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REKLIM

Wasser – zu viel oder zu wenig?

Tagung zu regionalen Auswirkungen des Klimawandels

Niedrigwasser der Elbe in Dresden (Pegelstand bei 1 Meter, Juni 2005). Quelle: Philipp Hertzog, CC BY-SA 3.0
[21. September 2018] 

Klimawandel in Regionen verstehen, Folgen erkennen und Auswirkungen diskutieren: Die mittlerweile achte Regionalkonferenz des Forschungsverbunds REKLIM legt in diesem Jahr den Schwerpunkt auf die Auswirkungen des Klimawandels in Nordost-Deutschland und beantwortet insbesondere Fragen rund um das Thema Wasser. 


Arktis

Arktischer Ozean verliert überdurchschnittlich viel Meereis

Ausdehnung des arktischen Meereises schrumpft auf ein Jahresminimum von 4,4 Millionen Quadratkilometer, dem sechstkleinsten Wert seit Beginn der Messungen im Jahr 1979

Meereis nördlich von Grönland fotografiert auf der Forschungskampagne ASIMBO 2018
[13. September 2018] 

Wenn in diesen Septembertagen die Sommerschmelze des arktischen Meereises endet, wird die Eisdecke voraussichtlich auf eine Ausdehnung von 4,4 (+/- 0,1) Millionen Quadratkilometer geschmolzen sein.


Neubau

Vorbereitungen für Bau des AWI-Technikums laufen an

Informationen vor Ort bei Veranstaltung „Geestemünde geht zum Wasser“ im Bereich Klußmannstraße

Erster Entwurf des AWI-Technikums: Anmutung von der Drehbrücke zum Weser Yacht Club  aus gesehen.
[12. September 2018] 

Mitte September beginnen die Bauvorbereitungen für das AWI-Technikum. Der Neubau ist Teil des AWI-Campus in der Klußmannstraße am Bremerhavener Handelshafen. Interessierte können sich am Sonntag, den 16. September vor Ort informieren.


Studie in Nature Communications

Küstenerosion in der Arktis verstärkt die globale Erwärmung

Meeresspiegelanstieg führte in der Erdgeschichte zu Treibhausgasfreisetzung aus Permafrostböden

Vorbereiten des Multicorers auf dem FS Sonne - Von Links: Rolf Winhold (Matrose); Norbert Lensch (Technkiker AWI) und Johannes Ullermann (Doktorand AWI)

Obwohl der Südozean eine Schlüsselstellung im globalen Klimageschehen einnimmt, ist seine größte Region - der Südpazifik - kaum bearbeitet. Das Ziel der SO-213 Ausfahrt in den SE-Pazifik ist es, mit paläozeanographischen Rekonstruktionen die Kenntnisse über die pleistozänen und holozänen Wechselwirkungen zwischen Ozean, Atmosphäre und kontinentalen Eismassen, sowie über die Auslöse- und Übertragungsmechanismen von globalen Klimaänderungen zu verbessern. Insbesondere steht dabei die Lage und Ausdehnung der ozeanischen Frontensysteme (Subantarktische und Subtropische Front, Südpazifische Gyre) mit ihren Auswirkungen auf den atmosphärisch ozeanischen Kohlendioxidaustausch und die Nährstoffverwertung in der ozeanischen Deckschicht im Fokus. Dies soll anhand von Untersuchungen von Bor-Isotopen und B/Ca-Verhältnissen an planktischen Foraminiferen, von Wasseroberflächentemperaturen und Wärmetransfer des Humboldt-Stromes und der Veränderungen in der Zirkulation und Ventilation von Antarktischem Zwischenwasser, zirkumpolarem Antarktischem Tiefenwasser und Pazifischem Zentralwasser, sowie Änderungen in den Karbonatlösungsmustern anhand von geophysikalischen (Reflektionsseismik) und geochemischen Untersuchungen an Sedimentkernen von Sedimentkernen erreicht werden. Weiterhin sollen die ozeanischen Deckschicht in Abhängigkeit von Veränderungen der ozeanischen Fronten rekonstruiert, sowie die Änderungen der Tiefenwasserzirkulation, deren Bildungsgebiete und -phasen und der zeitliche Zusammenhang mit den paläoklimatischen Veränderungen untersucht werden.
[10. September 2018] 

Der Verlust arktischer Permafrostböden durch die Erosion der Küste könnte künftig zu einer Verstärkung des Treibhauseffekts führen. Das zeigen Untersuchungen von Sedimentproben aus dem ochotskischen Meer an der Ostküste Russlands, die AWI-Wissenschaftler analysiert haben. Ein Verlust von Permafrostböden in dieser Region führte zum Ende der letzten Eiszeit gleich mehrfach zu einer plötzlichen Zunahme der Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre.


Neue Studie

Entführung in antarktischer Tierwelt?

Flohkrebse nehmen Flügelschnecken Huckepack und schützen sich vor Räubern

Der Flohkrebs Hyperiella antarctica einer Flügelschnecke (Spongiobranchaea) Huckepack
[10. September 2018] 

Flügelschnecken produzieren abschreckende chemische Stoffe, um sich vor Fressfeinden zu schützen. Einige Flohkrebsarten nutzen dies aus, indem sie Flügelschnecken Huckepack nehmen und so Schutz vor Räubern erlangen. Dabei ist ein Nutzen für die Flügelschnecken nicht erkennbar, im Gegenteil: Sie hungern, da die Beine der Flohkrebse sie bei der Nahrungsaufnahme behindern.


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