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Celebrating 40 Years of the Alfred Wegener Institute

Unique infrastructure and scientific excellence are the hallmarks of the AWI
The new building of the Alfred Wegener Institute on Columbusstrasse in 1982
The new building of the Alfred Wegener Institute on Columbusstrasse in 1982 (Photo: Alfred-Wegener-Institut)

40 years of research in the Arctic, Antarctic and in coastal regions: on 15 July, the Alfred Wegener Institute, Helmholtz Centre for Polar and Marine Research (AWI) celebrates its 40th anniversary. With its innovative science and excellent research infrastructure, the AWI has become a global leader and internationally recognised centre for climate research in the two polar regions and the world’s oceans.

Spitzenforschung zum Meereis, den Polarmeeren und ihren Ökosystemen, der Nordsee und ihrem Wattenmeer, der Tiefsee, den Eisschilden Grönlands und der Antarktis, der polaren Atmosphäre, den Dauerfrostgebieten, der Klimageschichte und Zukunft unserer Erde zeichnet das Alfred-Wegener-Institut aus. Charakteristisch sind außerdem die starke internationale Vernetzung und die breite wissenschaftliche Expertise. Um dringende Klimafragen zu lösen, arbeiten Bio-, Geo- und Klimawissenschaften eng zusammen. Heute arbeiten rund 1200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am AWI.

Betreuung der Antarktisstation 

Gegründet wurde das AWI am 15. Juli 1980 als Stiftung des öffentlichen Rechts „Alfred-Wegener-Institut für Polarforschung“. Hintergrund dafür war die geostrategische Entscheidung der Bundesrepublik Deutschland den internationalen Antarktisvertrag von 1959 im Jahr 1979 zu unterzeichnen. Zwei Jahre später erlangte sie den dazu notwendigen Konsultativstatus in der Gemeinschaft der Antarktisvertragsstaaten. Voraussetzung dafür waren dauerhafte, ganzjährige Forschungsaktivitäten in der Antarktis, sodass weitere Meilensteine des Instituts folgten: Am 3. März 1981 wurde die Georg-von-Neumayer-Station in der Antarktis eingeweiht. Nur ein Jahr später wurde auch der Forschungseisbrecher Polarstern in Dienst gestellt. 

Der erste Direktor des neuen Forschungsinstituts war Professor Gotthilf Hempel. Auch heute noch blickt er stolz auf die Entwicklungen zurück: „Das AWI wurde primär für die Betreuung der Antarktisstation und der Polarstern gegründet. In vierzig Jahren wurde daraus das bedeutendste marin orientierte Institut für Polarforschung der Welt. Intensive europäische und weltweite Zusammenarbeit war der wichtigste Schlüssel zu diesem Erfolg.“

Erweiterung des Forschungsspektrums 

1986 schloss sich das AWI mit dem Institut für Meeresforschung in Bremerhaven zusammen, erweiterte seine Arbeitsschwerpunkte um ergänzende Untersuchungen in anderen Meeresgebieten und änderte seinen Namen in Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung. 1992 wurde mit der Außenstelle in Potsdam die Polarforschung der ehemaligen DDR integriert, wodurch das AWI unter anderem Kompetenzen in der terrestrischen Polarforschung erhielt. 1998 wurden die Biologische Anstalt Helgoland (BAH) sowie die Wattenmeerstation Sylt in die Stiftung aufgenommen. Deren langjähriges Know-how in der Küstenforschung ergänzen das Forschungsprofil des AWI hervorragend. 2017 hat das Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität (HIFMB) als bisher neusten Standort in Oldenburg das Forschungsinstitut erweitert. 

„Das Alfred-Wegener-Institut kann auf eine sehr erfolgreiche Entwicklung zurückblicken. Wir arbeiten mit Nachdruck daran, dass das Institut auch in den kommenden Jahren in Wissenschaft und Infrastruktur stets vorbildlich aufgestellt sein wird. Denn die AWI-Forschung liefert wesentliche Informationen und Erkenntnisse für die Zivilgesellschaft, der wir zutiefst verpflichtet sind“, sagt AWI-Verwaltungsdirektor Dr. Karsten Wurr.

Eine jetzt schon historische Arktisexpedition

In der Entwicklung des Instituts rückte die Bedeutung der Polargebiete für das weltweite Klima immer mehr in den Mittelpunkt der Forschung. Heute ist das AWI ein international anerkanntes Kompetenzzentrum der Polar- und Meeresforschung und gehört zu den wenigen wissenschaftlichen Einrichtungen in der Welt, die in Arktis und Antarktis gleichermaßen aktiv sind. Ein wichtiges Forschungsziel des Alfred-Wegener-Instituts ist, das Klimageschehen der Erde besonders auch aus der polaren Perspektive zu verstehen, ein anderes, die Zukunft der Küsten als dynamischen Begegnungsraum von Natur, Mensch und Technik zu untersuchen. Um wichtige Daten für zukünftige Klimamodelle zu sammeln, ist im September 2019 mit MOSAiC die größte Arktisexpedition der Institutsgeschichte gestartet: Ein Jahr lang erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 20 Nationen die Arktis. Am 12. Oktober 2020 wird diese jetzt schon historische Forschungsexpedition enden und einen weiteren Leuchtturm in der AWI-Geschichte bilden.

„Es scheint mir so passend, dass das AWI zu seinem 40 Geburtstag die große internationale Nordpol-Expedition MOSAIC auf die Beine stellt. Die Mission und unsere 40 Jahre Geschichte stehen für internationale Zusammenarbeit, offenen Wissensaustausch und die polare Perspektive auf das Erdgeschehen. Das sind wichtige Botschaften in diesen schwierigen Zeiten. Für die Zukunft des Alfred-Wegener-Instituts wünsche ich mir, dass unsere immer wieder überraschenden Erkenntnisse aus Polar-, Meeres- und Küstenforschung direkt und konsequent in gesellschaftliche Entscheidungen eingehen. Und dass wir noch möglichst vor 2027 die neue Polarstern in Dienst stellen können“, so AWI-Direktorin Prof. Dr. Antje Boetius.

Chronik 40 Jahre AWI

Historisch aufgearbeitet wurde die Institutsgeschichte in einer Chronik von Archivar Dr. Christian Salewski. Die Chronik ist online einsehbar. Sie gibt nicht nur einen Überblick über 40 Jahre AWI, sondern ordnet das Forschungsinstitut in polarforschungshistorischen Zusammenhang ein: Beginnend mit dem 16 Jahrhundert stellt das Einführungswerk die Geschichte der Polarforschung bis zum Jahr 2017 unter besonderer Berücksichtigung der 40-jährigen Entwicklung des AWI überblicksartig dar. 

Das AWI feiert seinen runden Geburtstag mit einem Jubiläumsjahr und verschiedenen digitalen Angeboten wie einem Film, der die Institutsgeschichte Revue passieren lässt.

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Press Office

Marlena Witte
+49(471)4831-1539

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The new building of the Alfred Wegener Institute on Columbusstrasse in 1982
The new building of the Alfred Wegener Institute on Columbusstrasse in 1982 (Photo: Alfred-Wegener-Institut)
The shell of 'Polarstern' in February 1982
The shell of 'Polarstern' in February 1982 (Photo: Alfred-Wegener-Institut)
Polarstern in heavy seas
Polarstern in heavy seas (Photo: Alfred-Wegener-Institut)
Shortly before the bow of the Polarstern, an ice wall breaks down on February 20, 1988. At this point the ship was in front of the ice shelf barrier.
Shortly before the bow of the Polarstern, an ice wall breaks down on February 20, 1988. At this point the ship was in front of the ice shelf barrier. (Photo: Alfred-Wegener-Institut)
Aircraft "Polar 2"in flight
Aircraft "Polar 2"in flight (Photo: Alfred-Wegener-Institut)
The old Georg-von-Neumayer station
The old Georg-von-Neumayer station (Photo: Alfred-Wegener-Institut)
Neumayer Station II in Antarctica.
Neumayer Station II in Antarctica. (Photo: Alfred-Wegener-Institut)
EM Bird on Antarctic
EM Bird on Antarctic (Photo: Alfred-Wegener-Institut)
Photo of the first international diving project at the Dallmann laboratory in Potter Cove, King George Island, Antarctica - with scientific divers from Gothenburg (Sweden); Universit of Ghent and the Alfred-Wegener-Institut, Bremerhaven, Germany. Scientific goal: Oxygen measurements at the sea floor, at locations, which had previously been covered by the retreating glacier.
Photo of the first international diving project at the Dallmann laboratory in Potter Cove, King George Island, Antarctica - with scientific divers from Gothenburg (Sweden); University of Ghent and the Alfred-Wegener-Institut, Bremerhaven, Germany. Scientific goal: Oxyg... (Photo: Alfred-Wegener-Institut)
Filchner station
Filchner Station, Antarctica, 1982 - 1998 (Photo: Alfred-Wegener-Institut)
Swarms of mosquitoes plague the expedition participants in the Siberian summer
Swarms of mosquitoes plague the expedition participants in the Siberian summer (Photo: Alfred-Wegener-Institut)
AWI-Biologe Christian Buschbaum (rechts) erklärt den  POGO- Studenten Essowe Panassa (schwarze Jacke), Subrata Sarker (gelbe Stiefel) und Widya Ratmaya (rotes Shirt) den Versuchsaufbau des Feldexperimentes. 

Projekthintergrund: In einem Freilandexperiment haben die AWI-Biologen Christian Buschbaum und Mathias Wegner gemeinsam mit den POGO-Studenten getestet, ob einheimische Schnecken (Littorina littorea) eingeschleppte Pazifische Austern von Bewuchs (Algen, Seepocken) frei halten können. Das machen sie bei einheimischen Muschelbänken durch ihre Weideaktivität und die Frage war, ob sie das bei Austern auch tun. Der Bewuchs schadet den Austern (weniger Wachstum).

In dem Freilandexperiment haben die Wissenschaftler die Schnecken durch Käfige ein- und ausgeschlossen und nach einem bestimmten Zeitraum geschaut, wie der Aufwuchs bei den verschiedenen Behandlungen war. Das Ergebnis: Die Hypothese (Schnecken befreien die Austern von Aufwuchs) hatte sich bestätigt. Die Wissenschaftler fanden den meisten Aufwuchs bei jenen Austern, die im Käfig ohne Schnecken gelebt hatten. 

Mit diesem Experiment haben die POGO-Studenten gelernt, Forschungshypothesen aufzustellen, diese in Freilandexperimenten zu überprüfen und die gewonnen Daten statistisch zu analysieren und zu interpretieren.
AWI biologist Christian Buschbaum (right) explains to POGO students Essowe Panassa (black jacket), Subrata Sarker (yellow boots) and Widya Ratmaya (red shirt) how the field experiment was set up. (Photo: Alfred-Wegener-Institut)
AWI-Biologin Dr. Clara Hoppe (Mitte), Laborantin Laura Wischnewski (rechts) und Doktorandin Klara Wolf nehmen Algenproben auf dem Kongsfjord, Spitzbergen, Arktis.
 
Phytoplankton-Forschung: Aufnahme von Feldarbeiten der Gruppe um Björn Rost und Clara Hoppe in Ny-Ålesund, Spitzbergen. In diesem Experiment haben die Wissenschaftler natürliche Phytoplankton-Gemeinschaften aus dem Kongsfjord unterschiedlichen Klimawandel-Szenarien (bezüglich Ozeanversauerung und -erwärmung) ausgesetzt und dann verschiedenste Parameter beprobt. 

English:
AWI biologist Dr Clara Hoppe (Middle), PhD student Klara Wolf (left) and co-worker Laura Wischnewski are taking algae samples at Kongsfjord, Spitsbergen, which they are going to use for analyzing the chemical composition of the phytoplankton and how much carbon the algae have bound. 
This fieldwork in Ny-Ålesund, Spitzbergen is part of the AMUST project, an incubation experiment planned and run by AWI biologists Björn Rost and Dr Clara Hoppe. The group is investigating how phytoplankton from the Kongsfjord is reacting in different climate settings, especially to a warming and more acid ocean.
AWI biologist Dr Clara Hoppe (middle), PhD student Klara Wolf (left) and co-worker Laura Wischnewski are taking algae samples at Kongsfjord, Spitsbergen, which they are going to use for analyzing the chemical composition of the phytoplankton and how much carbon the alga... (Photo: Alfred-Wegener-Institut)
Tramper, autonomous crawler on board of Polarstern after being deployed in Arctic Ocean for 1 year.
Tramper, autonomous crawler on board of Polarstern after being deployed in Arctic Ocean for 1 year. (Photo: Alfred-Wegener-Institut)
Cristina Sans from Alfred Wegener Institute  and Christine Pohl from Uni Bremen look out the window of Polar 5 rduring research flight over Arctic Ocean.
Cristina Sans from Alfred Wegener Institute and Christine Pohl from Uni Bremen look out the window of Polar 5 during research flight over Arctic Ocean. (Photo: Alfred-Wegener-Institut)
View of Neumayer Station III of Alfred Wegener Institute, Helmholtz Centre for Polar and Marine Research from Polarstern helicopter. Neumayer Station III, Antarctica, January 17, 2019, Esther Horvath
View of Neumayer Station III of Alfred Wegener Institute, Helmholtz Centre for Polar and Marine Research from Polarstern helicopter. Neumayer Station III, Antarctica, January 17, 2019 (Photo: Alfred-Wegener-Institut)
Polar 6 research aircraft of Alfred Wegener Institute flies over Arctic Ocean during IceBird sea ice thickness campagne.
Polar 6 research aircraft of Alfred Wegener Institute flies over Arctic Ocean during IceBird sea ice thickness campaign. (Photo: Alfred-Wegener-Institut)
The Polarstern on the MOSAiC floe in the Central Arctic.
The Polarstern on the MOSAiC floe in the Central Arctic. (Photo: Alfred-Wegener-Institut)
Night shot of the AWI headquarter in Bremerhaven, Germany.
Night shot of the AWI headquarters in Bremerhaven, Germany. (Photo: Alfred-Wegener-Institut)