Forschungseisbrecher Polarstern

Wahrzeichen der deutschen Polarforschung

Das Forschungsschiff Polarstern ist das wichtigste Werkzeug der deutschen Polarforschung und das Flaggschiff des Alfred-Wegener-Institutes. Es wurde am 9. Dezember 1982 in Dienst genommen und ist bis heute eines der leistungsfähigsten Polarforschungsschiffe weltweit.

An durchschnittlich 305 Tagen im Jahr ist Polarstern im Einsatz. Zwischen November und März kreuzt das Forschungsschiff üblicherweise in der Antarktis, in den Sommermonaten forschen Wissenschaftler in arktischen Gewässern. Dabei legt Polarstern in jedem Jahr gut 50 000 Seemeilen zurück – das entspricht gut zwei Erdumrundungen auf Höhe des Äquators. Der Forschungseisbrecher Polarstern kann sogar in der Packeiszone arbeiten, denn das Schiff ist ein Kraftpaket: Bis zu 1,5 Meter dickes Eis bricht das Schiff mit seinem doppelwandigen Stahlrumpf und 20 000 PS problemlos. Den Weg durch dickeres Eis bahnt es sich durch Rammen. Außerdem ist Polarstern für Temperaturen von bis zu -50 Grad Celsius gewappnet und kann sogar im Eis der Polarmeere überwintern.

Wissenswertes
HeimathafenBremerhaven
Länge118 Meter
Breite25 Meter
Maximaler Tiefgang11,2 Meter
Indienststellung1982

Gut ausgestattet

Im Bauch des Schiffes arbeitet und lebt eine Schiffscrew von bis zu 44 Personen und außerdem maximal 55 Wissenschaftler:innen und Techniker:innen. In neun wissenschaftlichen Laboren machen internationale Forschende biologische, geologische und geophysikalische, aber auch glaziologische, chemische sowie ozeanographische und meteorologische Forschungsarbeiten. Polarstern hat eine Grundausstattung wissenschaftlicher Geräte an Bord, zwischen den Expeditionen ist das Schiff jedoch „nackt“. Denn wie die Labore ausgerüstet werden, welche wissenschaftlichen Geräte und ob zusätzlich Laborcontainer mit an Bord gehen, hängt von den Fragestellungen und den Forschungsvorhaben der Wissenschaftler ab, die an einer Expedition teilnehmen.

Außerdem hat Polarstern meistens auch zwei Helikopter und Schlauchboote an Bord - das ist wichtig, damit Wissenschaftler bei Messungen auch den Einflussbereich des Schiffes verlassen können. Die Helikopter nutzen die Forscher beispielsweise zur Walbeobachtung und zum Schleppen von Messgeräten wie dem EM-Bird, ein Gerät mit dem Wissenschaftler die Eisdicke im Überflug messen. Die unzähligen wissenschaftlichen Messdaten verschiedener Projekte werden laufend von einem Bordrechnersystem erfasst, gespeichert und bei Bedarf weitergeleitet.

Ohne Polarstern wäre auch die Forschung an den Stationen des Alfred-Wegener-Instituts nicht möglich. Mithilfe von Polarstern versorgt das AWI zum Beispiel die antarktische, ganzjährig besetzte Neumayer- Station III. Die Lieferungen umfassen alles von frischem Gemüse für das Stations-Team, über modernstes IT-Equipment bis hin zu Schrauben und Teilen zur Instandhaltung der Station.

Neuigkeiten von Bord

Neuigkeiten von Bord gibt es regelmäßig in der Polarstern-App. Hier können Sie sich die Berichte zusätzlich als Wochenberichte in PDF-Form herunterladen:

PS 152 | 03.-08. Januar 2026
PS 152 | 30. Dezember 2025-02.01.2026
PS 152 | 23.-29. Dezember 2025








 

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