Wochenberichte Polarstern

Die Expedition PS109 in die Arktis (Tromsø - Bremerhaven)

Der Rückgang des grönländischen Eisschildes trägt in erheblichem Maße zum globalen Meeresspiegelanstieg bei. Der North East Greenland Ice Stream befördert dabei im Bereich der westlichen Framstraße Eismassen auf den Kontinentalschelf, wo sein Auslassgletscher, der 79°N Gletscher, in direktem Kontakt mit warmem, in der Framstraße rezirkulierendem Atlantikwasser steht. Vor dem Hintergrund, dass sich das Atlantikwasser in dieser Region in den letzten Jahrzehnten beträchtlich erwärmt hat, während gleichzeitig der 79°N Gletscher Anzeichen eines Rückzugs seiner schwimmenden Gletscherzunge zeigt, ist es das Ziel der Expedition “Greenland ice sheet/ocean interaction” (GRISO), die komplexen Wechselwirkungen zwischen dem Ozean und dem Eisschild in Nordostgrönland zu erforschen. In diesem Rahmen werden an Bord des Forschungseisbrechers FS Polarstern Wissenschaftler aus den Bereichen Physikalische Ozeanographie, Geochemie, Glaziologie, Geodäsie, Geologie, Geophysik, Atmosphärenphysik- und Chemie, Biologie und Biochemie eng miteinander zusammenarbeiten. Das Schiff wird am 12. September in Tromsø in Nordnorwegen auslaufen.  Im Verlauf der Expedition sollen dann marine Studien auf dem Kontinentalschelf vor der grönländischen Küste mit Arbeiten auf dem 79°N-Gletscher sowie dem grönländischen Festland kombiniert werden. Dabei schließen wir an Arbeiten an, die im Sommer 2016 - ebenfalls mit FS Polarstern - begonnen worden sind. Die Expedition soll am 14. Oktober 2017 in Bremerhaven zu Ende gehen.

PS106/2 - Wochenbericht Nr. 8 | 09. - 16. Juli 2017

Woche 8: Zurück nach Spitzbergen

[17. Juli 2017] 

Nach Abschluss unserer vierten Eisstation am nördlichsten Punkt dieser Expedition setzte Polarstern Kurs Süd-West, in Richtung unserer bekannten PASCAL Eisscholle von PS 106/1. Dieses Mal erlaubten offene Wasserflächen zwischen den Schollen eine zügigere Fahrt durch das Eis.


PS106/2 - Wochenbericht Nr. 7 | 2. - 9. Juli 2017

Woche 7: Tief im Arktischen Ozean

[10. Juli 2017] 

Auf unserem Weg nach Norden musste Polarstern sich durch betonhartes, schneebedecktes Eis kämpfen. Dies hat unsere Reisegeschwindigkeit erheblich vermindert, sodass wir unseren ursprünglichen Plan, bis 85°N vorzudringen, aufgeben mussten. Während wir immer weiter nach Norden kamen, nahm die Anzahl der Sichtungen von Wildtieren, wie Trottellummen und Eisbären, immer weiter ab. Auch Eischollen mit Melosira arctica wurden nur noch selten angetroffen.


PS106/2 - Wochenbericht Nr. 6 | 26. Juni - 2. Juli 2017

Woche 6: Von Spitzbergen in die arktische Tiefsee

[04. Juli 2017] 

Die letzte Woche begann für uns in der Eisrandzone östlich von Spitzbergen, von wo wir Kurs nach Norden in Richtung Arktische Tiefsee setzten. Die Eisrandzone war größtenteils von zerfallendem Meereis und größeren eisfreien Flächen bestimmt. Auf dieser Seite von Spitzbergen sahen wir eine weitaus größere Menge wilder Tiere, als auf der westlichen Seite. Eine große Anzahl an Vögeln kreist dauerhaft auf der Suche nach Fischen um das Schiff, die man während des Eisbrechens auf sich umdrehenden Eisschollen beobachten kann.

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PS106/2 - Wochenbericht Nr. 5 | 21. - 26. Juni 2017

Woche 5: Von Longyearbyen in das Eis

[27. Juni 2017] 

Der Abschluss von PS106/1 war von den atemberaubenden Landschaften von Spitzbergens Küste in der Mitternachtssonne gekrönt (Abb. 1). Während Wissenschaftler und Besatzung den erfolgreichen Abschluss der PASCAL-Studie und ihrer physikalischen, biologischen und biogeochemischen Partner feierten, näherten sich ab und an Wale und Robben der Polarstern.


PS106/1 - Wochenbericht Nr. 4 | 13. - 21. Juni 2017

Woche 2 an der Eisstation

[22. Juni 2017] 

Der TROPOS Aerosol Container, bestehend aus online- und offline-Instrumentierung ("Hoch-Volumen-" und größenauflösende Sammler), wurde auf dem Peildeck von Polarstern installiert, um in-situ physikalische und chemische Eigenschaften des atmosphärischen Aerosols zu bestimmen.


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