DEFINE

Auswirkungen des Klimawandels auf marine Ökosysteme der Nord- und Ostsee sowie Erkenntnisse über die Potenziale der Kohlenstoffaufnahme mariner Ökosysteme – eine Literaturstudie zum Stand der Forschung (DEvelopment oF Integrated measures for Nature conservation and Ecosystems)

Projektlaufzeit: 01.10.21 - 31.09.22

Im Rahmen des Vorhabens wird der aktuelle Stand des Wissens zu den Auswirkungen des Klimawandels auf marine Ökosysteme der Nord- und Ostsee sowie zu den Erkenntnissen über die Potenziale der Kohlenstoffaufnahme mariner Ökosysteme zusammengestellt. Dazu erfolgt eine umfassende Literaturrecherche, die das national und international vorhandene und publizierte Wissen zum Klimawandel und der Kohlenstoffaufnahme in Bezug auf marine Ökosysteme verfügbar macht und auswertet. Die auf nationalen und internationalen Studien basierenden Erkenntnisse werden dabei eingehend auf ihre Übertragbarkeit auf die Lebensräume der deutschen Nord- und Ostsee geprüft.

Ergänzend zu den bereits publizierten Erkenntnissen aus der wissenschaftlichen Fachliteratur werden ExpertInnen aus themenrelevanten Projekten und Forschungseinrichtungen mit einbezogen. Dadurch kann der Stand der aktuell durchgeführten Forschung vor allem zu Blue Carbon Potenzialen in Deutschland laufend mit einbezogen und abgebildet werden.

Die Studie ermöglicht damit einen Überblick über den aktuellen Stand der Wissenschaft und die Möglichkeiten des aktiven Klimaschutzes in den marinen Ökosystemen der Nord- und Ostsee. Die daraus erarbeiteten Erkenntnisse zu den regionalen Gegebenheiten dienen als wissenschaftlich fundierte Grundlage, um naturschutzfachliche Aussagen und Entscheidungen zu den Herausforderungen des Klimawandels in Nord- und Ostsee zu ermöglichen.

Infobox

BLUE CARBON

Ökosysteme haben je nach Art unterschiedliche Mechanismen, um Kohlenstoff aufzunehmen. Dieses Potenzial ist als Blue Carbon definiert und bezeichnet den Kohlenstoff, der durch marine und Küstenökosysteme in Biomasse und Sedimenten gespeichert und damit der Atmosphäre (dauerhaft) entzogen wird.

Das Vorhaben wird durch das BfN mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert.