Nachwuchsgruppen

Die Nachwuchsgruppen am Alfred-Wegener-Institut werden gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Helmholtz-Gemeinschaft und den Europäischen Forschungsrat. Im Augenblick bestehen am Institut 11 Gruppen.

Helmholtz-Nachwuchsgruppen

Mit den Helmholtz-Nachwuchsgruppen unterstützt die Helmholtz-Gemeinschaft die frühe Selbstständigkeit der jungen Wissenschaftler/innen und bietet ihnen eine verlässliche Karriereperspektive. Dieses Programm soll den besten ausländischen und inländischen Nachwuchsforscher/inne/n herausragende Arbeitsbedingungen in einem forschungsorientierten Umfeld bieten. Es richtet sich an Nachwuchskräfte, deren Promotion zwei bis sechs Jahre zurückliegt.

Weitere Infos zu diesem Programm finden Sie auf den Seiten der Helmholtz-Gemeinschaft

BMBF-FONA-Programm

Im Rahmen des BMBF-FONA-Programms (Forschung für Nachhaltige Entwicklung) werden Entscheidungsgrundlagen für zukunftsorientiertes Handeln erarbeitet und innovative Lösungen für eine nachhaltige Gesellschaft sollen geliefert werden. Mit dem nunmehr dritten Rahmenprogramm (FONA³) wird diese Nachhaltigkeitsforschung in Deutschland vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt. Das Förderprogramm "Nachwuchsgruppen Globaler Wandel - 4+1" ermöglicht jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit außergewöhnlichen und innovativen Forschungsideen den Herausforderungen des Globalen Wandels zu begegnen und umsetzbare Lösungen zu finden. 


Für weitere Infos besuchen Sie die Seiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

ERC Starting Grant Nachwuchsgruppen

ERC Starting Grants unterstützen an- und aufstrebende Forschungsgruppenleiter/innen, die ein gut ausgerüstetes Forschungsteam etablieren und unabhängige Forschung in Europa betreiben möchten. Das Programm zielt dabei auf vielversprechende Forscher/innen, die ein nachweisliches Potenzial dazu haben, unabhängige Leiter/innen eines neuen exzellenten Forschungsteams zu werden. Es richtet sich an Nachwuchskräfte, deren Promotion zwei bis sieben Jahre zurückliegt.

Für weitere Infos besuchen Sie die Seiten des Europäischen Forschungsrats

ECUS

ECUS bestimmt die Stärke der natürlichen Klimaschwankungen durch die systematische Analyse von natürlichen Klimaarchiven wie Eis- und Sedimentbohrkernen.

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MarESys

PALICE

PALICE Der Rückgang des Meereises ist eines der prominentesten Merkmale des Klimawandels. Neben den ökologischen und sozioökonomischen Auswirkungen des Eisverlusts, rücken zunehmend auch die damit einhergehenden Veränderungen im globalen Klimasystem in den Fokus. Denn Meereis reagiert nicht nur empfindlich auf den Klimawandel, es beeinflusst ihn auch. Das Ziel der Helmholtz Nachwuchsgruppe PALICE ist es, die Wechselwirkungen zwischen Änderungen der Meereisbedeckung und der ozeanischen und atmosphärischen Zirkulation während vergangener Klimaschwankungen zu untersuchen.

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EcoTrace

Forschungsschwerpunkt der EcoTrace Gruppe ist es, zu einem besseren Verständnis der Rolle von Spurenmetallen auf die Ökologie von antarktischen Mikroalgen zu gelangen und die Auswirkungen des globalen Klimawandels auf Mikroalgen des Südpolarmeeres zu klären.

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SEAPUMP

Der Forschungsschwerpunkt der SEAPUMP-Gruppe liegt im Verständnis der Rolle des Ozeans sowie der biologischen Pumpe im globalen Kohlenstoffkreislauf. Um die heutige und zukünftige Aufnahme von Kohlendioxid durch die biologische Pumpe abschätzen zu können, ist ein quantitatives Verständnis der Struktur und Funktion mariner Nahrungsnetze sowie ihrer Interaktion mit den Exportprozessen nötig. Erst dies erlaubt Vorhersagen zur Veränderung des Exports von Kohlenstoff.

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Mechanismen der Eisdeformation

Die Bewegung der Eismassen in Eisschilden und Gletschern wird als Fließen beschrieben und spielt eine maßgebliche Rolle für die Meeresspiegelvorhersagen unter sich erwärmenden Bedingungen. Dieses Fließen im Festzustand wird durch unterschiedliche Mechanismen ermöglicht, die einen Eiskörper deformieren. Diese Deformationsmechanismen hinterlassen Spuren auf der Polykristallskala und können mit mikroskopischen Methoden eingegrenzt werden. Zu diesem Zweck untersuchen wir Eis hauptsächlich aus polaren aber auch aus alpinen Bohrkernen in Licht- und Elektronenmikroskopen. Wir sind dabei maßgeblich an der Messung und Interpretation von Daten der Eisbohrprojekte EPICA-DML (Antarktis), NEEM (Grönland), EastGRIP (Grönland) und KCC (Alpen) beteiligt. Die Erkenntnisse und Daten aus diesen Untersuchungen wenden wir in zwei unterschiedlichen Modellansätzen an, die beide neuartig für die Glaziologie sind. Diese Modelle erlauben uns das Materialverhalten von natürlichem Eis in vollem Umfang zu verstehen. Einbettung dieser Erkenntnisse in geophysikalische Beobachtungen ermöglicht die Beschreibung und z.T. Erklärung von grossskaligen Phänomenen. Diese Erklärungen helfen das System „Eisschilde“ zu beschreiben, welches in numerischen Erdsystemmodellen zur Eisschilddynamik bisher unbefriedigend wiedergegeben ist.

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PermaRisk

PermaRisk beschäftigt sich mit der Simulation von Erosionsprozessen in Permafrostlandschaften vor dem Hintergrund des Klimawandels und umfasst eine Risikobewertung für Ökosysteme und Infrastruktur in der Arktis.

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PlanktoSERV

PlanktoSERV beurteilt die Auswirkungen von simultanen Veränderungen von Temperatur, pH, Nährstoffen und Salinität auf Planktongemeinschaften und damit zu einem zuverlässigen Verständnis zukünftiger Veränderungen von Ökosystemleistungen beitragen.

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SSIP

Übergreifendes Ziel von SSIP (Seamless Sea Ice Prediction) ist es, Meereis-Vorhersagen auf Zeitskalen von Stunden bis zu Jahren und darüber hinaus zu verbessern. Zu diesem Zweck schlagen wir mehrere Pfade ein, entlang der Art und Weise wie wir das Meereis sowie die Atmosphäre und den Ozean beobachten, wie wir diese Beobachtungen in unsere Vorhersagemodelle einspeisen, und wie unsere Modelle die Physik darstellen, die die zukünftige Entwicklung des Meereises bestimmt.

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PETA-CARB

Im PETA-CARB Projekt untersuchen wir die Größe, Qualität, und Dynamik von Kohlenstoff-Speichern in arktischen Permafrostböden und tiefen Sedimenten und verbinden dies mit Fernerkundungs-Studien um quantitative Aussagen zur Landschaftsdynamik durch schnelles Permafrost-Tauen und dessen Einfluss auf den globalen Kohlenstoffkreislauf zu treffen.

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SPACE

SPACE (Space-time structure of climate change) bestimmt die räumliche und zeitliche Struktur von Klimaänderungen auf Zeitskalen von Jahren bis Jahrtausenden. Diese Struktur erlaubt es Klimamodelle zu testen, unser Verständnis von Klimaschwankungen zu verbessern und eine solidere Basis für Klimarekonstruktionen bereitzustellen.

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