Charakterisierung neuer antibiotischer Prinzipien gegen WHO-Prioritätspathogene von nachhaltig produzierten Meeresschwämmen für pharmazeutische Anwendungen

Das Projekt MedSpon konzentriert sich auf zwei im Mittelmeerraum vorkommende Schwammspezies: Chondrosia reniformis und Axinella polypoides. Ziel des Projektes ist die Optimierung eines nachhaltigen Aquakulturverfahrens unter Berücksichtigung von wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Marikultur dieser Arten, indem erfolgreich Schwammfragmente gezüchtet werden, die als Lieferant für in den Schwämmen enthaltenen Sekundärmetaboliten dienen sollen.

Unter Berücksichtigung der Variabilität in der Produktion von Sekundärmetaboliten im Lebenszyklus der Schwammspezies wird Projektpartner Polytechnic University of Marche in Ancona gezielte Studien an Wildpopulation durchführen. Die erlangten Ergebnisse aus Habitatsuntersuchungen und Feldversuchen an den beiden Schwammspezies werden für die Biomasseproduktion im landgestützten Aquakultur-Kreislaufsystem (RAS) bereitgestellt. Hier werden unter kontrollierten Bedingungen verschiedene abiotische Faktoren- und Futtervariationen getestet, um optimale Aufzuchtbedingungen für bioaktive Inhalte zu schaffen.

Unterstützend sollen zudem die Schwammspezies genetisch mit Hilfe der Real-time PCR untersucht werden, um die Menge der bekannten assoziierten Symbionten und ihren Einfluss auf die Fitness der jeweiligen Schwammspezies zu bestimmen.

Die Sekundärmetabolite aus C. reniformis und A. polypoides dienen dem Projektpartner KliniPharm für die Entwicklung von neuartigen Produkten im Bereich Nutrazeutika und Kosmezeutika. Im Fokus des Projektes stehen antimikrobielle Aktivitäten von Schwammextrakten sowie antibiotische Wirkprinzipien in marinen Schwämmen gegen WHO relevante Pathogene. Unterstützend erfolgt ein Screening im Ägäischen Meer durch den Projektpartner SpongiPharm nach neuen Kandidaten mit pharmazeutischem Potenzial für die Schwammaquakultur.


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