Pressemitteilung

Niederländisches Königspaar zu Gast

Wissenschaftler aus den Niederlanden und dem Land Bremen stärken Kooperationen zu Küsten-, Meeres- und Polarforschung
Royaler Beuch am Alfred-Wegener-Institut
Royaler Besuch am Alfred-Wegener-Institut (Foto: Alfred-Wegener-Institut / W. Scheer)

Seine Majestät König Willem-Alexander und Ihre Majestät Königin Máxima der Niederlande besuchen am Abend des 6. März 2019 auf ihrer Reise in das Bundesland Bremen das Alfred-Wegener-Institut. Niederländische und deutsche Forschende berichten dem Königspaar von ihrer Zusammenarbeit zu Klimawandel, Artenvielfalt und Naturschutz, unterzeichnen eine gemeinsame Erklärung und nehmen anschließend an einem festlichen Dinner teil.

Es wird der feierliche Abschluss des Besuchs des Niederländischen Königspaares im Land Bremen: ein Dinner im Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI). „Wir freuen uns sehr über das Interesse von König Willem-Alexander und Königin Máxima der Niederlande an Polar- und Meeresforschung bei uns im Land Bremen“, sagt AWI-Direktorin Antje Boetius. Bremens Bürgermeister Carsten Sieling und seine Frau Alexia Sieling begleiten das Königspaar während des gesamten Arbeitsbesuchs im Land Bremen, an dem auch eine Wirtschaftsdelegation unter Leitung der Außenhandelsministerin Sigrid Kaag teilnimmt. In Bremen stehen die Raumfahrt und die historischen Bande beider Länder im Mittelpunkt. In Bremerhaven geht es zunächst beim Fraunhofer-Institut für Windenergiesystem um Wind auf hoher See, bevor Polar- und Meeresforschung in den Fokus rücken.

Am Alfred-Wegener-Institut wird die niederländisch-deutsche Zusammenarbeit in der Wissenschaft eine große Rolle spielen: Bereits am Nachmittag treffen sich 50 Forschende aus Utrecht, von der Insel Texel, aus Groningen und Amsterdam sowie Bremen, Potsdam und Bremerhaven. „Als Küstenanrainer und international wichtige Akteure in der Meeresforschung stehen beide Länder vor großen Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt – für die Wissenschaft wie für die Gesellschaft insgesamt“, sagt Antje Boetius. „So beschäftigen uns der Meeresspiegelanstieg und die Erwärmung und Versauerung der Ozeane sowie die Auswirkungen des Wandels auf das Leben im Meer“, ergänzt die AWI-Direktorin. „Gemeinsam sind wir besonders stark im Verständnis der Rolle des Ozeans und der Polarregionen für die Erde und den Menschen.“

In einem Symposium werden die Wissenschaftler zu den Themenfeldern Wandel in Arktis und Antarktis, unsere Küsten, der globale Kohlenstoffkreislauf und das Klima diskutieren und weitere Zusammenarbeit planen. Die Forscher kommen von der Royal Netherlands Organisation for Scientific Research (NWO), der Universität Utrecht, dem Institute for Sea Research (NIOZ) sowie dem MARUM Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen und dem Alfred-Wegener-Institut. Sie unterzeichnen im Beisein des Königspaares am Abend eine gemeinsame Erklärung zur Forschungszusammenarbeit. 

„Im Symposium wollen wir die Chance ergreifen, ‚out-of-the-box‘ zu denken“, sagt AWI-Biogeologe Jelle Bijma. Der gebürtige Niederländer organisiert das Symposium, von dem er sich spannende Diskussionen erhofft: „Wir wollen beispielsweise zusammentragen, welche Veränderungen wir zukünftig im System Erde erwarten: Was bedeutet es für die Meeresökosysteme, wie schnell ändert sich der Meeresspiegel und welche Teile des Klimasystems gehen unwiderruflich verloren, wenn die globale Erwärmung ungebremst voranschreitet, sodass wir bis Ende des Jahrhunderts einen Temperaturanstieg von 4-6°C haben? Und welche Funktionen können wir im Vergleich dazu erhalten, wenn wir das 2°C-Ziel einhalten oder es sogar schaffen, den Anstieg auf 1,5 °C zu begrenzen?“ Die Ergebnisse des Workshops tragen er und seine Kollegen dem Königspaar vor, bevor sie am feierlichen Dinner teilnehmen werden.

Aktuelle Fotos vom Besuch finden Sie am 6. März ab 22:00 Uhr auf: https://www.awi.de/ueber-uns/service/presse.html

Das ausführliche Besuchsprogramm finden Sie in dieser Pressemitteilung des Niederländischen Königshauses: https://www.koenigshaus.nl/aktuelles/nachrichten/2019/02/11/konig-und-konigin-besuchen-bremen-%E2%80%93-programm

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Royaler Beuch am Alfred-Wegener-Institut
AWI-Direktorin Antje Boetius eröffnet das feierliche Abendessen anlässlich des Besuchs von König Willem-Alexander und Königin Máxima der Niederlande am Alfred-Wegener-Institut. (Foto: Alfred-Wegener-Institut / W. Scheer)
Prof. Dr. Antje Boetius stellt dem niederländischen Königspaar das Alfred-Wegener-Institut vor.
Prof. Dr. Antje Boetius stellt dem niederländischen Königspaar das Alfred-Wegener-Institut vor. (Foto: Alfred-Wegener-Institut / Esther Horvath)
Eva Quante-Brandt, König Willem-Alexander und Königin Máxima der Niederlande,
Eva Quante-Brandt (Bremens Forschungssenatorin), Sigrid Kaag (niederländische Außenhandelsministerin), Königin Máxima, König Willem-Alexander, Antje Boetius (AWI-Direktorin), Carsten Sieling (Bremens Bürgermeister) und seine Frau Alexia Sieling lauschen den Ergebnissen ... (Foto: Alfred-Wegener-Institut / Esther Horvath)
Dr. Karsten Wurr moderiert Deklaration für deutsch-niederländische Forschung.
Dr. Karsten Wurr moderiert. (Foto: Alfred-Wegener-Institut / Esther Horvath)
Deklaration für gemeinsame Forschung in Beisein von König Willem-Alexander und Königin Máxima der Niederlande, Niek Lopes-Cardozo (Royal Netherlands Organisation for Scientific Research - NWO), Henk Brinkhuis (Institute for Sea Research - NIOZ), Anton Pijpers (Universität Utrecht, dem Institute for Sea Research (NIOZ), Michael Schulz (MARUM Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen) und Antje Boetius (AWI).
Declaration for common research: signature in the presence of His Majesty Willem-AlexanderHer Majesty Máxima, Karsten Sieling und Alexia Sieling (standing); Niek Lopes-Cardozo (Royal Netherlands Organisation for Scientific Research - NWO), Henk Brinkhuis (Institute for ... (Foto: Alfred-Wegener-Institut / Esther Horvath)
König Willem-Alexander und Antje Boetius beim feierlichen Dinner am Alfred-Wegener-Institut.
König Willem-Alexander und Antje Boetius beim feierlichen Dinner am Alfred-Wegener-Institut. (Foto: Alfred-Wegener-Institut / Esther Horvath)
Markus Rex und Königin Máxima der Niederlande beim feierlichen Dinner am Alfred-Wegener-Institut.
Markus Rex und Königin Máxima der Niederlande beim feierlichen Dinner am Alfred-Wegener-Institut. (Foto: Alfred-Wegener-Institut / Esther Horvath)
Im Rahmen des Projekts RESTORE vom Alfred-Wegener-Institut und Bundesamt für Naturschutz nutzen AWI-Biologen Austernkäfige, um die Lebensbedingungen der Europäischen Auster nahe eines Windparks vor Helgoland zu erforschen.
Nordsee nahe Helgoland (Foto: Alfred-Wegener-Institut / Heiner Mueller-Elsner)
Auf dem Rückweg: Die Küste Südamerikas ist in Sichtweite. 


Polarsternexpedition ANT-XXIX/6; 8. Juni - 12. August 2013; Kapstadt-Punta Arenas
Ziel der Expedition: Ein interdisziplinäres Forschungsprogramm in Atmosphäre, Meereis, Ozean und Ökosystem im antarktischen Winter, um die physikalischen und biogeochemischen Eigenschaften und Prozesse während der Wachstumsphase des Meereises besser zu verstehen. Fahrt war die erste antarktische Winterexpedition seit dem Jahr 2006. (Kurs wie im Winterexperiment 1992) 


English
There is land: On its way to Punta Arenas the research vessel Polarstern passes the coastal mountains on the Southern tip of South America. 

Polarsternexpedition ANT-XXIX/6; 8. June - 12. August 2013; Cape Town -Punta Arenas (Chile); The aim of the cruise is to carry out an interdisciplinary research programm on atmosphere, sea ice, ocean, and ecosystem during winter to obtain an understanding of physical and biogeochemical properties and processes during the sea ice growth season. It was the first Antarctic winter expedition since the year 2006.
Auf dem Rückweg: Die Küste Südamerikas ist in Sichtweite. (Foto: Alfred-Wegener-Institut / Mario Hoppmann)
Sedimentschleier im Wasser vor der Küste Herschel Islands. Die Sedimente kommen entweder von kleinen Flüssen entlang der Küste oder von Küstenerosion. 

English:
Sediment clouds in the water, either caused by rivers or coastal erosion. Herschel Island, Kanada

The Alfred Wegener Institute Helmholtz Center for Polar and Marine Research (AWI) commenced research in the western Canadian Arctic with the funding of the young researcher project titled Coastal Permafrost Erosion (COPER) in 2012. The groupís focus lay on investigating the mass transfer of sediments and carbon across the whole coastal tract of , i.e. include both the emergent and submerged parts of the coast of Herschel Island, Beaufort Sea, Canada.

Herschel Island (69.6∞N, 139∞W) is located in the Beaufort Sea, at the northernmost point of the Yukon Territory, and about 70 km east of the Alaskan border. The island is a push-moraine that formed during the westward advance of of the Laurentide Ice Sheet. The coast is characterized by high cliffs and numerous retrogressive thaw slumps, indicating the presence of large massive ice bodies susceptible to permafrost degradation.  The tundra covered island is located where mean annual temperatures are well below 0∞C, and rise above freezing only between June and September. Cold temperatures affect coastal processes, as well.  Wave- and tide induced processes are limited by the presence of sea ice and landfast ice. The presence of ice, however, introduces some physical processes unique to cold environments such as ice gouging, ice rafting, ice push-up, and ice pile-up. Ice gouging refers to the grounding of ice keels; ice rafting the transport of coarse sediment offshore incorporated into the ice matrix; while ice push-up and pile-up occur at the land-sea boundary, transporting sediments on- and across shore. Coastal erosion is limited to the period of open water. Average rates of erosion are 1-2 m/yr, and may reach 10-30 m/yr.
Sedimentschleier im Wasser vor der Küste Herschel Islands. Die Sedimente kommen entweder von kleinen Flüssen entlang der Küste oder von Küstenerosion. (Foto: Alfred-Wegener-Institut / Jaroslav Obu)
de: Wolken von Zugvögeln sieht man im Frühjahr und Herbst über den Sylter Wattflächen
en: Clouds of migratory birds are seen over te Wadden sea near by Sylt
Wolken von Zugvögeln sieht man im Frühjahr und Herbst über den Sylter Wattflächen (Foto: Alfred-Wegener-Institut / Christian Buschbaum)
de: Wellengang in der Nordsee. Aufnahme vom Bord eines Schiffes.
en: Waves
Wellengang in der Nordsee. (Foto: Alfred-Wegener-Institut)
de: Ausgedehnte Betten des Fingertanges Laminaria digitata ziehen sich als dichter Gürtel von Braunalgen um die Felsküsteninsel Helgoland (Nordsee)
en: Extensive beds of brown kelp Laminaria digitata form a dense girdle around the roky island of Helgoland (North Sea)

Autor: AWI Bremerhaven
Ausgedehnte Betten des Fingertanges Laminaria digitata ziehen sich als dichter Gürtel von Braunalgen um die Felsküsteninsel Helgoland (Nordsee) (Foto: Alfred-Wegener-Institut / Inka Bartsch)
Vor der Küste Spitzbergens. Off the coast of Spitzbergen.
Vor der Küste Spitzbergens. (Foto: Alfred-Wegener-Institut / Kristina Bär)
Wissenschaftler des Alfred-Wegener Institutes auf dem Weg zur Steilküste von Herschel Island, Kanada

English: 
Scientists from the Alfred-Wegener Institute on their way to the cliffs of Herschel Island, Canada

The Alfred Wegener Institute Helmholtz Center for Polar and Marine Research (AWI) commenced research in the western Canadian Arctic with the funding of the young researcher project titled Coastal Permafrost Erosion (COPER) in 2012. The groupís focus lay on investigating the mass transfer of sediments and carbon across the whole coastal tract of , i.e. include both the emergent and submerged parts of the coast of Herschel Island, Beaufort Sea, Canada.

Herschel Island (69.6∞N, 139∞W) is located in the Beaufort Sea, at the northernmost point of the Yukon Territory, and about 70 km east of the Alaskan border. The island is a push-moraine that formed during the westward advance of of the Laurentide Ice Sheet. The coast is characterized by high cliffs and numerous retrogressive thaw slumps, indicating the presence of large massive ice bodies susceptible to permafrost degradation.  The tundra covered island is located where mean annual temperatures are well below 0∞C, and rise above freezing only between June and September. Cold temperatures affect coastal processes, as well.  Wave- and tide induced processes are limited by the presence of sea ice and landfast ice. The presence of ice, however, introduces some physical processes unique to cold environments such as ice gouging, ice rafting, ice push-up, and ice pile-up. Ice gouging refers to the grounding of ice keels; ice rafting the transport of coarse sediment offshore incorporated into the ice matrix; while ice push-up and pile-up occur at the land-sea boundary, transporting sediments on- and across shore. Coastal erosion is limited to the period of open water. Average rates of erosion are 1-2 m/yr, and may reach 10-30 m/yr.
Wissenschaftler des Alfred-Wegener Institutes auf dem Weg zur Steilküste von Herschel Island, Kanada (Foto: Alfred-Wegener-Institut / Jaroslav Obu)
Erodierende Steilküstenregion auf der Herschel-Insel, Yukon, Kanada

English:
Eroding cliff line region on Herschel Island, Yukon, Canada

The Alfred Wegener Institute Helmholtz Center for Polar and Marine Research (AWI) commenced research in the western Canadian Arctic with the funding of the young researcher project titled Coastal Permafrost Erosion (COPER) in 2012. The groupís focus lay on investigating the mass transfer of sediments and carbon across the whole coastal tract of , i.e. include both the emergent and submerged parts of the coast of Herschel Island, Beaufort Sea, Canada.

Herschel Island (69.6∞N, 139∞W) is located in the Beaufort Sea, at the northernmost point of the Yukon Territory, and about 70 km east of the Alaskan border. The island is a push-moraine that formed during the westward advance of of the Laurentide Ice Sheet. The coast is characterized by high cliffs and numerous retrogressive thaw slumps, indicating the presence of large massive ice bodies susceptible to permafrost degradation.  The tundra covered island is located where mean annual temperatures are well below 0∞C, and rise above freezing only between June and September. Cold temperatures affect coastal processes, as well.  Wave- and tide induced processes are limited by the presence of sea ice and landfast ice. The presence of ice, however, introduces some physical processes unique to cold environments such as ice gouging, ice rafting, ice push-up, and ice pile-up. Ice gouging refers to the grounding of ice keels; ice rafting the transport of coarse sediment offshore incorporated into the ice matrix; while ice push-up and pile-up occur at the land-sea boundary, transporting sediments on- and across shore. Coastal erosion is limited to the period of open water. Average rates of erosion are 1-2 m/yr, and may reach 10-30 m/yr.
Erodierende Steilküstenregion auf der Herschel-Insel, Yukon, Kanada (Foto: Alfred-Wegener-Institut / Jaroslav Obu)
Schneebedeckte Steilküste von Trinity Island. 

Snowy cliff line of Trinity Island.
Schneebedeckte Steilküste von Trinity Island. (Foto: Alfred-Wegener-Institut / Thomas Ronge)