Krebspest

Die Krebspest ist eine Krankheit die ausschließlich Flusskrebse befällt. Dabei verläuft sie für europäische Krebsarten fast immer tödlich, wohingegen amerikanische Arten meist resistent sind und die Krankheit weiterverbreiten können. Auslöser ist ein Ei- oder Scheinpilz mit dem Namen Aphanomyces astaci. Er befällt das Nervensystem der Tiere und kann innerhalb weniger Wochen ganze Flusskrebspopulationen auslöschen.

Die Symptome sind selten eindeutig aber:

  • oft verlieren befallen Tiere ihre Scheu und sitzen auch tagsüber vor ihren Verstecken
  • die Tiere sind lethargisch und wehren sich kaum, selbst wenn man sie aus dem Wasser nimmt.
  • die Krebse "kratzen" sich oft, insbesondere an den Scherengelenken und Augen
  • manchmal ist ein weißlich schimmliger Bezug auf dem Panzer zu erkennen
  • manchmal fallen den Tieren Scheren und Beine einfach ab

Grundsätzlich sollte man sofort den für das Bundesland zuständigen Anglerverband informieren sobald in einem Gewässer mehrere tote Krebse entdeckt werden!

Krebspest(verdacht) und jetzt?

  1. den zuständigen Angelverein oder Gewässerpächter informieren.  
  2. keine Krebsperstsporen in andere Gewässer weitergetragen! Um sicherzugehen alle Sporen absterben müssen alle Gegenstände die mit dem Wasser in Kontakt waren (Angelsachen, Gummistiefel, Boot) über mindestens 72 Stunden durchtrocknen. Kleidung sollte bei 60°C gewaschen werden. 

Wann ist die Krebspest wieder verschwunden?

Meist gelang die Krebspest zusammen mit amerikanische Krebsarten in ein Gewässer. Die neuen Krebse übernehmen in der Regel schnell den neuen Lebensraum. In solch einem Fall ist das Gewässer für die heimischen Krebsarten verloren, da die Versuche einmal etablierte Bestände amerikanischer Krebse wieder loszuwerden nur sehr selten erfolgreich sind.

Wird als Ursache jedoch der Eintrag von Sporen beispielsweise durch infizierte Angelausrüstung vermutet, weil keine amerikanischen Krebse nachgewiesen werden können, ist eine Widerbesiedlung nach mehreren Monaten möglich. Allerding sollten Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden, um einen erneuten Eintrag zu vermeiden. Diese könnten zum Beispiel sein:

  • Bereitstellung von Angelausrüstung für ausschließlich dieses Gewässer
  • Informieren der anderen Nutzer
  • Besatzfische nur von Züchtern mit krebsfreien Gewässern  

 

Mehr Information und Ansprechpartner finden Sie hier:

Universität Landau

Projektpartner

Förderung: Gefördert aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

Förderer: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), Förderkennzeichen 2815BM001.