Archiv der Pressemeldungen und Kurzmeldungen
Woche 7: Tief im Arktischen Ozean
Auf unserem Weg nach Norden musste Polarstern sich durch betonhartes, schneebedecktes Eis kämpfen. Dies hat unsere Reisegeschwindigkeit erheblich vermindert, sodass wir unseren ursprünglichen Plan, bis 85°N vorzudringen, aufgeben mussten. Während wir immer weiter nach Norden kamen, nahm die Anzahl der Sichtungen von Wildtieren, wie Trottellummen und Eisbären, immer weiter ab. Auch Eischollen mit Melosira arctica wurden nur noch selten angetroffen.
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Sinkender Meeresspiegel brachte Vulkane zum Überlaufen
Während der letzten 800.000 Jahre zeigten antarktische Temperaturen und atmosphärischer Kohlendioxidgehalt eine im Wesentlichen gleichgerichtete Entwicklung. Doch der Übergang in die letzte Eiszeit verlief anders: Vor ca. 80.000 Jahren sanken die Temperaturen, der Kohlendioxidgehalt aber blieb stabil. Ein internationales Forscherteam unter gemeinsamer Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und des Alfred-Wegener-Instituts Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung hat nun mit Hilfe von Modellrechnungen herausgefunden, dass…
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Wind und warmes Wasser treiben Rückzug des Westantarktischen Eisschildes voran
Wandernde Westwinde und warmes Tiefenwasser sind die treibenden Kräfte hinter dem zunehmenden Eismassenverlust in der Westantarktis. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Geologenteam, dessen Studie heute im Fachmagazin Nature erschienen ist. Die Wissenschaftler aus Deutschland, Großbritannien, Dänemark und Norwegen hatten mit Hilfe von Sedimentkernen das Zusammenspiel von Ozean und Eisströmen im Amundsenmeer für die zurückliegenden 11.000 Jahre rekonstruiert und deutliche Parallelen zwischen den aktuellen Ereignissen und großen Eisverlusten vor…
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Woche 6: Von Spitzbergen in die arktische Tiefsee
Die letzte Woche begann für uns in der Eisrandzone östlich von Spitzbergen, von wo wir Kurs nach Norden in Richtung Arktische Tiefsee setzten. Die Eisrandzone war größtenteils von zerfallendem Meereis und größeren eisfreien Flächen bestimmt. Auf dieser Seite von Spitzbergen sahen wir eine weitaus größere Menge wilder Tiere, als auf der westlichen Seite. Eine große Anzahl an Vögeln kreist dauerhaft auf der Suche nach Fischen um das Schiff, die man während des Eisbrechens auf sich umdrehenden Eisschollen beobachten kann.
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Woche 5: Von Longyearbyen in das Eis
Der Abschluss von PS106/1 war von den atemberaubenden Landschaften von Spitzbergens Küste in der Mitternachtssonne gekrönt (Abb. 1). Während Wissenschaftler und Besatzung den erfolgreichen Abschluss der PASCAL-Studie und ihrer physikalischen, biologischen und biogeochemischen Partner feierten, näherten sich ab und an Wale und Robben der Polarstern.
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Helmholtz-Präsidium tagt am AWI
Am Donnerstag und Freitag tagten das Helmholtz-Präsidium und die wissenschaftlichen Vorstände aller Helmholtz-Zentren unter Vorsitz von Präsident Prof. Dr. Otmar Wiestler am AWI. Die Sitzungen finden reihum statt, um die Zentren und ihre Fachgebiete besser kennenzulernen.
Woche 2 an der Eisstation
Der TROPOS Aerosol Container, bestehend aus online- und offline-Instrumentierung ("Hoch-Volumen-" und größenauflösende Sammler), wurde auf dem Peildeck von Polarstern installiert, um in-situ physikalische und chemische Eigenschaften des atmosphärischen Aerosols zu bestimmen.
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Gesellschaft für Maritime Technik am AWI
Das Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) stellte sich Mitgliedern der Gesellschaft für Maritime Technik (GMT) vor. Das AWI ist selbst Mitglied in dem Branchenverband für Offshore- und Meerestechnik, welcher sich unter anderem für den Wissens- und Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft im marin-maritimen Bereich engagiert.
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Wie sich das Klima an Kipppunkten in kurzer Zeit ändert
Während der letzten Eiszeit konnte der Einfluss von atmosphärischem CO2 auf den Nordatlantikstrom innerhalb weniger Jahrzehnte in Grönland einen Anstieg der Temperatur um bis zu 10 Grad Celsius verursachen. Das zeigen neue Klimaberechnungen von Wissenschaftlern des Alfred-Wegener-Instituts und der Universität Cardiff. Erstmals konnte damit nachgewiesen werden, dass es in der jüngeren Erdgeschichte Situationen gab, in denen graduell steigende CO2-Konzentrationen an sogenannten Kipppunkten abrupte Ozeanzirkulations- und Klimaänderungen ausgelöst haben.…
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An der nördlichen Grenze giftiger Algen
Schmelzende Gletscher beschleunigen den Süßwasserabfluss ins Meer und verringern den Salzgehalt. Wenn zusätzlich Temperaturen steigen, finden giftige Algenblüten, die das marine Ökosystem beeinträchtigen können, beste Bedingungen. Doch gibt es eigentlich eine nördliche Grenze für gefährliche Algen? Dieser Kernfrage geht jetzt eine Expedition auf dem Forschungsschiff Maria S. Merian „MSM65“ nach. Vom 25. Juni bis zum 19. Juli erforschen Wissenschaftler aus Oldenburg und Bremerhaven, gemeinsam mit Experten aus Nordamerika und Chile, die Küste…
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