Was tun wenn schon Flusskrebse da sind!

Flusskrebse sind nicht gerade auffällige Gewässerbewohner. Oft leben sie jahrelang unentdeckt in einem Gewässer. Manchmal wiederum treten sie innerhalb kurzer Zeit in solchen Massen auf, dass die Tiere sogar außerhalb des Wasser auf Nahrungssuche gehen. Doch wie geht man vor, wenn man das erste Mal Flusskrebse in einem Gewässer entdeckt?

  1. Art bestimmen. Wie man das macht findest du unter Edelkrebs erkennen.
  2. Die Information weitergeben an den für das Gewässer zuständigen Verein oder Pächter. Wenn der nicht bekannt ist, werden diese Daten auch zentral bei … gesammelt.

Damit ist es dann für Sie erst mal getan. Für Vereine und Pächter geht es dann an dieser Stelle weiter mit:

  1. Melden der entdeckten Flusskrebsart an den zuständigen Angelverband.
  2. Bei amerikanischen Krebsarten sollte man sich beraten lassen, ob eine Analyse auf Krebspest sinnvoll ist, bspw. wenn es Edelkrebse in der Nähe gibt. Dies übernehmen in der Regel auch die Ansprechpartner bei den Anglerverbänden.
  3. Gegebenenfalls Vorsichtsmaßnahmen entwickeln, um einer weiteren Ausbreitung amerikanischer Arten entgegen zu wirken und eine Verbreitung der Krebspest zu verhindern.

Leider werden die Daten in Deutschland noch nicht an einer zentralen Stelle gesammelt. Dafür sind bisher die Behörden des jeweiligen Bundesland zuständig.

Edelkrebs erkennen

Darum sollten Sie Ihre Flusskrebsbeobachtung mit uns teilen!

Deutschland ist verpflichtet, etwas gegen die zunehmende Ausbreitung der amerikanischen Flusskrebsarten zu unternehmen. Zum einen, weil diese durch die Verbreitung der Krebspest unsere einheimischen Arten bedrohen, zum anderen aber auch weil sie massive Auswirkungen auf Amphibien, Wasserinsekten, Pflanzen und sogar Fischbestände, also das gesamte Gewässerökosystem haben können.

Um etwas zu unternehmen zu können, ist es aber wichtig zu wissen, wo überall bereits Flusskrebse vorkommen. Gerade bei kleineren und privaten Gewässern fehlt es an diesen Daten.