Over the past three years the collaborative research project APOC, led by the Alfred Wegener Institute, has investigated how climate change and anthropogenic activities and pressure impact the carbon cycle in the North Sea. The final event took place in Berlin, which included an expert discussion with representatives from politics, society and science under the motto “Mud matters”.
Das Verbundprojekt „Anthropogene Einflüsse auf den Kreislauf partikulären organischen Kohlenstoffs in der Nordsee“ (APOC) wurde im Rahmen des MARE:N-Programms „Ozeane unter Stress - Analyse der marinen CO2-Aufnahmefähigkeit“ und unter dem Dach des Forschungsrahmenprogramms „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Forschenden um die Projektkoordinatoren Prof. Dr. Sabine Kasten, Sedimentgeochemikerin am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) und Dr. Wenyan Zhang, Ozeanmodellierer vom Helmholtz-Zentrum Hereon untersuchten die Bedeutung feinkörniger Sedimente (Schlick) der Nordsee als Speicher partikulären organischen Kohlenstoffs (POC) und zur Festlegung von Kohlenstoff/Kohlendioxid und wie diese Ökosystemleistung durch den globalen Klimawandel und anthropogenen Nutzungsdruck beeinträchtigt wird. Weitere Beteiligte waren das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, die Universität Hamburg und das Meeresschutzbüro des BUND.
Im Rahmen der Abschlussveranstaltung, die am 14. und 15. Mai im Museum für Naturkunde – Leibniz-Institut für Evolution und Biodiversitätsforschung in Berlin stattfand, gab es unter anderem ein vom BUND organisiertes Fachgespräch, bei dem die folgenden Fragen im Vordergrund standen: Welche aktuellen Forschungsergebnisse gibt es? Wie kommen wir vom Wissen ins Handeln? Was braucht es noch an Forschung? Brauchen wir zukünftig Klimaschutzgebiete bzw. Kohlenstoffschutzgebiete in der Nordsee und der Ostsee? Wie können solche Klima- bzw. Kohlenstoffschutzgebiete umgesetzt und eingerichtet werden? Wie kann der Transfer aus der Wissenschaft in die Politik und der Dialog zwischen den beteiligten Gruppen verbessert werden? Teilnehmende des Fachgesprächs waren (Foto v.l.n.r.): Sabine Kasten (AWI), Sebastian Unger (Meeresbeauftragter der Bundesregierung, BMUV), Daniel Schneider (MdB, SPD, Sprecher des Parlamentskreises Meerespolitik), Ute Wilhelmsen (DAM), Nadja Ziebarth (Leiterin des Meeresschutzbüros des BUND), Silke Inselmann (Moderatorin, Widserve)