Lust auf Aquakultur?

Jedes Jahr bieten wir zahlreichen Studenten die Möglichkeit ihre Bachelor-, Master- oder Projektarbeit bei uns in der Aquakulturforschung zu machen. Dies geschieht oft als Teil eines größeren bestehenden Projekts, aber es können auch eigene Ideen und kleinere Forschungsvorhaben umgesetzt werden. Unsere Labore und Kreislaufsysteme bieten dafür gute technische Vorrausetzung. Ein breit aufgestelltes, interdisziplinäres und internationales Team unterstützt euch bei der Planung und hilft bei der Durchführung eurer Projekte, so dass einem erfolgreichen arbeiten nichts mehr im Wege steht.    

 

 

Aktuelles

Im Rahmen des Projekts UvPAA können Praktika oder Abschlussarbeiten durchgeführt werden. Bei Interesse melden Sie sich bei Desislava Bögner.

Mikroplastik

Annabell Klinke, Hochschule Bremen, Bachelorarbeit

In dieser Bachelorarbeit hatte ich die Möglichkeit an einem Mikroplastikexperiment mitzuwirken und neue Erfahrungen in der Forschung zu sammeln. Die Arbeit ist Teil des TRAMIS Projektes (Translokation von Mikroplastik in Fischfilet) des Alfred-Wegener Institutes- Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung innerhalb der Gruppe Aquakulturforschung. Wir untersuchten die Wirksamkeit einer Verdauungsmethode zur Eliminierung von organischem Material und effizienten Extraktion von Mikroplastik. Mit Hilfe einer 10% KOH Lösung wurde eine Verdauungseffizienz von >98 % für Darm- und Kiemenproben des Europäischen Wolfbarsches (Dicentrarchus labrax) erreicht. Des Weiteren wurde Mikroplastik (1-5 µm) sowohl in Darm- als auch in Kiemenproben von Fischen die mit Mikroplastik gefüttert wurden gefunden. Bezüglich unserer Ergebnisse wurden mögliche Translokationswege von Mikroplastik in andere Organe oder das Filet des Fisches diskutiert.

Alternative Futtermittel

David Pioch, Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg, Bachelorarbeit 

Für meine Bachelorarbeit untersuchte ich die Immunreaktion in Atlantischen Lachsen auf neuartige auf Pflanzenprotein basierende Futtermittel im Rahmen des TRUE-Projekts. Die genaue Kenntnis dieser Reaktionen ist wichtig, um den Anteil an Fischmehl für Lachsfutter weiter zu reduzieren. Dem Futter wurden unterschiedliche Mengen von Proteinen aus regional anbaubare Leguminosenarten wie Faberbohne und blaue Lupine zugesetzt. Untersucht wurde dabei, wie sich dies auf die Aktivität des Enzyms Lysozym als Stressparameter auswirkt. Zudem wurden die Lysozym-Aktivität mit Lachsen verglichen, die mit einem konventionellen Futtermittel aus Sojaproteinkonzentrat und Fischmehl gefüttert wurden. Dabei konnte keine signifikanten Unterschiede in der Lysozym-Aktivität festgestellt werden.