Besonderer Besuch

„Astro-Alex“ zu Gast am AWI

Astronaut Alexander Gerst kehrt an seine frühere Wirkungsstätte zurück und tauscht sich mit AWI-Wissenschaftlern aus
[14. Juni 2019] 

Faszinierte Blicke und ein kollegialer Austausch: Geophysiker und Astronaut Alexander Gerst ist an seine alte Wirkungsstätte, das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), zurückgekehrt. Vor circa 200 Mitarbeitenden hat er einen internen Vortrag über seine Arbeit als „Astro-Alex“ gehalten und sich mit den AWI-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ausgetauscht.

Vor seiner Zeit als „Astro-Alex“ hat Gerst als Geophysik-Student im Jahr 2001 an einer Polarstern-Expedition teilgenommen. Deshalb hat er seinen Besuch am AWI genutzt, um bei einer Führung die Labore zu besichtigen und sich mit einigen Forschenden austauschen, unter anderem mit Geophysiker Karsten Gohl, der den Besuch organisiert hat.

Anschließend hielt Alexander Gerst vor den AWI-Mitarbeitenden einen internen Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde über seine Erlebnisse als Astronaut: „Ich freue mich sehr hier zu sein, für mich ist das ein Vortrag unter Kollegen. Das AWI ist so etwas wie ein Heimathafen für mich, denn hier ist meine Expeditionskarriere gestartet. Es ist eine Ehre zu wissen, dass sogar die Polarstern und die Neumayer-Station III zugeschaltet sind.“

Das Leben und Arbeiten im All – Ein Thema, das auf großes Interesse bei den AWI-Mitarbeitenden gestoßen ist: Rund 200 AWI-Mitarbeitenden waren vor Ort live dabei. Aber auch circa 300 AWI-Mitarbeitende an den Außenstandorten Potsdam, Sylt und Helgoland nahmen per Liveschalte an dem Vortrag teil. Sogar auf die Polarstern und an die Neumayer-Station III wurde der Vortrag übertragen.

In seinem beeindruckenden Vortrag berichtete Alexander Gerst auch von seinen Beobachtungen aus dem All an unserem Ökosystem: „Es ist beeindruckend und zugleich erschreckend, dass man aus dem Orbit beobachten kann, wie unsere Gletscher immer weiter abschmelzen.“

Zudem hatte „Astro-Alex“ ein ganz besonderes Geschenk für das AWI im Gepäck: Einen Walknochen aus dem All. Diesen hatte er für das Alfred-Wegener-Institut mit auf die ISS genommen und nutzte nun die Gelegenheit seines Besuchs, um ihm wieder zurückzugeben.

Der Walwirbelknochen stammt aus der arktischen Tiefsee. Während eines Tauchgangs mit einem ROV (Remotely Operated Vehicle) hatten AWI-Forschende den Knochen bei über 1000 Metern Wassertiefe im Sediment entdeckt und geborgen. Alexander Gerst nahm den Knochen für das AWI als Erinnerungsstück mit auf die ISS. Dieses „Flight Item“ besitzt nun ein entsprechendes Zertifikat und geht wieder in den Besitz des Instituts über.

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