Ein neuer Leitfaden zur Nutzung von Hyperspektralradiometrie für die Gewässerüberwachung und -erforschung ist erschienen. Der Report wurde unter der Leitung von Astrid Bracher vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), von internationalen Experten im Rahmen der International Ocean Colour Coordination Group entwickelt.
Offene Ozeane, Küsten- und Binnengewässer spielen eine wichtige Rolle im Erdsystem. Um besser zu verstehen, wie natürliche Prozesse und menschliche Aktivitäten diese aquatischen Systeme beeinflussen, helfen Satellitenbilder dabei, wichtige Eigenschaften wie Wasserqualität und Kohlenstoffspeicherung zu überwachen. Unter der Leitung von Astrid Bracher vom AWI wurde ein Leitfaden zu Grundlagen, Nutzung und Perspektiven der Hyperspektralradiometrie für die Überwachung und Erforschung der Gewässer von 14 internationalen Experten auf dem Gebiet der aquatischen optischen Fernerkundung erstellt. Diese neue Technik bietet eine erhebliche Verbesserung gegenüber der herkömmlichen, multispektralen Fernerkundung hinsichtlich der Qualität der Satellitendaten und Erweiterung um neue Datenprodukte. Sie schließt damit die Lücke zwischen Anforderungen der Wissenschaft und Bedürfnissen der internationalen Gewässerüberwachung für die Langzeitbeobachtung des Zustands der Gewässer. Hier geht es zum Leitfaden.
Originalpublikation:
IOCCG (2026). A Scientific Roadmap of Aquatic Hyperspectral Remote Sensing: Overview of Status, Challenges and Future Perspectives. Bracher, A., Dogliotti, A., Werdell, J. (eds.), IOCCG Report Series, No. 22, Version 1.0, International Ocean Colour Coordinating Group, Dartmouth, Canada. https://doi.org/10.25607/OBP-2062