Ultraschall-Behandlung von Prozesswasser in Aquakultur- und Abwasser- Anlagen

Das UvPAA-Projekt wird eine Nutzung von hochfrequentem Ultraschall zur Keimreduktion von Prozesswasser aus landbasierten Aquakultur-Kreislaufanlagen sowie Abwasser-Anlagen möglich machen. Weiterhin soll eine Reduzierung von gelösten organischen Substanzen in diesen Prozesswässern erreicht werden.

Ziel des Projektes ist die Konstruktion eines Prototyps sowie die Leistungsfähigkeit dieser Desinfektionsmethode unter standardisierten und kontrollierten Bedingungen eines RAS zu beschreiben und zu überprüfen. Die einzusetzenden molekularbiologischen Identifikationsmethoden, wie FISH/CARD-FISH/qPCR und BacLight™ Bacterial Viability Kit ermöglichen eine Erfolgskontrolle der Entkeimung z.B. durch die Unterscheidung zwischen toten und lebenden Zellen und die Bestimmung der taxonomischen Zusammensetzung der vorhandenen Mikroorganismenpopulationen. Der Abbau der gelösten organischen Substanzen wird über chemische Methoden, u.a. GC-MS, bilanziert. Die Kombination der Bestimmungsmethoden ergeben einen eindeutigen Nachweis, der dem künftigen Betreiber des Ultraschall-Systems die gewünschte Wirkung der Entkeimung aufzeigt.

Bei einem Erfolg des Projektes, können die heutigen Methoden zur Keimreduzierung und Reinigung von Prozesswasser in Aquakultur- und Abwasseranlagen, sowie in der Schifffahrt (z.B. Ballastwasser) durch den Einsatz von Ultraschall ersetzt bzw. ergänzt werden. Der Prototyp soll in der Lage sein, bis zu 10 m3 Prozesswasser pro Stunde zu bearbeiten bzw. Kreislaufanlagen mit einem Gesamtvolumen bis zu 250 m3 Wasser zu bedienen.

Aktuelles

Im Rahmen dieses Projekts können Praktika oder Abschlussarbeiten durchgeführt werden. Bei Interesse melden Sie sich bei Mirko Bögner.

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