser, Weddell See Tiefenwasser und Antarktisches Bodenwasser geformt wurden, mit hochauflösender reflexionsseismischen Methoden wird zu Information über Veränderungen der ozeanischen Zirkulation als Folge tektonischer Bewegungen und Klimaänderungen führen.

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MSM 44 'BAFFEAST' - mit FS Maria S. Merian in die nordöstliche Baffin Bay

In der Baffin Bay sind das Palaeoklima, die Ozeanographie und die Entwicklung des westgrönländischen Eisschildes eng miteinander verknüpft. In der nordöstlichen Baffin Bay, in die immerhin 27% des westgrönländischen Eisschildes fließen, ist dieser Zusammenhang aus Mangel an Daten allerdings noch nicht untersucht worden. Um das Verhalten des grönländischen Eisschildes zuverlässig rekonstruieren und modellieren zu können, ist es notwendig die Wechselbeziehungen zwischen Ozean und Eisschild auch in diesem Bereich besser zu verstehen.

Aus diesem Grund untersucht die Arbeitsgruppe Bathymetrie am AWI den Schelf und Hang der nordöstlichen Baffin Bay systematisch nach Strukturen, die Hinweise auf Vorstöße und Rückzüge des grönländischen Eisschildes in der Vergangenheit und die auf dem Schelf vorherrschenden Bodenströmungsverhältnisse liefern. Ergänzt werden diese Studien durch Arbeiten am MARUM, die die zeitliche Abfolge dieser Ereignisse anhand von Proxy-Studien an Sedimenten rekonstruieren. Kombinierte bathymetrische/palaeozeanographische Studien sollen Informationen zur Ozeanzirkulation und somit letztlich auch zum Einfluss des Klimas auf den nordwestlichen grönländischen Eisschild liefern. 

Im Juli 2015 findet eine Expedition mit dem Forschungsschiff Maria S. Merian in die östliche Baffin-Bay statt.

Impressionen aus der Messe :-)

 

 

 


        seltsame Dinge geschehen an der Neumayer Station...