Dynamik Arktischer Seesysteme

Die terrestrische Arktis ist eine Schlüsselregion des fortschreitenden Klimawandels. Insbesondere Sibirien bietet das Potenzial, klimatische und ökologische Zusammenhänge zwischen arktischen und borealen Gebieten der nördlichen Hemisphäre aufzuzeigen. Um unser Verständnis der Reaktion des Ökosystems See auf den Klimawandel zu erweitern, führen wir paläoökologische Untersuchungen mit Sedimenten aus Seen entlang von Nord-Süd- und West-Ost-Transekten durch.

Unsere Forschungsschwerpunkte sind

  • See-Ontogenie: Erforschung interner, unabhängiger Seesystementwicklung in Zusammenhang mit den dynamischen Prozessen im Einzugsgebiet
  • Saisonalität: Wie beeinflussen Veränderungen in der Wintereisbedeckung und der Sommerphase (offenes Wasser) das arktische Seesystem?
  • Menschlicher Einfluss: Veränderungen der Seesysteme als Reaktion auf historische anthropogene Aktivitäten.
  • Data Science: Multi-Standort Indikator-Analyse.
  • Paläoklimasynthese: Globale Telekonnektion von raumzeitlichen Klimavariabilitäten im Zeitraum von hundert bis tausend Jahren in der Arktis.

Unser Multi-Proxy-Ansatz umfasst die Analyse von Diatomeen (einschließlich "ancient DNA"), Pollen, Chironomiden, geochemischen (XRF Elemente und XRD Mineralien) und physikalischen Sedimenteigenschaften (Korngröße), sowie multivariate Statistik.

Head

Dr. Boris K. Biskaborn

 

Team

Prof. Dr. Bernhard Diekmann

Dr. Georg Schwamborn

Dr. Larisa Nazarova (Partner Universität Potsdam)

Stuart Vyse (PhD student)

Gregor Pfalz (PhD student)

Saskia Bacher

Peter Bahsitta

Kim Funck

Alexander Gessner

Tim Kröger

Sarah Mosser

Vanessa Warmke