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Pressemitteilung

Wissenschaftler untersuchen Krill im Südpolarmeer

[06. Mai 2004] 

Wissenschaftler an Bord des Forschungsschiffes „Polarstern“ waren in den vergangenen sechs Wochen im bisher kaum erforschten Lazarewmeer dem Krill auf der Spur. Die Expedition endete heute in Kapstadt. Als Nahrung für Wale, Robben, Pinguine und Seevögel nimmt Krill eine Schlüsselstellung im Ökosystem der Antarktis ein. Über die Verteilung, Biologie, Populationsdynamik und Physiologie dieser Leuchtgarnelen im Lazarewmeer und in der Übergangszeit vom Herbst zum Südwinter ist noch sehr wenig bekannt. Noch bevor die zunehmende industrielle Nutzung von Krillprodukten Auswirkungen auf Krillbestände und damit auf das antarktische Ökosystem haben kann, wollen die Wissenschaftler Informationen für die Bestandssicherung von Krill sammeln.


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Kohlendioxid: Mit dem Zuckerexpress in die Tiefe des Ozeans

[29. April 2004] 

In den Weltmeeren kann wesentlich mehr von dem Treibhausgas Kohlendioxid in die Tiefsee transportiert werden, als bisher angenommen. Darauf weisen Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven und des Laboratoire d’Océanographie de Villefranche in Frankreich in der heutigen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature hin (siehe unten). In ihrer Arbeit zeigen die Wissenschaftler, dass die im Wasser gelösten, von Algen produzierten Zuckermoleküle durch ihre Zusammenlagerung Partikel bilden. Diese Partikel spielen eine wesentliche Rolle bei dem vertikalen „Transport“ organischer Kohlenstoffverbindungen in die Tiefsee. Bislang war man von der Annahme ausgegangen, dass gelöste organische Substanzen nicht zum vertikalen…


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Auswirkungen von Klimaänderungen auf die Ozonschicht größer als bisher angenommen

[28. April 2004] 

Forschern ist es gelungen, die Beziehung zwischen dem Ozonabbau in der arktischen Atmosphäre und Klimaänderungen zu bestimmen. Aktuelle Beobachtungen zeigen, dass die Ozonschicht über der Arktis auf Klimaveränderungen erheblich empfindlicher reagiert, als bisher angenommen wurde. Eine im "Geophysical Research Letters " (s.u.) veröffentlichte Studie beweist, dass die Klimabedingungen der Stratosphäre innerhalb der letzten vierzig Jahre den Abbau von Ozon in der Arktis unterstützen. Nach der Auswertung der Ozon-Messdaten der letzten zwölf Jahre konnten die Forscher die Auswirkungen der Temperaturschwankungen auf die arktischen Ozonverluste genau bestimmen: "Für jedes Grad Celsius Abkühlung haben wir mit 15 Dobson Einheiten zusätzlichen Ozonverlustes zu rechnen. Das ist…


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Satellitencheck: AWI-Polarflugzeug in der Arktis

[22. April 2004] 

Das Flugzeug Polar 4 des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) ist bis zum 7. Mai in der Arktis unterwegs. Die Messkampagne CryoVex 2004 dient der Vorbereitung der Mission des europäischen Satelliten CryoSat, der ab November diesen Jahres die polaren Eiskappen und das Meereis vermessen soll. Er soll feststellen, ob das Eis, als Reaktion auf das sich global ändernde Klima, zu- oder abnimmt.


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Eisendüngung des Ozeans steigert Nahrung für Tierwelt und verlagert Kohlendioxid in die Tiefsee

[02. April 2004] 

Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern an Bord des Forschungsschiffes „Polarstern“ des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) hat in einem kürzlich beendeten Experiment im Südatlantik nachgewiesen, dass eine durch Eisendüngung erzeugte Algenblüte Kohlendioxid aus der Atmosphäre in die Tiefsee „transportiert“. Zusätzlich hat die Blüte das Wachstum von Algen fressenden Planktontieren wie Ruderfußkrebsen und Krill gefördert. Diese Tiere werden als Grundlage der Nahrungskette der für die Fischerei wichtigen Bestände von Sardinen, Heringen, Thunfischen und Walen betrachtet.


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