EnviSim4Mare

Testbettentwicklung und Untersuchung des Einflusses marinen Bewuchses auf Tragstrukturen von Offshore Windenergieanlagen; Vorhaben: Experimentelle Untersuchungen des marinen Bewuchses an Testkörpern

Die Ziele des “EnviSim4Mare”-Projektes sind u.a. die Entwicklung einer Wachstumsüberwachung von marinen Invertebraten auf Testkörpern inklusive der taxonomischen Bestimmung der Arten-gemeinschaften und der Dokumentation ihrer Sukzessionen und Dominanzen zur Feststellung ihrer Oberflächenrauigkeit.

Im Rahmen dieses Projektes sollen daher Testkörper an einer in der Außenweser ausgelegten Tonne (nördlich Windpark Nordergründe, Nähe Alte Weser) und in der Materialteststation auf Helgoland befestigt werden, um die oben beschriebenen Untersuchungen zu dokumentieren. Bei den Testkörpern handelt es sich um metallische Rohre und Platten, welche die Oberflächen von Windparkelementen (Turm) wiederspiegeln sollen.

Bei diesem Versuchsansatz wird anhand von befestigten Testkörpern der Aufwuchs und die saisonale Sukzession von den obersten Wasserschichten (inklusive Spritzwasserzone) bis max. 2-3 m über Grund dokumentiert (Testkörper werden in 2 bis 3 Tiefenstufen installiert). Das Tiefenprofil muss berücksichtigt werden, da vorhergehende Studien darauf hinweisen, dass tiefenabhängige Lichtverhältnisse und andere abiotische Parameter (z.B. Wellengang, Strömung) den Bewuchs beeinflussen können. Während für die Untersuchungen auf Helgoland eine bereits installierte Teststation genutzt werden kann, müssen für die Studien im Freiwasser bei Nordergründe eine Verankerung für die Tonne und die Rahmen für die Testkörper entwickelt werden. Während ein Teil der Testkörper für ein, bzw. zwei Jahre an den Gestellen verbleibt, werden die übrigen Testkörper monatlich (April – Oktober) entnommen. Die entnommenen Testkörper werden im Labor nach den oben genannten Kriterien auswertet.

Ein geschlossenes Kreislaufsystem (Recirculating Aquaculture System (RAS)) wird entwickelt und installiert, um die Aufwuchsgemeinschaften auf den Testkörpern unter natürlichen Strömungs-verhältnissen im Labor zu hältern. Dies gilt auch für die einmal jährlich genommenen Testkörper, die später in einem neu gebauten Salzwasser-Strömungskanal (Leichtweiss-Institut für Wasserbau (LIW) Braunschweig) eingesetzt werden, um Kraftbeiwerte zu ermitteln. Dieser Ansatz soll Hinweise auf die durch den Bewuchs veränderten Wellen- und Strömungslasten auf die eingebrachten künstlichen Strukturen geben.

Dieses Projekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) finanziert (Förderkennzeichen: 03SX495B). Die Verwaltung der Zuwendungen wird durch den Projektträger (Forschungszentrum Jülich GmbH, Fachbereich Maritime Technologien) vorgenommen.

Projekt Steckbrief

Projektname

EnviSim4Mare

Projektdauer

36 Monate

Projektebene

national

Projektpartner

4

Stakeholder

Forschung, Industrie, Ministerien, Behörden,

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