Online-Meldung

AWI-Direktor Hajo Eicken besucht AWIPEV

Erste Reise des AWI-Direktors zur deutsch-französischen Forschungsbasis auf Spitzbergen
Gruppenfoto der Delegation vor dem Blauen Haus in Ny-Ålesund
Ankunft der Delegationen in Ny-Ålesund (Foto: Alfred-Wegener-Institut / Lucie Bonhomme)

Vom 18. bis 22. Mai 2026 besuchte der Direktor des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) Prof. Hajo Eicken erstmals die deutsch-französische Forschungsbasis auf Spitzbergen. Die Reise erfolgt gemeinsam mit Delegationen des französischen Polarinstituts IPEV und des französischen Meeresforschungsinstituts IFREMER.

Das AWI betreibt in Ny-Ålesund gemeinsam mit dem IPEV die deutsch-französische AWIPEV-Forschungsbasis, an der Forschende beider Länder im Rahmen der von Norwegen koordinierten Ny-Ålesund Research Station die Veränderungen des arktischen Klimas untersuchen. Vom AWI nahmen zudem die Logistikkoordinator:innen Dirk Mengedoht und Verena Mohaupt sowie die Wissenschaftskoordinatorin Marion Maturilli an der Reise teil.

Schwerpunkte des Besuchs waren die künftige wissenschaftliche Ausrichtung der AWIPEV-Basis, die Weiterentwicklung gemeinsamer Beobachtungsprogramme sowie Anforderungen an Logistik und Infrastruktur. Die Delegationen besichtigten das AWIPEV-Atmosphärenobservatorium, das Zeppelin-Observatorium, die Permafrost-Messstation Bayelva und die Corbel-Basis, wo sie aktuelle Forschungsfragen besprachen.

Mit Hege Walør Fagertun (Kings Bay AS) und Geir Gotaas (Norwegian Polar Institute) beriet die Gruppe über die langfristige Sicherung der Forschungsinfrastruktur und die internationale Zusammenarbeit in Ny-Ålesund.

Der Besuch verdeutlicht die Rolle Ny-Ålesunds als zentrale Plattform für Klima- und Atmosphärenforschung. Insbesondere die internationale Kooperation führt zu Ergebnissen und Datenprodukten mit erheblichem Mehrwert. Ein Beispiel hierfür sind die Beiträge des Radiosondenprogramms zum Referenznetzwerk des Global Climate Observing Systems für die höheren Luftschichten. Die Arbeit an AWIPEV hilft somit auch, Routinemessungen zu verbessern, wodurch sich wiederum die Genauigkeit von Wettervorhersagen, auch in Europa, erhöhen kann. 

Vereinbart wurden nächste Schritte zur Stärkung der gemeinsamen Beobachtungsprogramme, zur verbesserten Nutzung der Infrastruktur und zur Vertiefung der deutsch-französisch-norwegischen Kooperation, um Veränderungen in der Arktis verlässlich zu erfassen und wissenschaftlich fundierte Entscheidungsgrundlagen zu schaffen.

Kontakt

Pressestelle

Heide Matz
+49(471)4831-2138

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Gruppenfoto der Delegation vor dem Blauen Haus in Ny-Ålesund
Ankunft der Delegationen des AWI, IPEV und IFREMER in Ny-Ålesund (Foto: Alfred-Wegener-Institut / Lucie Bonhomme)
AWI-Diektor Hajo Eicken lässt den täglichen Wetterballon während seines Besuchs steigen
AWI-Diektor Hajo Eicken lässt den täglichen Wetterballon während seines Besuchs steigen (Foto: Alfred-Wegener-Institut / Lucie Bonhomme)
Gruppenfoto: AWI-Direktor Hajo Eicken, IFREMER-Projektmanagerin Aïda Urien und IPEV-Direktor David Renault im Zeppelin-Observatorium in Ny-Ålesund.
AWI-Direktor Hajo Eicken, IFREMER-Projektmanagerin Aïda Urien und IPEV-Direktor David Renault im Zeppelin-Observatorium in Ny-Ålesund (Foto: Alfred-Wegener-Institut / Lucie Bonhomme)
AWIPEV-Permafrost-Observatoriums Bayelva
Besuch des AWIPEV-Permafrost-Observatoriums Bayelva (Foto: Alfred-Wegener-Institut / Lucie Bonhomme)