Förderung

AWI-Postdoktorand Michael Fritz erhält zweijähriges Stipendium

Daimler und Benz Stiftung fördert jedes Jahr zehn Wissenschaftler
[11. März 2016] 

Wie Kohlenstoffe, Nährstoffe und Sedimente entlang der arktischen Küsten transportiert werden und welche Auswirkungen sie im Arktischen Ozean haben, diesen Fragen widmet sich AWI-Geowissenschaftler und Postdoktorand Dr. Michael Fritz. Für sein Forschungsprojekt erhält er nun zwei Jahre lang ein Stipendium der Daimler und Benz Stiftung.

„In den dauerhaft gefrorenen Böden der Arktis lagert doppelt so viel Kohlenstoff, wie sich in unserer Atmosphäre befindet. Globale Temperaturerhöhung und Meeresspiegelanstieg lassen Permafrost auftauen und führen zu verstärkter Küstenerosion, so dass der Kohlenstoff schneller entweicht “, erklärt Michael Fritz. „Alle jüngeren Studien zeigen, dass Küstenerosion sich in den vergangenen Jahren beschleunigt hat. Noch wissen wir aber nicht, wie viel Kohlenstoff durch Küstenerosion in den Arktischen Ozean eingetragen wird, wie er dort selbst auf das Klima einwirkt und wie Küstenerosion die Ökosysteme beeinflusst.“ Aufschluss darüber sollen unter anderem Kernbohrungen im Meeresboden geben.

Die Daimler und Benz Stiftung fördert jedes Jahr zehn Postdoktoranden, Juniorprofessoren oder Leiter junger Forschungsgruppen. So soll die Autonomie und Kreativität der nächsten Wissenschaftlergeneration gestärkt werden. Das Geld dient zur Finanzierung wissenschaftlicher Hilfskräfte, technischer Ausrüstung, Forschungsreisen oder zur Teilnahme an Tagungen.

Das Stipendium ist für Michael Fritz auch deshalb eine besonders große Auszeichnung, weil es ein fächerunabhängiges Programm ist. Unter der hohen Zahl an Bewerbern konkurrieren also Naturwissenschaftler mit Ingenieuren, Geisteswissenschaftlern, Medizinern oder etwa Theologen.

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