Glider

Typischerweise bewegt sich ein Glider entlang einer Linie (Schnitt) auf einem Zickzack-Kurs zwischen der Meeresoberfläche und seiner größten Messtiefe hin und her und zeichnet dabei in kurzen Zeitabständen Messungen auf. Es ist aber auch denkbar, dass der Glider an einer fest vorgegebenen Position sich kontinuierlich auf und ab bewegt und dabei Messungen durchführt. Dieses wäre vergleichbar mit den Messungen einer Verankerung - Glider bewegen sich relativ langsam mit etwa 20 cm/sec durch die Wassersäule und legen so während eines Tauchgangs in 1000 m Tiefe etwa 5 Km in der Horizontalen zurück.

Jeweils beim Erreichen der Meeresoberfläche wird die aktuelle Position des Geräts über GPS bestimmt und zusammen mit den gemessenen Daten des letzten Tauchgangs per Satellit zu einem Datenzentrum an Land geschickt. Die Messdaten und die Route des Geräts werden von Land aus von den Piloten überwacht. Sie können dem Glider außerdem bei jedem Oberflächenaufenthalt neue Befehle schicken. So kann laufend seine Route korrigiert und seine Messstrategie verändert werden.

(Foto: Katrin Latarius, AWI)
(Foto: Katrin Latarius, AWI)
(Foto: Katrin Latarius, AWI)

Gleiter können mit mehreren ozeanographischen Sensoren ausgestattet sein und sammeln im Vergleich zum Einsatz eines Forschungsschiffes kostengünstiger Daten. Sie können Druck, Temperatur, Salzgehalt, gelösten Sauerstoff, Chlorophyll, Fluoreszenz, optische Rückstreuung, tiefengemittelte Strömung und weitere Größen messen.