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Antarktis

Beyond EPICA erforscht das Klima der Vergangenheit – erste Bohrungen beginnen

Forschungsteam bohrt in der Antarktis nach 1,5 Millionen Jahre altem Eis

Eiskern
[30. November 2021] 

Das Klima und die Umweltgeschichte unseres Planeten sind im Eis archiviert: Es enthält Informationen über die Temperaturentwicklung und die Zusammensetzung der Atmosphäre von vor Jahrhunderten und sogar Jahrtausenden. Ein internationales Forschungsteam möchte diese Informationen im Projekt Beyond Epica-Oldest Ice entschlüsseln – mit einem Bohrkern aus dem tiefen Eis der Antarktis, der Klimadaten der letzten 1,5 Millionen Jahren enthält. 


Glaziologie

Viskos UND elastisch: Gletscher verhalten sich „fester“ als gedacht

AWI-Studie zeigt, dass die elastische Verformung bei Gletschern eine viel wichtigere Rolle spielt als bislang bekannt

Massive Spaltenregionen vom 79°N Gletscher im Juli 2018
[09. November 2021] 

Schmelzende Gletscher tragen erheblich zum globalen Meeresspiegelanstieg bei. Um diesen möglichst exakt vorhersagen zu können, müssen alle relevanten Prozesse in den großen Gletschern der Welt in Computermodellen realitätsnah nachgebildet werden. In den meisten Simulationen wird das Eis dabei ausschließlich als fließender Körper betrachtet. Wie eine Modellierungsstudie unter Leitung des Alfred-Wegener-Instituts nun nachweist, wurden dabei die Festkörpereigenschaften des Eises zu stark vernachlässigt. So konnten die Forschenden am Beispiel eines Gletschers an der Küste Grönlands zeigen, dass etwa die Gezeiten des Meeres das Eis noch in mehreren Kilometern Entfernung landeinwärts elastisch verformen. 


Klimaforschung

CO2-Emissionen 2021 erreichen fast wieder das Niveau von 2019

Global Carbon Project stellt neuen Bericht zur Entwicklung des Treibhausgases vor

CO2-Austrittsstelle
[04. November 2021] 

Nachdem 2020 die fossilen Kohlendioxid-Emissionen im globalen Schnitt deutlich gesunken waren, nähern sie sich in diesem Jahr wieder dem Niveau von vor der Corona-Pandemie an. Zu diesem Ergebnis kommt das Global Carbon Project. Jedes Jahr ziehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Bilanz darüber, wie viel CO2 weltweit in die Atmosphäre gelangt und von natürlichen Senken wieder aufgenommen wird. Zum Team gehört auch Dr. Judith Hauck, Klimawissenschaftlerin am Alfred-Wegener-Institut. In der Zeitschrift Earth System Science Data veröffentlicht das Projekt nun seinen vorläufigen Bericht.


Klimapolitik

Expertisen-Service zur Weltklimakonferenz in Glasgow

Alfred-Wegener-Institut ist mit mehreren Forscherinnen und Forschern auf der COP26 vertreten

[29. Oktober 2021] 

Vom 1. bis 12. November 2021 treffen sich in Glasgow Staatsoberhäupter, Organisationen und Forschende zur Weltklimakonferenz COP26. Es geht vor allem darum, die nationalen Maßnahmen und Ziele zu überprüfen und weiterzuentwickeln, um die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts sind vor Ort, beteiligen sich an Veranstaltungen der COP26 und berichten von ihren Erfahrungen und Erkenntnissen aus der Polar- und Meeresforschung. Eine Themenwebseite mit Expertinnen und Experten zur Polar- und Meeresforschung auf der COP26 geht heute online.


Nordpolarmeer

Jährliches Meereisminimum in der Arktis

Negativtrend hält an – Vergleichsweise moderates Schrumpfen der Eisausdehnung im Jahr 2021

Blick auf schneebedecktes arktisches Meereis mit Schmelzwassertümpeln,im Spätsommer.

View on arctic sea ice covered by meltwater ponds in late summer
[16. September 2021] 

Die Meereisausdehnung im Nordpolarmeer hat am 12. September 2021 mit 4,81 Millionen Quadratkilometern ihr jährliches Minimum erreicht. Damit reiht sich das Jahr auf Platz zwölf der Negativliste der absoluten Werte ein. Die Meereisausdehnung im September ist eines der stärksten Anzeichen für den Klimawandel, verdeutlichten Fachleute im kürzlich veröffentlichten Sachstandsbericht der Arbeitsgruppe I des Weltklimarats. Sie ist in den letzten vier Jahrzehnten um etwa 40 Prozent zurückgegangen.


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