Qualitätssicherung der Ballastwasserbeprobung

BAllast water test QUality Assurance (BAQUA)

In Zusammenarbeit mit dem BSH (Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie) wird eine Prüfanlage entwickelt, um die Methoden der Ballastwasserentnahme auf Schiffen qualitativ zu prüfen.

Das aufgenommene Ballastwasser zur Stabilisierung eines Schiffes wird mitunter weite Strecken über die Ozeane transportiert. Damit die Organismen im Wasser nicht verschleppt werden, gibt es verschiedene Systeme zur Ballastwasseraufbereitung. Zur Überprüfung dieser Aufbereitung werden auf den Schiffen regelmäßig Proben genommen, die auf lebende Organismen hin untersucht werden. Dieser Probenentnahme kommt besondere Bedeutung zu, da sie grundlegend für eine aussagekräftige Analyse und repräsentative Ergebnisse ist.

Nach der von der IMO (International Maritime Organisation) verabschiedete Richtlinie "G8" zum Ballastwasser-Übereinkommen sollen die Prüfinstitute die Möglichkeit bekommen, ihre Methode der Probenentnahme an einer unabhängigen Prüfanlage zu qualifizieren. Bisher gibt es jedoch keine Anlage, die eine solche Qualifizierung der Ballastwasserentnahme ermöglicht.

Das Ziel des Projektes am AWI ist daher der Bau einer Testanlage, die den G8-Richtlinien entspricht. Zunächst wird an einem Prototyp in kleinem Maßstab überprüft, wie ein bestmögliches Anlagendesign realisiert werden kann. Dabei muss besondere Rücksicht auf die empfindlichen Organismen im Anlagenwasser genommen werden, die die natürlich vorkommenden Planktonarten im Ballastwasser repräsentieren.

Im zweiten Schritt erfolgt eine Hochskalierung, wobei die physikalischen Veränderungen durch den größeren Wasserkörper beachtet werden müssen.

Als Ausblick ist vom BSH schließlich eine Ringversuchsanlage geplant, die die Umsetzung von Ringversuchen zur repräsentativen Probenentnahme ermöglicht.