Polarstern

Statement zum Vergabeverfahren Nachfolge Polarstern

[20. Mai 2022] 

Prof. Dr. Antje Boetius, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts: „Mit großer Freude und Erleichterung vernehmen wir die Signale aus der Politik, dass der Haushaltsausschuss des Bundestags beschlossen hat, die Mittel für die Beschaffung der Polarstern II bereitzustellen. Mit dieser großartigen Nachricht aus der Bereinigungssitzung zum Bundeshaushalt 2022 sind wir mit unserem Vorhaben, ein modernes, leistungsstarkes und nachhaltiges Nachfolgeschiff für unseren Forschungseisbrecher Polarstern bereitzustellen, einen großen Schritt weiter."

"Wir haben in den vergangenen Monaten viel Unterstützung für unser Projekt aus der regionalen Politik und auch der Bundespolitik erfahren und danken allen Beteiligten sehr, dass sie sich in diesen schwierigen Zeiten damit weiterhin zur Relevanz der Klima-, Polar- und Ozeanforschung bekennen. Nicht zuletzt setzen sie damit auch ein deutliches Zeichen für die Transformation in der maritimen Infrastruktur, da der Mittelbedarf für den Bau der Polarstern II durch klimafreundliche Technologien und innovative Elemente erheblich gestiegen ist.

Wir warten nun die offizielle Freigabe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ab, um umgehend mit dem europaweiten Vergabeverfahren zu beginnen.

Wir können Polar- und Meeresforschung nur mit einem leistungsfähigen Eisbrecher auf höchstem Niveau betreiben. Deshalb hat das BMBF im Februar 2020 erklärt, das AWI in die Lage zu versetzen, als öffentlicher Auftraggeber das Vergabeverfahren für den Bau des multifunktionalen eisbrechenden Polarforschungs- und Versorgungsschiffs Polarstern II durchzuführen. Dieses Versprechen wird nun eingelöst.

Damit das AWI auch in den kommenden und für die Zukunft des Planeten entscheidenden Jahrzehnten seinen Forschungsauftrag erfüllen kann, brauchen wir ein Schiff, das unter allen Eisbedingungen in Arktis und Antarktis einsetzbar ist und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit gibt, Beobachtungen und Daten aus den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Regionen zu liefern. Dies sind Erkenntnisse, die unsere Gesellschaft dringend benötigt, um die richtigen Entscheidungen zu Klima-, Umwelt- und Naturschutz zu treffen – für die Zukunft der Polarregionen, der Lebensvielfalt an Land und im Meer und für kommende Generationen.“

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