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Klimaforschung

Veränderungen südpazifischer Höhenwinde beeinflussen Antarktis langfristig

Neue Erkenntnisse aus der Erdgeschichte verbessern das Verständnis von Klimamechanismen

[04. November 2019] 

Die Höhenwinde des südlichen Westwindgürtels, der fast die Hälfte des Globus umfasst, haben sich in den letzten 1 Millionen Jahren über dem Südpazifik nicht so gleichförmig verhalten wie angenommen. Stattdessen verändern sie sich zyklisch auf langen Zeitskalen von ca. 21.000 Jahren. Eine neue Studie belegt nun eine enge Kopplung des Klimas der mittleren und hohen Breiten an das der Tropen im Südpazifik, mit Konsequenzen für die Kohlenstoffbilanz des pazifischen Südozeans und die Stabilität des westantarktischen Eisschildes. 


MOSAiC-Expedition

Eine Festung aus Eis und Schnee

MOSAiC-Expedition startet Eisdrift auf einer Scholle bei 85 Grad Nord und 137 Grad Ost

[04. Oktober 2019] 

Nach nur wenigen Tagen haben Wissenschaftler der MOSAiC-Expedition eine Eisscholle gefunden, auf der sie das Forschungscamp für die einjährige Drift durch das Nordpolarmeer aufbauen wollen. Damit ist einer der wichtigsten Meilensteine der Expedition bereits vor dem geplanten Termin und vor Einbruch der Polarnacht erreicht. Die Suche mit Hilfe von Satelliten, zwei Eisbrechern, Helikopterflügen und Erkundungsmissionen auf dem Eis war dennoch eine enorme Herausforderung – unter anderem weil es nach dem warmen Sommer kaum ausreichend dicke Schollen in der Ausgangsregion der Expedition gibt.


IPCC Sonderbericht

Der Handlungsdruck ist enorm

Stellungnahmen zum neuen IPCC-Sonderbericht „Ozeane und Kryosphäre im Klimawandel“ von Hans-Otto Pörtner und AWI-Direktorin Antje Boetius

[25. September 2019] 

Der Weltklimarat IPCC stellt heute in Monaco seinen neuen Sonderbericht über den Ozean und die gefrorenen Regionen der Erde vor. Das Gutachten fasst Beobachtungen und Projektionen zu den klimabedingten Veränderungen der Ökosysteme von Ozeanen, Küsten, Polar- und Gebirgsregionen zusammen, beschreibt die Folgen für die Gesellschaft und zeigt mögliche Anpassungsoptionen auf. An dem Report hatten in den zurückliegenden drei Jahren 104 Forscherinnen und Forscher aus 36 Ländern mitgearbeitet. In den folgenden zwei Stellungnahmen ordnen Prof. Dr. Hans-Otto Pörtner, Ko-Vorsitzender der IPCC-Arbeitsgruppe II, und AWI-Direktorin Prof. Dr. Antje Boetius den neuen Bericht ein.


Expedition-MOSAiC

Heute Abend startet mit MOSAiC die größte Arktis-Forschungsexpedition aller Zeiten

Eingefroren im arktischen Meereis erforschen Wissenschaftler aus 17 Nationen mit dem Forschungseisbrecher Polarstern ein Jahr lang das Epizentrum des Klimawandels.

[20. September 2019] 

Nach einem Jahrzehnt der Vorbereitungen ist es soweit: Heute Abend um 20:30 Uhr verlässt der deutsche Eisbrecher Polarstern den Hafen im norwegischen Tromsø. An Bord erforschen Wissenschaftler eine im Winter nahezu unerreichbare Region, die entscheidend für das globale Klima ist.


Arktisches Meereis

Geringe Meereisbedeckung in der Arktis

Zweitniedrigstes Septemberminimum seit Beginn der Beobachtungen

[13. September 2019] 

Die Meereisausdehnung in der Arktis nähert sich dem jährlichen Minimum zum Ende der Schmelzperiode im September. Nur noch etwa 3,9 Millionen Quadratkilometer des Arktischen Ozeans sind von Meereis bedeckt, wie Wissenschaftler vom Alfred-Wegener-Institut und der Universität Bremen berichten. Damit liegt das jährliche Minimum erst zum zweiten Mal seit Beginn der Satellitenmessungen im Jahr 1979 unter vier Millionen Quadratkilometern.


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