Bildungsmaßnahmen zur Schärfung des Bewusstseins in Bezug auf Plastikmüll

In einem aktuellen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF, FONA) geförderten Projekt „PLAWES“ (Plastikkontamination im Modellsystem Weser-Wattenmeer: ein ökosystemübergreifender Ansatz) wird das gesamte Ökosystem der Weser bis zu ihrer Mündung ins UNESCO Weltnaturerbe Niedersächsisches Wattenmeer untersucht.

In „PLAWES“ forscht eine Gruppe von interdisziplinär arbeitenden Wissenschaftler*innen daran, wie kleinste Plastikteilchen (Mikroplastik) vom Festland bis ins Meer gelangen. Hierbei werden Eintrags- und Transportwege und die dadurch entstehenden Risiken, wie z.B. die dadurch verursachte Kontamination unterschiedlicher Ökosysteme untersucht.

Die in diesem Projekt erarbeiteten neuen Erkenntnisse werden in innovative Lehrmaterialien mit fundiertem Alltagsbezug für ein ganzheitliches Verständnis bzgl. der Belastung mit Plastik im Modellsystem umgesetzt. Diese Lernmaterialien werden in den bereits etablierten Schülerlaboren des Alfred-Wegener-Instituts sowie der Carl-von-Ossietzky-Universität (ICBM, IBU) praktisch erprobt, damit alle Altersstufen angesprochen werden. Ein besonderes Augenmerk liegt bei der Sensibilisierung der Schüler*innengruppen auf das Plastikmüllproblem am Modellsystems Weser-Wattenmeer. Um die aktuelle Forschung zum Thema Plastik/ Mikroplastik und seine Eintragungswege zusätzlich durch Lehrer*innen in viele Klassenräume zu bringen, werden Fortbildungen entwickelt und angeboten. Darin wird neben der ethischen Bewertungskompetenz auch das vorhandene individuelle Umweltwissen einbezogen.  

Projektzeitraum: November 2017 - Oktober 2020