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Höchstdotierte europäische Umweltauszeichnung

Prof. Antje Boetius erhält den Deutschen Umweltpreis 2018

Bundespräsident Steinmeier wird die Tiefsee- und Polarforscherin Ende Oktober ehren

Prof. Dr. Antje Boetius,deutsche Meeresbiologin und Professorin der Universität Bremen,
seit November 2017 leitet sie das Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven.
Geboren: 5. März 1967 (Alter 51 Jahre), Frankfurt am Main
Ausbildung: Universität Hamburg
Feld: Meeresbiologie
Auszeichnungen: Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis, Gustav-Steinmann-Medaille,Deutscher Umweltpreis 2018
[23. August 2018] 

Der deutsche Umweltpreis 2018 geht an Antje Boetius sowie ein Team von Abwasserexperten aus Leipzig. Die Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) freut sich, dass mit der Tiefsee und den Polarregionen die letzten großen Naturräume Aufmerksamkeit erlangen. Helmholtz-Präsident Prof. Otmar D. Wiestler würdigt sie als starke Fürsprecherin für den Schutz der Weltmeere.


Permafrost

Wie arktische Seen zum Klimawandel beitragen

Beitrag des tauenden Permafrosts zur Klimaerwärmung könnte sich bis 2050 verdoppeln

Arktische Seenlandschaft, Alaska
[20. August 2018] 

Die Freisetzung von Methan aus Seen in den arktischen Permafrostgebieten könnte sich künftig aufgrund des Klimawandels abrupt verstärken. Die Ursache: Durch den tauenden Permafrost wachsen die Seen und an ihrem Grund frisst sich das Wasser immer tiefer in den bisher gefrorenen Boden. Wie ein internationales Forscherteam unter Beteiligung von Experten des Alfred-Wegener-Instituts festgestellt hat, dürfte sich der bakterielle Abbau von Pflanzenresten in Seesedimenten dadurch schon in wenigen Jahrzehnten enorm verstärken – und damit auch der Ausstoß des Klimagases Methan.


Wissenschaftliche Studie

Neue Erkenntnisse über Frostschutzproteine

Wissenschaftler beschreiben neue Wirkungsphänomene, die Einsatzmöglichkeiten ausweiten könnten

Ein reiner, Eiskristall, beobachtet am Lichtmikroskop (grünes Bild) und gleichzig am Interferenzmikrokop (rotes Bild). Das Bild am Lichtmikroskop zeigt deutlich die Morphologie der Kristalle und das Wachstum der Dendriten. Aus den charakteristischen gestreiften Interferenzmuster im rechten Bild werden Informationen zu dem Wachstum der Kristalle in der Höhe, also senkrecht zu der basalen Fläche, abgeleitet. Die Maßstableiste entspricht 0,2 mm. Erschienen in Proceedings of National Academy of Science; DOI: 10.1073/pnas.1807461115
[01. August 2018] 

Proteine, die polare Organismen davor schützen, Frostschäden zu erleiden, könnten anders funktionieren, als bisher angenommen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die ein internationales Wissenschaftlerteam jetzt in der Fachzeitschrift Proceedings of National Academy of Science veröffentlicht haben.


Nachwuchsförderung

Ehrung für zehn Stipendiaten der Meeresforschung

Absolventen des Centre of Excellence in Observational Oceanography aus aller Welt werden feierlich verabschiedet

POGO-Stipendiaten 2017/18 mit Betreuerin auf Helgoland
[23. Juli 2018] 

Am 24. Juli 2018 präsentieren zehn Stipendiaten aus aller Welt im Wissenschaftsforum in Berlin ihre Abschlussarbeiten im Rahmen des Centre of Excellence in Observational Oceanography. Zehn Monate hatten sie am Alfred-Wegener-Institut eine Weiterbildung in allen Disziplinen der Meeresforschung erhalten.


Permafrost

Biber verändern das Gesicht der Arktis

Die großen Nagetiere dringen immer weiter in die Tundra Alaskas vor – mit weitreichenden Folgen für das dortige Ökosystem

Biber
[16. Juli 2018] 

Biber sind äußerst effektive Ökosystem-Ingenieure: Wenn eine Landschaft nicht ihren Vorstellungen entspricht, gestalten sie das Terrain einfach um. In gemäßigten Breiten haben sie das seit Jahrtausenden getan. Nun aber weiten sie ihr Betätigungsfeld aus und tauchen immer häufiger in der nordamerikanischen Arktis auf. Ein deutsch-amerikanisches Forscherteam hat untersucht, welche Folgen das hat. Demnach können die Tiere ganze Ökosysteme verändern und zum Auftauen des Dauerfrostbodens beitragen, schreiben die Forscher im Fachjournal Global Change Biology.


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