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Polarstern-Expedition endet in Bremerhaven

Wie verändert sich das Ökosystem um die Antarktische Halbinsel?

Forscher untersuchen an Bord des Forschungsschiffes Polarstern Krill und Salpen

Krilllarven unter dem Meereis des Weddellmeeres
[07. Juni 2018] 

Rund um die Antarktische Halbinsel gab es noch im Herbst große Mengen an laichreifem Krill und Salpen. Bedingt durch wärmere Wassertemperaturen setzte die Meereseisbildung spät ein, so dass einzellige Algen, die wesentliche Nahrungsgrundlage dieser Tiere, in hoher Konzentration vorkamen. Wie sich das Leben im Südozean an solche Änderungen anpassen wird war ein wichtiges Thema der diesjährigen Antarktissaison des Forschungsschiffes Polarstern, die am Montag, den 11. Juni 2018 nach knapp sechs Monaten mit dem Einlaufen des Schiffes in seinen Heimathafen Bremerhaven endet.


Klimaveränderungen

Die Donau friert seit rund 70 Jahren kaum noch zu

Wärmer werdende Winter und die vom Menschen verursachten Flusseinträge verhindern seit den 1950er Jahren eine regelmäßige Eisbildung auf Europas zweitgrößtem Fluss.

Donau-Durchbruch beim Kloster Mraconia an der Grenze zwischen Rumänien und Serbien.
[21. Mai 2018] 

Dass man früher in nahezu jedem Winter auf der unteren Donau Schlittschuh laufen konnte, wissen heute nur noch die älteren Bewohner der Donau-Delta-Region. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts friert Europas zweitgrößter Fluss nämlich nur noch in Ausnahmefällen zu. Grund dafür sind die steigenden Winter- und Wassertemperaturen in Mittel- und Osteuropa, wie ein deutsch-rumänisches Forscherteam jetzt herausgefunden hat.


Meeresspiegelanstieg

Gletscherschmelze unter Beobachtung

AWI beteiligt sich mit zwei Millionen Euro an den Kosten für eine neue Satellitenmission

Illustration GRACE-FO über der Antarktis
[17. Mai 2018] 

Vor einigen Monaten verglühten die zwei Erdbeobachtungs-Satelliten der GRACE-Mission in der Atmosphäre. Zwar war dieses Ende planmäßig, doch riss es den Experten des Alfred-Wegener-Instituts eine Lücke in die Erforschung der Eisverluste in der Antarktis und in Grönland. Nun startet endlich die Nachfolge-Mission. Sie wird wesentlich dazu beitragen, den künftigen Meeresspiegelanstieg besser abschätzen zu können.


Arktis

Algenfahrstuhl in die Tiefsee

AWI-Forscher entdecken neues Phänomen unter dem arktischen Meereis

Probe vom Meeresboden
[17. Mai 2018] 

Winzige Gipsnadeln können Algen so schwer machen, dass diese im Eiltempo absinken und auf diesem Weg große Mengen an Kohlenstoff in die Tiefsee transportieren. Dieses Phänomen haben Experten des Alfred-Wegener-Instituts erstmals in der Arktis beobachtet. Durch diesen massiven Algen-Abtransport könnten künftig dem Oberflächenwasser auch große Mengen an Nährstoffen verloren gehen.


Biodiversität

Neue Tierart in der Nordsee

Forscher beschreiben neu entdeckten Flohkrebs Epimeria frankei unter Verwendung umfangreicher Erbgutinformationen

Neue Flohkrebsart  und Schwesterart
[02. Mai 2018] 

Wissenschaftlern des Alfred-Wegener-Instituts und der Universitäten Oldenburg und Potsdam ist der Nachweis einer neuen Flohkrebsart in der Nordsee gelungen. Sie nutzten erstmals überhaupt im Zuge einer Artneubeschreibung Erbgutinformationen, die sonst in anderen Bereichen der Genetik verwendet werden. Veröffentlicht wurde die Neuentdeckung von Epimeria frankei jetzt im Fachmagazin Scientific Reports. In der Zukunft könnten solche detaillierten Informationen mittels moderner molekularer Verfahren die Biodiversitätsforschung revolutionieren.


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