Arktiswissenschaftsministerkonferenz

Politik richtet Fokus auf Arktisforschung

Deutschland, Europäische Kommission und Finnland richten zweitägige Konferenz aus
[17. Oktober 2018] 

Am 25. und 26. Oktober dreht sich in Berlin alles um die Arktisforschung. Im Mittelpunkt des ersten Tages steht das Wissenschaftsforum, bei dem sich Forscher aus 30 Nationen, indigene Völkergruppen und NGOs über internationale Zusammenarbeit in der Arktisforschung austauschen. Am Folgetag treffen sich die Wissenschaftsminister. Öffentliche Veranstaltungen in Berlin runden das Treffen ab.

Wie verletzlich und wie widerstandsfähig sind die Natur und die Menschen in der Arktis? Verstehen wir die regionalen und globalen Dynamiken, die den Wandel in der Arktis vorantreiben? Welche Auswirkungen hat der Wandel in der Arktis für uns? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt der zweitägigen Konferenz, die Deutschland, die Europäische Kommission und Finnland am 25. und 26. Oktober gemeinsam in Berlin ausrichten.

Den Auftakt der zweitägigen Konferenz bildet ein wissenschaftliches Fachforum, das am 25. Oktober 2018 im Bundesministerium für Bildung und Forschung in Berlin stattfindet. Wissenschaftliche Erkenntnisse sind die Grundlage für alle verantwortlichen Entscheidungen auf politischer Ebene. Die Ergebnisse des Wissenschaftsforums fließen daher in die am 26. Oktober 2018 ganztägig stattfindende Arktiswissenschaftsministerkonferenz ein, an der auch Vertreterinnen und Vertreter der indigenen Bevölkerungsgruppen aktiv teilnehmen werden.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts sind bei der Konferenz und auch bei Veranstaltungen im öffentlichen Raum in Berlin. Das Wissenschaftsforum wird am 25. Oktober in einem Live-Webcast auf der Webseite www.arcticscienceministerial.org/livestream übertragen.

 

 

Öffentliche Veranstaltungen

Side Event: Perceiving Arctic Change: climate, society and sustainability

Wissenschaftler des AWI und der Universität von Versailles widmen sich den regionalen und dynamischen Aspekten der Veränderungen in der Arktis. Dies wird gefolgt von Präsentationen zweier Vertreter der indigenen Bevölkerung der Arktis: einem Vertreter aus Grönland und einem Vertreter aus Jakutien. Daraufhin wird sich die Podiumsdiskussion mit den fünf Experten und den zwei indigenen Vertretern die wichtige Frage stellen, wie das Zusammenspiel von Wissen die Resilienz des arktischen Ökosystems und der arktischen Gesellschaften begünstigen kann. Ein weiterer Diskussionspunkt wird die Frage sein: Inwieweit kann die große Bandbreite der Beobachtungen in der Arktis und die Klimawissenschaft effizienter verbunden werden, um eine Anpassung dieser einzigartigen und höchst sensitiven und gefährdeten Umwelt zu begünstigen?

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Sie ist kostenlos, eine Anmeldung hier ist jedoch erforderlich.

Wo? Landesvertretung Bremen (LVHB), Hiroshimastr. 24, 10785 Berlin

Wann? Mittwoch, 24 Oktober 2018, 18:00 bis 21:00 Uhr

Veranstalter: Forschungsverbund REKLIM zusammen mit dem Klimabüro für Polargebiete und Meeresspiegelanstieg am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung und der Universitè de Versailles, Paris.

 

Abendveranstaltung „Spuren in der Arktis“

Das Umweltbundesamt lädt Interessierte ein sich über deutsche Aktivitäten zum Schutz der Arktis zu informieren und mit zu diskutieren, welche Möglichkeiten jede und jeder Einzelne hat, sich dafür einzusetzen. In der Diskussionsrunde unter anderem mit dabei ist die AWI-Biologin Dr. Ilka Peeken.

Anmeldung erforderlich unter: http://registration.ecologic-events.eu/spuren-der-arktis

Wo? Museum für Naturkunde, Invalidenstraße 43, 10115 Berlin

Wann? Montag, 22. Oktober 2018 von 17:30 bis 21:00 Uhr

 

 

Die Konferenz in der Stadt: Ocean Plastics Lab – eine schwimmende Ausstellung auf der Spree

Die internationale Wanderausstellung „Ocean Plastics Lab“ geht im Oktober in Berlin vor Anker – erstmals als schwimmendes Labor auf dem Wasser! Ein interaktiver Rundgang durch vier begehbare Schiffs-Container zeigt aktuelle Erkenntnisse der Wissenschaft zur Vermüllung unserer Ozeane und was wir dagegen tun können. In Berlin stehen die Container – passenderweise – auf schwimmenden Pontons mitten auf der Spree am Schiffbauerdamm (nahe S+U Friedrichstraße).

Wo? Ponton Schiffbauerdamm, Bahnbrücke Friedrichstraße, Berlin

Wann? Vom 21. bis 29. Oktober, täglich von 11 bis 19 Uhr

Dazu gibt es die Diskussionsveranstaltung: "Gefahr erkannt, Gefahr gebannt?" mit AWI-Biologin Dr. Melanie Bergmann, Expertin für Müll im Meer.

Wo? Der Bogen (am Holzmarkt), An der Michaelbrücke 1, 10179 Berlin

Wann? 24. Oktober 2018 | 19:00 Uhr

 

Weitere Side Events finden Sie hier: https://www.arcticscienceministerial.org/de/ueberblick-oeffentliche-side-events-1715.html

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