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Klimaforschung

Fundort für den ältesten Eiskern der Antarktis bestimmt – Bohrung kann beginnen

Neue hochauflösende Radardaten aus der Ostantarktis zeigen: Das 1,5 Millionen Jahre alte Eis liegt in einer Tiefe von etwa 2550 Metern des Eispanzers

[20. Dezember 2019] 

Ein internationales Wissenschaftlerteam hat in dieser Woche die finalen Koordinaten für die Bohrung nach dem ältesten Eis der Antarktis bestimmt und begonnen, das Feldlager auf dem ostantarktischen Hochplateau zu errichten. Bei der Entscheidung, wo genau der Bohrer angesetzt werden soll, vertrauten die Forschenden auf hochauflösende Messdaten eines neuentwickelten Eisradars, welches sie  Anfang Dezember dieses Jahres erstmals im Zielgebiet „Little Dome C“ eingesetzt hatten.


Pressemitteilung

Schichtwechsel am Nordpol

Zu Beginn der zweiten Etappe der einjährigen MOSAiC-Expedition ziehen die Teilnehmer ein erstes Fazit

[16. Dezember 2019] 

Mit dem Austausch von Team und Schiffscrew geht die bislang größte wissenschaftliche Expedition in der Zentralarktis in die nächste Phase, um dringend benötigte Forschung am arktischen Klimasystem durchzuführen. Das Team des ersten Fahrtabschnitts, geprägt durch dünnes Meereis, zieht erste Bilanz: Trotz extremer Herausforderungen fließen die wissenschaftlichen Daten zuverlässig. Das neue Team sieht nun der dunkelsten und kältesten Forschungsperiode entgegen: dem bislang unerforschten arktischen Winter.


Antarktis

Das feine Gesicht der Antarktis

Eine neue Karte zeigt die unter dem Eis verborgenen Geländeformen so genau wie nie zuvor. Das erlaubt bessere Prognosen über die Zukunft der Gletscher und den Anstieg des Meeresspiegels.

[12. Dezember 2019] 

Wenn der Klimawandel die Gletscher der Antarktis immer rascher Richtung Meer fließen lässt, ist das keine gute Nachricht. Denn dadurch verlieren die gefrorenen Giganten immer mehr Eis, das dann in geschmolzener Form den Meeresspiegel ansteigen lässt.


Modellierung

Arktisches „Eis-Management“ gegen den Klimawandel?

AWI-Studie zeigt, dass eine neue Geo-Engineering-Idee zwar den Meereisrückgang, nicht aber die Erwärmung bremsen könnte

[05. Dezember 2019] 

Gemäß einer viel diskutierten Geo-Engineering-Idee könnten der Meereisrückgang und die globale Erwärmung gebremst werden, indem Millionen im Eis driftender, windgetriebener Pumpen die winterliche Eisbildung in der Arktis ankurbeln. AWI-Forscher haben diesen Vorschlag erstmalig in einem komplexen Klimamodell getestet und ihre Ergebnisse jetzt in der Fachzeitschrift Earth’s Future veröffentlicht. Dabei kommen sie zu ernüchternden Ergebnissen: Zwar könnten eisfreie Sommer um einige Jahrzehnte hinausgezögert werden. Außerhalb der Arktis würde dieser massive Eingriff jedoch...


Veränderungen südpazifischer Höhenwinde beeinflussen Antarktis langfristig

Neue Erkenntnisse aus der Erdgeschichte verbessern das Verständnis von Klimamechanismen

[04. November 2019] 

Die Höhenwinde des südlichen Westwindgürtels, der fast die Hälfte des Globus umfasst, haben sich in den letzten 1 Millionen Jahren über dem Südpazifik nicht so gleichförmig verhalten wie angenommen. Stattdessen verändern sie sich zyklisch auf langen Zeitskalen von ca. 21.000 Jahren. Eine neue Studie belegt nun eine enge Kopplung des Klimas der mittleren und hohen Breiten an das der Tropen im Südpazifik, mit Konsequenzen für die Kohlenstoffbilanz des pazifischen Südozeans und die Stabilität des westantarktischen Eisschildes. 


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