Archiv der Pressemeldungen und Kurzmeldungen
Langzeituntersuchungen & “Angeln” von Mikroplastik
Unsere Arbeiten in der westlichen Framstrasse am Ostgrönlandhang waren abgeschlossen und darum konnten wir uns nun wieder dem zentralen Arbeitsgebiet des Langzeit-Observatoriums LTER-HAUSGARTEN - westlich von Spitzbergen - zuwenden. Wie jeden Sommer führen wir hier ein umfangreiches Beprobungs-Programm der Wassersäule und des Meeresbodens durch. Da wird an fast zwanzig Stationen in Tiefen von 200 m bis 5500 m Meerwasser analysiert und filtriert, Planktonnetze werden gezogen, Meeressedimente geborgen und Fotos und Videos vom Meeresboden gemacht. In einem…
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Wie man einen Wirbel findet
Während der HAUSGARTEN Fahrten untersuchen und beproben wir die ozeanographischen Bedingungen und die biologischen Gemeinschaften normalerweise auf einer relativ großen Skala. Benachbarte Stationen sind oft 20-40 km oder mehr voneinander entfernt. Viele wichtige Prozesse und physikalisch-biologische Interaktionen finden allerdings auf viel kleineren räumlichen Skalen statt. Um zu zeigen, wie neue Messmethoden, die in der Lage sind eine große horizontale Auflösung zu erzielen, zusammen mit interdisziplinärer Kooperation solche kleinskaligen Prozesse…
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Flüge ins Unbekannte - Mit dem Höhenforschungsflugzeug in die oberen Stockwerke des asiatischen Monsuns
Der asiatische Monsun ist eines der dynamischsten und energiereichsten Wettersysteme unseres Planeten. Ein internationales Wissenschaftlerteam unter Leitung des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) führt jetzt von Nepal aus erstmalig Forschungsflüge mit einem Höhenforschungsflugzeug in die oberen Bereiche des Monsuns aus. Anhand der Ergebnisse wollen sie das globale Klimasystem besser verstehen.
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Endlich von der Leine
Am Nachmittag des 23. Juli sind wir, 48 Wissenschaftler, Ingenieure, Techniker und Studenten aus 11 Nationen, bei regelrechtem Kaiserwetter in Tromsø ausgelaufen. Die Sonne schien von einem blauen Himmel hinab, während POLARSTERN sich durch die Fjorde in Richtung Nord-Atlantik bewegte. Endlich ging es los. Insbesondere all jene, die das erste Mal auf einer Expedition oder zum ersten Mal in der Arktis sind, befiel eine ganz besondere Aufregung. Endlich ging es Kurs Nord und nachdem die offene See erreicht war und sich die Mitternachtssonne schließlich…
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Woche 9: Endlich Fisch!
Mit dem Übergang in die offenere Eisrandzone der Barentssee östlich Spitzbergens konnten wir endlich die Fischerei mit dem Grundschleppnetz angehen. Durch die weit nach Süden reichende und dichte Eisbedeckung in unserem Untersuchungsgebiet konnte die Fischerei zum weit überwiegenden Teil nur gegen Ende der Expedition durchgeführt werden. Dieser Aufschub hatte die Geduld der Fischereibiologen an Bord auf eine harte Probe gestellt. Die 1,5-tägige Anfahrtszeit vom Ende des letzten CTD-Transektes bis zur Ankunft in der Barentssee wurde von der Mannschaft…
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Woche 8: Zurück nach Spitzbergen
Nach Abschluss unserer vierten Eisstation am nördlichsten Punkt dieser Expedition setzte Polarstern Kurs Süd-West, in Richtung unserer bekannten PASCAL Eisscholle von PS 106/1. Dieses Mal erlaubten offene Wasserflächen zwischen den Schollen eine zügigere Fahrt durch das Eis. Auf den Stationen entlang unseres Kurses setzten wir in regelmäßigen Abständen eines der zwei Beiboote Laura und Luisa aus, um Proben der Oberflächenschicht zu nehmen, nahmen Vertikalprofile mit der CTD, und setzten die ganze Bandbreite unserer Zooplankton- und…
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Zeit für den Aufstieg
Der Ruderfußkrebs Calanus finmarchicus richtet seinen Tag nach einer genetischen Uhr aus, die unabhängig von äußeren Reizen funktioniert. Diese Uhr beeinflusst Rhythmen des Stoffwechsels sowie die tägliche Vertikalwanderung der Krebse. Das hat einen enormen Einfluss auf das gesamte Nahrungsnetz im Nordatlantik, denn Calanus finmarchicus ist dort eine zentrale Planktonart. Je nachdem, wo sich der energiereiche Krebs gerade befindet, müssen sich auch seine Fressfeinde aufhalten. Die Ergebnisse der Studie erscheinen nun im Fachjournal Current Biology.
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Ein gigantischer Eisberg ist entstanden
Es war nur noch eine Frage der Zeit: In der Antarktis hat sich ein riesiger Eisberg vom Larsen-C-Schelfeis abgelöst. Der Gigant ist fast sieben Mal so groß wie Berlin. Was bedeutet das für die Region? Eine Einschätzung von Daniela Jansen vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI). Die Glaziologin hat das Phänomen seit Monaten beobachtet.
DOWNLOAD: Unsere Grafik unter CC-BY 4.0-Lizenz
ALTERNATIV: freistehende Eisberg-Grafik mit transparentem Hintergrund
(Diese Meldung haben wir am 12. Juli um 13:42 Uhr…
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Antarktis-Biologen treffen sich in Belgien
Antarktisforscher aus aller Welt treffen sich vom 10. bis 14. Juli im belgischen Leuven. „Scale matters“ – „die Skala macht’s“ – ist das übergeordnete Thema des zwölften biologischen Symposiums von SCAR, dem Wissenschaftskomitee der Antarktisforschung (Scientific Committee on Antarctic Research). Von der winzigen molekularen Skala über Populationen bis hin zu Ökosystemen umspannen biologische Prozesse und Vielfalt alle Skalen und entsprechend abwechslungsreich sind die Symposiumsbeiträge.
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Woche 7: Tief im Arktischen Ozean
Auf unserem Weg nach Norden musste Polarstern sich durch betonhartes, schneebedecktes Eis kämpfen. Dies hat unsere Reisegeschwindigkeit erheblich vermindert, sodass wir unseren ursprünglichen Plan, bis 85°N vorzudringen, aufgeben mussten. Während wir immer weiter nach Norden kamen, nahm die Anzahl der Sichtungen von Wildtieren, wie Trottellummen und Eisbären, immer weiter ab. Auch Eischollen mit Melosira arctica wurden nur noch selten angetroffen.
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