Archiv der Pressemeldungen und Kurzmeldungen
Pfingstausflug mit Schleppsystem
Seit wir am Donnerstag der Woche bei 23° 26′ 05″ Süd den Wendekreis des Steinbocks Richtung Norden überquert haben, befinden wir uns nach astronomischer Definition nun in den Tropen. Und das Wetter ist auch danach. Wasser und Lufttemperatur liegen zwischen 26 und 27 °C. Da wir nun auch in den Windgürtel des Südostpassates gekommen sind, weht dazu beständig eine steife Brise und die Sonne scheint tagsüber von einem leicht bedeckten Himmel in tiefblaues Ozeanwasser.
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Die Donau friert seit rund 70 Jahren kaum noch zu
Dass man früher in nahezu jedem Winter auf der unteren Donau Schlittschuh laufen konnte, wissen heute nur noch die älteren Bewohner der Donau-Delta-Region. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts friert Europas zweitgrößter Fluss nämlich nur noch in Ausnahmefällen zu. Grund dafür sind die steigenden Winter- und Wassertemperaturen in Mittel- und Osteuropa, wie ein deutsch-rumänisches Forscherteam jetzt herausgefunden hat. Ihre Analyse erscheint jetzt im Onlinemagazin Scientific Reports.
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Gletscherschmelze unter Beobachtung
Vor einigen Monaten verglühten die zwei Erdbeobachtungs-Satelliten der GRACE-Mission in der Atmosphäre. Zwar war dieses Ende planmäßig, doch riss es den Experten des Alfred-Wegener-Instituts eine Lücke in die Erforschung der Eisverluste in der Antarktis und in Grönland. Nun startet endlich die Nachfolge-Mission. Sie wird wesentlich dazu beitragen, den künftigen Meeresspiegelanstieg besser abschätzen zu können.
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Algenfahrstuhl in die Tiefsee
Winzige Gipsnadeln können Algen so schwer machen, dass diese im Eiltempo absinken und auf diesem Weg große Mengen an Kohlenstoff in die Tiefsee transportieren. Dieses Phänomen haben Experten des Alfred-Wegener-Instituts erstmals in der Arktis beobachtet. Durch diesen massiven Algen-Abtransport könnten künftig dem Oberflächenwasser auch große Mengen an Nährstoffen verloren gehen.
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AWI-Direktorin Antje Boetius und Forschungsministerin Anja Karliczek eröffnen Tour der MS Wissenschaft
Viereinhalb Monate dauert die Reise der MS Wissenschaft, die heute in Berlin startet. Bis zum 9. Oktober wird das Ausstellungsschiff in 34 Städten Deutschlands unterwegs sein. Auf der Route macht das Schiff auch an den AWI-Standorten Bremerhaven und Potsdam halt.
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Neue Herangehensweise an Klimawandelprognosen könnte regionale Kalkulationen präzisieren
Eine neue Methode zur Berechnung des menschlichen Einflusses auf Temperaturänderungen bestätigt derzeitige Prognosen einer erheblichen Klimaerwärmung noch in diesem Jahrhundert – allerdings deutet sie auch darauf hin, dass die individuellen Erwärmungsmuster in vielen Regionen deutlich von denen abweichen, die auf Schätzungen derzeit gängiger Computermodelle beruhen.
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Wir verlassen Punta Arenas
Das Wetter in Punta Arenas, Chile, zeigte sich bei unserer Ankunft am 5. und 6. Mai mit leicht bedecktem Himmel, Temperaturen knapp unter 10°C und kaum Wind unerwartet freundlich – unerwartet, weil hier auf der Südhalbkugel nun Herbst ist und das Klima am Südende Chiles ohnehin rau. Am 7. Mai ab 8 Uhr wurden die Fahrteilnehmer mit einer Hafen-Barkasse zur auf Reede liegenden Polarstern gebracht. Um 10 Uhr waren alle wohlbehalten an Bord.
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Forschungsschiffstaufe und Symposium in Kiel
Am 11. Mai 2018 fand in Kiel ein hochrangig besetztes Festsymposium im Gedenken an Eugen Seibold statt, an dem AWI-Direktorin Prof. Antje Boetius einen Festvortrag hielt. Der Meeresgeologe Seibold hat Generationen von Meeresforschern ausgebildet und geprägt, und wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Im Anschluss an das Symposium wurde eine neue Hochsee-Forschungsyacht auf den Namen „Eugen Seibold“ getauft.
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Hinweis auf Kipp-Punkt für Sauerstoffminimum-Zonen im Ozean
Ändern sich die Ozeantemperaturen, so reagieren die natürliche Variabilität der Sauerstoffversorgung und die damit verbundenen biogeochemischen Stoffkreisläufe nicht linear. Stattdessen gab es vor etwa 6.000 Jahren einen relativ rasch auftretenden Kipp-Punkt. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Wissenschaftler unter Leitung von Geologen des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) jetzt in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlicht haben.
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Neue Tierart in der Nordsee
Wissenschaftlern des Alfred-Wegener-Instituts und der Universitäten Oldenburg und Potsdam ist der Nachweis einer neuen Flohkrebsart in der Nordsee gelungen. Sie nutzten erstmals überhaupt im Zuge einer Artneubeschreibung Erbgutinformationen, die sonst in anderen Bereichen der Genetik verwendet werden. Veröffentlicht wurde die Neuentdeckung von Epimeria frankei jetzt im Fachmagazin Scientific Reports. In der Zukunft könnten solche detaillierten Informationen mittels moderner molekularer Verfahren die Biodiversitätsforschung revolutionieren.
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