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Arktisches Meereis

Arktisches Meereis weiter auf dem Rückzug

Der heiße Sommer auf der Nordhalbkugel wirkt sich zwar nur moderat auf das Meereis aus, der Negativtrend setzt sich aber weiter fort.

Blick auf den Arktischen Ozean
[23. September 2022] 

Am 16. September erreichte das Meereis in der Arktis mit etwa 4,79 Millionen Quadratkilometern sein bisheriges jährliches Minimum und liegt damit auf Platz zwölf der Negativliste der mittleren Ausdehnung. Im Vergleich zu den letzten 15 Jahren ist das Meereis in 2022 zwar nicht überdurchschnittlich geschmolzen, setzt aber den Negativtrend seit 1979 fort. Wie diese aktuelle Entwicklung zu bewerten ist, erklären Forschende des Alfred-Wegener-Instituts und der Universität Bremen.


Neues Verfahren: Arktische Meereisdicke auch im Sommer erfassen

Ein internationales Forschungsteam mit AWI-Beteiligung hat ein Verfahren entwickelt, um aus Satellitendaten ganzjährig Eisdicken und Volumen in der Arktis abzuschätzen

Forschungsflugzeug über dem Arktischen Ozean
[14. September 2022] 

Die Arktis hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich schneller erwärmt als der Rest der Welt. Mit Folgen für das Meereis. Ein internationales Team mit Beteiligung des Alfred-Wegener-Instituts hat nun ein Verfahren entwickelt, das erstmals ermöglicht, die Veränderungen der arktischen Meereisdicke für die Jahre 2011 bis 2021 zu bestimmen – auch in den Sommermonaten. Die Daten sind von besonderer Bedeutung für die Schifffahrt in der Arktis und werden die Qualität von Wetter und Eisvorhersagen deutlich verbessern, wie die Forschenden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature berichten, wo der Beitrag Titelgeschichte ist.


Antarktis

Kaiserpinguine leben bis zu 600 Kilometer weiter nördlich als angenommen

Besenderungsprojekt weist nach, dass Jungtiere sich weit außerhalb bestehender und geplanter Schutzgebiete aufhalten

Kaiserpinguin-Kolonie
[31. August 2022] 

Junge Kaiserpinguine aus der Atka-Bucht nahe der deutschen Neumayer-Station III in der Antarktis schwimmen in ihrem ersten Lebensjahr bis weit über den 50. südlichen Breitengrad nach Norden hinaus. Somit sind sie durch bestehende und geplante Schutzgebiete und -maßnahmen nur unzureichend geschützt, berichten Forschende unter Beteiligung des Alfred-Wegener-Instituts in einer aktuellen Studie im Fachmagazin Royal Society Open Science.


Schwimmende Sommerschule

Internationale Polarstern-Expedition im Rahmen der UN-Ozeandekade startet in Bremerhaven

Polarstern verlässt seinen Heimathafen Bremerhaven
[29. August 2022] 

14 wissenschaftliche Nachwuchskräfte aus aller Welt brechen am 30. August von Bremerhaven nach Kapstadt auf. Auf dem sogenannten Nord-Süd-Atlantik-Training-Transekt erhalten sie Einblicke in die Meereswissenschaften und führen Kurzprojekte zu den Wechselwirkungen zwischen Ozean, Atmosphäre und Klima durch. Im Gepäck haben sie drei kleine Miniboote, die von Schulkindern aus Deutschland, Irland und Spanien zusammengebaut wurden und die Messgeräte enthalten, die die Luft- und Wassertemperatur messen.


Korallenriffe

Rettende Wimpernschläge

Steinkorallen nutzen einen raffinierten körpereigenen Ventilator, um sich vor Umweltstress zu schützen

Steinkorallen können mithilfe von winzigen Flimmerhärchen die Strömungsverhältnisse in ihrer Umgebung beeinflussen und sich so vor schädlichen Sauerstoffkonzentrationen schützen.
[23. August 2022] 

Sterbende Riffe und einstmals bunte Korallenstöcke, die jede Farbe verloren haben: Der Klimawandel setzt den Architekten der Unterwasser-Städte massiv zu. Die sogenannte Korallenbleiche greift durch das wärmer werdende Wasser immer weiter um sich. Doch nicht alle Korallen reagieren darauf gleich empfindlich. Ein internationales Team um das Alfred-Wegener-Institut und das Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie hat nun eine mögliche Erklärung dafür: Mithilfe von winzigen Flimmerhärchen können Korallen die Strömungsverhältnisse in ihrer Umgebung beeinflussen und sich so vor schädlichen Sauerstoffkonzentrationen schützen, berichten die Forscher im Fachjournal Current Biology.


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