Wochenberichte Polarstern

Die Expedition PS112 Punta Arenas - Punta Arenas

Der Fahrtabschnitt PS112 Polarstern beginnt am 17. März 2018 in Punta Arenas (Chile) und endet am 6. Mai 2018 in Punta Arenas (Chile). Die Expedition und Forschungsschwerpunkte werden von drei Projekten bestimmt, die aus Drittmitteln finanziert werden: 1. POSER (POpulation Shift and Ecosystem Response – Krill vs. Salps) ist finanziert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK); 2. PEKRIS (The performance of Krill vs. Salps to withstand in a warming Southern Ocean) ist finanziert vom Ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und 3. KrillBIS (Krill stock assessment in the Southern Ocean) läuft im Rahmen von CCAMLR (Commission of the Conservation of Marine Leaving Resources) und ist finanziert vom Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Ziel des POSER Projektes ist es, durch den Klimawandel verursachte Folgen des Temperaturanstiegs im Atlantischen Sektor des Südpolarmeeres zu verstehen. Augenmerkt liegt hier auf möglichen Populationsveränderungen von Krill im Vergleich zu Salpen und deren Konsequenzen für Planktongemeinschaften, -biodiversität und biochemische Zyklen. Im Zusammenhang mit POSER untersucht PEKRIS physiologische und genetische Eigenschaften von Krill und Salpen, um Unterschiede in der Anpassungsfähigkeit beider Arten aufsteigende Temperaturen zu verstehen. Bisher gibt es nur wenige Studien, die den Effekt von äußerlichen Stressfaktoren auf Krill untersucht haben und so gut wie keine Studien liegen vor für Salpen. KrillBIS repräsentiert den deutschen Beitrag zu CCAMLR und dient der Sammlung von Abundanzinformationen von Krill und Salpen nördlich der Antarktischen Halbinsel, die in die Umsetzung eines „feedback management“ des Krillbestandes im Atlantischen Sektor des Südpolarmeers einfließen.

PS112 - Wochenbericht Nr. 4 | 15. - 21. April 2018

Krill, Robben und Buckelwale im Wedell Meer

[23. April 2018] 

Die letzte Woche verbrachten wir in den Gewässern rund um die nördliche Spitze der Antarktischen Halbinsel. Wieder hatten wir sehr viel Glück mit dem Wetter und konnten zusätzlich zu unseren wissenschaftlichen Arbeiten sonnige Tage im Eis um Joinville Island und der Halbinsel genießen.


PS112 - Wochenbericht Nr. 3 | 8. - 14. April 2018

Salpen, Krill und Elephant Island

[17. April 2018] 

Letzte Woche haben wir die Gewässer um Elephant Island erforscht. Die Insel ist nach der großen Anzahl von See-Elefanten benannt - riesige gemütlich anmutende Kolosse, die bis zu 2 Tonnen schwer werden können. Diese Region ist exponiert und für raues Wetter bekannt. Das Glück war uns jedoch hold und wir konnten unser intensives Forschungsprogramm ohne Unterbrechungen durchführen. Die Stimmung an Bord ist hervorragend und wir haben alle sehr viel geschafft.


PS112 - Wochenbericht Nr. 2 | 28.03.2018 – 06.04.2018

Umrundung der südlichen Shetland-Inseln

[09. April 2018] 

Die Tage nach Verlassen der Admiralty Bay waren wie bereits erwähnt stark durch das stürmische Wetter geprägt.


PS112 - Wochenbericht Nr. 1 | 18.03.2018 – 27.03.2018

Kurs Antarktis – Aufbruch in den polaren Herbst

[04. April 2018] 

Die Expedition PS112 startete am Abend des 18. März 2015 mit 50 Wissenschaftlern und Technikern aus 7 Nationen von Punta Arenas, Chile, in das Südpolarmeer. Das Ziel: die Region um Elephant Island und King George Island im Norden der westantarktischen Halbinsel.


PS111 - Wochenbericht Nr. 7 | 3. - 9. März 2018

Das Weddellmeer querend

[12. März 2018] 

Flügelschnecken (Pteropoden) verbringen als Teil des Zooplankton ihren Lebenszyklus in der Wassersäule. Zur Fortbewegung nutzen sie ihren zu zwei Flügeln umgebildeten Schneckenfuß und „flattern“ damit durchs Wasser. Die dünne Kalkschale ist aus Aragonit und damit besonders empfindlich gegenüber der Ozeanversauerung (OA). Der zunehmende Gehalt an Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre führt gerade in den kalten Polarmeeren zu einer verstärkten Aufnahme von CO2 und damit zur Versauerung.


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