Berlinale

Von den Polarregionen zu den Pazifischen Inseln

AWI-Wissenschaftler kommen zum NATIVe Programm auf die Berlinale
[20. Februar 2018] 

Auf der Berlinale-Veranstaltung "Indigenous Life and Global Climate Change – From Polar Regions to Pacific Islands. From Melting Ice to Sea Level Rise" beleuchten Wissenschaftler und Filmschaffende am 23. Februar 2018 im Kino Casablanca in Vorträgen, Gesprächen und Filmvorführungen die dramatischen Folgen der globalen Erwärmung und ihre regionalen Auswirkungen.

Als Folge des Meeresspiegelanstiegs werden viele Inseln im Pazifik wahrscheinlich in der näheren Zukunft verschwinden. Verursacht wird dieser Meeresspiegelanstieg durch die Ausdehnung des Meerwassers aufgrund der Erwärmung der Ozeane und durch Schmelzwassereinträge von Gletschern und den großen Inlandeismassen. Dieses Beispiel steht dafür, wie Klimaveränderungen eine ernsthafte Bedrohung für die niedergelegenen Küstenregionen unserer Welt darstellen werden.

NATIVe – A Journey into Indigenous Cinema lädt das Berlinale-Publikum ein, Themen, Geschichte und Geschichten des indigenen Films kennenzulernen. Die Sonderreihe widmet sich seit der Berlinale 2013 den filmischen Erzählungen indigener Völker auf der ganzen Welt. Alle zwei Jahre rückt eine neue Region in den Fokus. Bereits zum zweiten Mal arbeitet Berlinale NATIVe  mit der Koordinierungsstelle des Helmholtz-Verbundes REKLIM am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung und der DEKRA Hochschule für Medien zusammen. Im Jahr 2018 begrüßt die Sonderreihe NATIVe den neuen regionalen Fokus: das indigene Filmschaffen aus Ländern und von Inseln am und im Pazifischen Ozean. Der Fokus liegt dabei auf den sich durch die globale Erwärmung rapide verschlechternden Lebensbedingungen der Bewohner der Pazifikinseln.

Vor Ort dabei sind die Wissenschaftler Dr. Ingo Sasgen, Dr. Klaus Grosfeld und Dr. Renate Treffeisen (AWI), Dr. Ludwig Braun (Bayrische Akademie der Wissenschaften), Prof. Rolf Teigler, Filmstudierende der DEKRA Hochschule für Medien in Berlin, sowie die Schriftstellerin Flora Devatin von Tahiti, die mit ihren poetischen Worten dem Film MA’OHI NUI, au cœur de l’océan mon pays  (Englischer Titel: MA’OHI NUI, in the heart oft the ocean my country lies) der Forderung ihres Volkes auf dem Weg in die Unabhängigkeit Nachdruck verleiht.

Der REKLIM Forschungsverbund arbeitet zu Fragen des Meeresspiegelanstiegs, der Untersuchungen der Massenverluste der Eisschilde Grönlands und in der Antarktis, der Ausbreitung von Süßwasser und seinem Einfluss auf die Ozeanzirkulation, der Fernfeldeffekte durch das veränderte Schwerefeld der Eismassen sowie der regionalen Ausprägungen des Meeresspiegelanstiegs im Norddeutschen Küstenraum.

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