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IPCC Sonderbericht

Der Handlungsdruck ist enorm

Stellungnahmen zum neuen IPCC-Sonderbericht „Ozeane und Kryosphäre im Klimawandel“ von Hans-Otto Pörtner und AWI-Direktorin Antje Boetius

Icebergs in the bay of Rothera. Photo: Robert Ricken, Alfred-Wegener-Institut

Fotos von der Polar 6-Kampagne an der Antarktischen Halbinsel im November 2013; Meereisdickenmessungen ueber der Bellinghausensee;  Start und Landungen an der britischen Forschungsstation Rothera;
Flüge für das Projekt AMASIM (Airborne Measurements for Antarctic Sea Ice Monitoring), ein Teil des Profils war entlang einer Überflugbahn des CryoSat-2 Satelliten angelegt. Ziel der Vergleichsflüge ist es, Algorithmen zur verbesserten Auswertung der CryoSat-2 Daten aus den höher auflösenden flugzeuggestützten Messungen zu erarbeiten.

English:
photos from the Polar 6 flight campaign in November 2013; location: Antarctic Peninsula, main base: research station Rothera (UK); campaigns: sea ice thickness measurements across the Bellinghausen sea (Project: AMASIM - Airborne Measurements for Antarctic Sea Ice Monitoring; validation for CryoSat2; flight across the Larsen shelf ice.
[25. September 2019] 

Der Weltklimarat IPCC stellt heute in Monaco seinen neuen Sonderbericht über den Ozean und die gefrorenen Regionen der Erde vor. Das Gutachten fasst Beobachtungen und Projektionen zu den klimabedingten Veränderungen der Ökosysteme von Ozeanen, Küsten, Polar- und Gebirgsregionen zusammen, beschreibt die Folgen für die Gesellschaft und zeigt mögliche Anpassungsoptionen auf. An dem Report hatten in den zurückliegenden drei Jahren 104 Forscherinnen und Forscher aus 36 Ländern mitgearbeitet. In den folgenden zwei Stellungnahmen ordnen Prof. Dr. Hans-Otto Pörtner, Ko-Vorsitzender der IPCC-Arbeitsgruppe II, und AWI-Direktorin Prof. Dr. Antje Boetius den neuen Bericht ein.


Expedition-MOSAiC

Heute Abend startet mit MOSAiC die größte Arktis-Forschungsexpedition aller Zeiten

Eingefroren im arktischen Meereis erforschen Wissenschaftler aus 17 Nationen mit dem Forschungseisbrecher Polarstern ein Jahr lang das Epizentrum des Klimawandels.

Das deutsche Forschungsschiff Polarstern in der zentralen Arktis, Aufnahme von der Sommer-Expedition 2015
[20. September 2019] 

Nach einem Jahrzehnt der Vorbereitungen ist es soweit: Heute Abend um 20:30 Uhr verlässt der deutsche Eisbrecher Polarstern den Hafen im norwegischen Tromsø. An Bord erforschen Wissenschaftler eine im Winter nahezu unerreichbare Region, die entscheidend für das globale Klima ist.


Arktisches Meereis

Geringe Meereisbedeckung in der Arktis

Zweitniedrigstes Septemberminimum seit Beginn der Beobachtungen

Diese Aufnahme stammt aus der IceCam des EM-Birds, einem Meereisdickensensor, der unter einem Hubschrauber hängend über das Meereis geflogen wird. Die Kamera ist derart in das Geräte eingebaut, dass sie immer senkrecht in die Tiefe fotografiert.

This image was taken with the IceCam, installed in the hull of the EM-Bird, the AWI sea ice thickness measuring sensor, which in pulled underneath a helicopter above the sea ice to measure its thickness. The camera points vertically downwards and takes photos of the area directly underneath the bird.
[13. September 2019] 

Die Meereisausdehnung in der Arktis nähert sich dem jährlichen Minimum zum Ende der Schmelzperiode im September. Nur noch etwa 3,9 Millionen Quadratkilometer des Arktischen Ozeans sind von Meereis bedeckt, wie Wissenschaftler vom Alfred-Wegener-Institut und der Universität Bremen berichten. Damit liegt das jährliche Minimum erst zum zweiten Mal seit Beginn der Satellitenmessungen im Jahr 1979 unter vier Millionen Quadratkilometern.


Klimamodellierung

Neues Klimamodell für den Weltklimarat

AWI-Klimamodellrechnungen erstmals mit Grundlage für den Sachstandsbericht des IPCC

Symbolbild Klimamodellierung

Image climate modeling.
[04. September 2019] 

Klimaforscher vom Alfred-Wegener-Institut beliefern jetzt erstmals die Datenbank für den Weltklimarat direkt mit Ergebnissen aus ihren globalen Computermodellierungen. Die Daten sind von besonderem Interesse, weil das zugrundeliegende, am AWI entwickelte Modell das Meereis und die Ozeane deutlich besser auflöst als herkömmliche Verfahren. Die Ergebnisse werden weltweit von Klimawissenschaftlern und Stakeholdern genutzt, um die Folgen des Klimawandels für den Menschen und die Natur zu bestimmen.


AWI-Hausgarten

Jubiläum im Hohen Norden

20 Jahre ökologische Langzeituntersuchungen im tiefen Arktischen Ozean

Besatzungsmitglieder ziehen ein Multinetz an Bord. Es besteht aus
fünf Netzen, mit denen die Forscher über fünf verschiedene Horizonte der Wassersäule hauptsächlich Zooplankton fangen.

Crew members pull a multi net onboard. It consits of five nets, which are used to catch zooplankton in five different horizons of the water column.

Fotos von der Polarstern-Expedition ARK-XXVII-1 im Sommer 2012 (14. Juni - 15. Juli 2012, Bremerhaven-Longyearbyen); 
Forschungsschwerpunkte: 

Ozeanografie: Projekt ACOBAR - Messung von Salzgehalt, Sauerstoff und Wassertemperatur an 80 Stationen entlang eines Schnittes bei 78°50' N;

Biologie: Netzfänge und Sedimentprobennahme an den Stationen; Amphipoden-Untersuchungen (PECABO); Beobachtungen von Seevögeln und Meeressäugern; 

engl: 

Photo taken by Sebastian Menze during the Polarstern expedition ARK-XXVII-1 in summer 2012 into the Fram Strait, duration: 14th June - 15th July 2012
[29. August 2019] 

Vor 20 Jahren haben Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) den „Grundstein“ für ein einzigartiges Langzeitobservatorium in der teilweise eisbedeckten Framstraße zwischen Grönland und Spitzbergen gelegt, das sie ihren HAUSGARTEN nennen. Das Tiefsee-Observatorium ist das erste und nach wie vor einzige seiner Art für ganzjährige physikalische, chemische und biologische Beobachtungen in einer polaren Region. Forschende gehen hier der Frage nach, wie sich ein polares Meeres-Ökosystem in Zeiten globalen Wandels verändert.


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