UN-Klimakonferenz in Glasgow // COP26

Die Welt schaut nach Glasgow: Vom 1. bis 12. November 2021 treffen sich Staatsoberhäupter, Organisationen und Forschende zur Weltklimakonferenz COP26. Es geht vor allem darum, die nationalen Maßnahmen und Ziele zu überprüfen und weiterzuentwickeln, um die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen. Denn die Auswirkungen des Klimawandels sind jetzt schon mit weitreichenden Folgen zu sehen und zu spüren.

Die 26. Conference of the Parties (COP) des United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) gilt als Deadline für ambitionierten Klimaschutz und damit als wichtigste Klimakonferenz seit Paris 2015. Damals haben 195 Staaten ein völkerrechtlich verbindliches Übereinkommen erzielt, die globale Erwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen – auf deutlich unter zwei Grad Celsius, möglichst auf 1,5 Grad Celsius. Nachdem sie das Abkommen ratifiziert hatten, legten die Staaten nationale Klimapläne fest, die die Erreichung dieser Ziele ermöglichen sollen.

2021 stehen diese national festgelegten Beiträge auf dem Prüfstand: Laut dem Pariser Klimaabkommen müssen Länder alle fünf Jahre ambitioniertere Klimaschutzziele vorlegen. Das geschieht nun zum ersten Mal in Glasgow. Dass die nationalen Bemühungen bisher nicht ausreichen, um das Zwei Grad-Ziel zu erreichen, zeigte der sechste Sachstandsbericht des Weltklimarats IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) und die aktuelle Betrachtung des UNEP (United Nations Environment Programme): Nach derzeitigen Entwicklungen würde sich die Erde global bereits 2030 um 1,5 Grad Celsius erwärmt haben, bis zum Ende des Jahrhunderts sogar um 2,7 Grad.

Wie ambitionierte Maßnahmen finanziert und Entwicklungsländer im Kampf gegen die Auswirkungen der globalen Erwärmung unterstützt werden sollen, sind zentrale Themen in den Beratungen der Staats- und Regierungschefs in Glasgow.

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