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Kooperation

Neues Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität

Alfred-Wegener-Institut und Universität Oldenburg intensivieren Zusammenarbeit in der Meeresbiologie

[13. Oktober 2016] 

Sie liefern uns Nahrung und Rohstoffe, beeinflussen Luftqualität und Weltklima, bauen Schadstoffe ab, dienen als Orte für Erholung und Tourismus – die marinen Ökosysteme. Die Funktion dieser Ökosysteme – und damit die Grundlage auch menschlichen Wohlbefindens – hängt von der biologischen Vielfalt der Meere ab. Wie der Klimawandel und menschliche Einflüsse die marine Biodiversität verändern, werden Wissenschaftler künftig an einem neuen Institut untersuchen.


Meeresspiegelanstieg

Grönland verliert mehr Eis als gedacht

Aktuelle Science Advances-Studie stellt Auswertung neuer GPS- und Satellitenmessungen vor

[22. September 2016] 

Der Eismassenverlust Grönlands ist größer als angenommen. Das zeigt eine Studie eines Teams von Forscherinnen und Forschern, an der auch Ingo Sasgen vom Alfred-Wegner-Institut und Kevin Fleming vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ beteiligt waren. Die Veröffentlichung in Science Advances belegt, dass bei der Bestimmung der Eismassenbilanz Grönlands mit der Satellitenmission GRACE die so genannte viskoelastische Hebung der Erdkruste nicht korrekt modelliert und abgezogen wurde.


Klimawandel

Tropische Korallenriffe verlieren durch Ozeanversauerung zwei Drittel ihres Zooplanktons

Dramatischer Rückgang hat schwerwiegende Folgen für Korallenriffe

Ein gesundes tropische Korallenriff mit normalem pH-Wert des Wassers. Milne Bay Provinz, Papua Neuguinea. Hier wachsen viele Geweihkorallen, die mit ihren Ästen ausreichend Versteckmöglichkeiten für Kleinkrebse bieten.
[19. September 2016] 

Tropische Korallenriffe verlieren durch Ozeanversauerung bis zu zwei Drittel ihres Zooplanktons. Zu diesem Ergebnis kommt ein deutsch-australisches Forscherteam, welches die Riffe um Kohlendioxid-Austrittsstellen vor der Küste Papua Neuguineas untersucht hat. An diesen vulkanischen Quellen entweicht so viel Kohlendioxid aus dem Meeresboden, dass das Wasser jenen Säuregrad besitzt, den Wissenschaftler für die Zukunft der Weltmeere vorhersagen. Den Rückgang des Zooplanktons erklären die Forscher mit dem Verlust geeigneter Versteckplätze. Er wird hervorgerufen, weil sich die Korallengemeinschaft des Riffes mit zunehmender Versauerung verändert. Anstelle dicht verzweigter Geweihkorallen wachsen dann robuste helmförmige Arten von Steinkorallen, die dem Zooplankton kaum…


Arktischer Ozean

Offenes Wasser um den Nordpol: Arktisches Meereis auf dem Rückzug

September-Minimum von 4,1 Millionen Quadratkilometer ist zweitkleinste Meereisfläche seit Beginn der Satellitenmessungen

Meereisdickenmessungen mit dem AWI-Forschungsflugzeug Polar 6 nördlich Grönlands, August 2016. Von Bord des Flugzeuges aus bedienen die Meereisphysiker eine Winde, welche das torpedoförmige Messgerät in die Tiefe hinabsinken lässt.
[13. September 2016] 

In diesem September ist die Fläche des Arktischen Meereises auf eine Größe von knapp 4,1 Millionen Quadratkilometern abgeschmolzen. Dies ist die zweitkleinste Fläche seit Beginn der Satellitenmessungen. Weniger Meereis gab es nur im Negativ-Rekord-Jahr 2012 mit 3,4 Millionen Quadratkilometern.


Mikroplastik im Meer

Krankheitserregende Bakterien per Anhalter durch Nord- und Ostsee?

AWI-Forscher weisen erstmalig lebende, potentiell krankheitserregende Vibrionen auf Mikroplastikpartikeln nach

[21. Juli 2016] 

Mit steigender Wassertemperatur nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, dass in Nord- und Ostsee potentiell krankheitserregende Bakterien auftreten. AWI-Wissenschaftler haben jetzt nachgewiesen, dass eine Gruppe dieser Bakterien, sogenannte Vibrionen, auch auf Mikroplastikpartikeln leben können. Sie wollen zukünftig die Rolle der Partikel für die Anreicherung und mögliche Verbreitung dieser Bakterien genauer untersuchen.


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