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Özdemir visits shipyard for the new Polarstern

In Wismar, Federal Minister of Research learns more about the new research icebreaker, which thyssenkrupp Marine Systems will construct for the Alfred Wegener Institute
Antje Boetius gives a speech
Polarstern newbuild contract signing in Wismar (Photo: Alfred-Wegener-Institut / Esther Horvath)

On Tuesday, 18 February 2025 as part of a specialist appointment, Federal Minister of Research Cem Özdemir visited the thyssenkrupp Marine Systems shipyard in Wismar. There, he was informed about the current state of construction regarding the new research icebreaker Polarstern for the Alfred Wegener Institute. Shortly before Christmas 2024, the Federal Ministry of Education and Research, with support from the Budget Committee of the German Bundestag, had approved the award of contract. With Bettina Martin, Minister of Science for the Federal State of Mecklenburg-Vorpommern, also in attendance, the importance for the city was underscored. For the AWI, the new ship will represent an important milestone for its future research agenda, and for international collaboration during the UN Decade of Action for Cryospheric Sciences.

Bundesforschungsminister Cem Özdemir zeigte sich beeindruckt von dem Vorhaben: „Wismar zeigt, was Deutschland kann: Zukunft ‚Made in Germany‘, denn mit der neuen Polarstern bauen wir die Zukunft der Klimaforschung. Die neue Polarstern wird ein Weltklasse-Forschungsschiff und wird in Sachen Nachhaltigkeit neue Maßstäbe setzen. Zum Beispiel beim Antrieb, der auch mit grünem Methanol als Treibstoff möglich sein wird. Genau solche Innovationen brauchen wir. Deshalb investieren wir als Bundesforschungsministerium allein in dieser Dekade für die Forschungsflotte und die Meeresforschung zusammen über vier Milliarden Euro. Das ist doppelt gut angelegt: Für den Forschungsstandort Deutschland und für den Klimaschutz. Ich bin überzeugt: Dieses Schiff wird Deutschlands exzellenten Ruf in der Meeresforschung weiter festigen.“

Wissenschaftsministerin Bettina Martin brachte die Freude der Landesregierung über dieses bedeutende Projekt zum Ausdruck: „Für die Landesregierung ist es ein großer Grund zur Freude, dass ein für die Klimaforschung so bedeutendes Schiffbauprojekt in Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt wird. Mecklenburg-Vorpommern ist stark in der Klimaforschung. Wir sind als einziges Bundesland selbst Eigner von zwei Schiffen der Deutschen Forschungsflotte. So ist es auch wissenschaftspolitisch für uns von großer Bedeutung, dass die neue Polarstern realisiert werden kann. Dass dies am Werftenstandort in Wismar erfolgt, ist umso erfreulicher. Denn geht es der Werft gut, geht es Wismar gut – so könnte man es zusammenfassen. Die Wirtschaftskraft, die von erfolgreichem Schiffbau in Wismar ausgeht, strahlt in die ganze Region, belebt das Geschäft der Zulieferer, Handwerksbetriebe, den Wohnungsmarkt und natürlich auch die Nachfrage im Einzelhandel. Für Wismar bedeutet der Bau der Polarstern und die Planung von Projekten im militärischem Schiffbau eine lange andauernde Standortsicherheit, einen Zustrom neuer Fachkräfte, neue Ausbildungsplätze und Zukunftsperspektiven.“

Im Rahmen des Ministerbesuchs wurde auch der Schiffsbauvertrag zwischen dem Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) sowie thyssenkrupp Marine Systems unterzeichnet. „Wir freuen uns riesig, dass der Bau mit diesen Unterschriften nun beginnen kann“, sagte AWI-Direktorin Prof. Dr. Antje Boetius. „Was im Ozean und den Polarregionen passiert, betrifft die gesamte Menschheit. Der Ozean ist überlebenswichtig durch seine Funktion als Wärme- und Kohlenstoffspeicher. Er ist voll von faszinierendem Leben, das es zu schützen gilt. Meere und Küsten ernähren uns, sind Erholungsgebiete, liefern regenerative Energien und Materialien und eröffnen globale Transportwege. Mit der neuen Polarstern werden wir die Möglichkeit haben, all die spannenden und drängenden Fragen, die damit einhergehen, besser zu verstehen, und auf dieser Grundlage Lösungsmöglichkeiten für große Herausforderungen wie den Klimawandel, den Umwelt- und Naturschutz zu entwickeln. Und sie wird ein sicheres und schönes Zuhause für unsere Forschenden und Seeleute.“

„Mit dem Bau der neuen Polarstern treiben wir als thyssenkrupp Marine Systems nicht nur unser erstes Projekt in Wismar voran, sondern lösen auch unsere zentralen Versprechen ein: Wir investieren einen dreistelligen Millionenbetrag in die Weiterentwicklung des Werftenstandortes und schaffen allein mit diesem Projekt etwa 500 wertvolle Industriearbeitsplätze und eine langfristige Perspektive hier in Wismar. Unsere lokale Verbundenheit ist mir wichtig, denn wir haben die Polarstern bekommen, weil es Wismar gibt. Wismar hat die Polarstern bekommen, weil es thyssenkrupp Marine Systems gibt“, sagte Oliver Burkhard als CEO von thyssenkrupp Marine Systems. „Wir danken dem BMBF und dem AWI für das Vertrauen und freuen uns sehr, dieses wegweisende Projekt nun gemeinsam umzusetzen. Denn die Entscheidung für thyssenkrupp Marine Systems zeigt auch, dass wir technologische Spitzenleistungen zu international wettbewerbsfähigen Bedingungen anbieten können.“

Die neue Polarstern wird eine hochmoderne schwimmende Forschungsplattform sein. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden hier alle meereswissenschaftlichen Disziplinen ausüben können: von der Geologie und Geophysik über die Meeresbiologie und Ozeanographie bis hin zur Meereis- und Atmosphärenforschung. Etwa 60 wissenschaftliche Expeditionsteilnehmende und 50 Crewmitglieder werden künftig auf dem knapp 160 Meter langen und 27 Meter breiten Schiff Platz finden.

Der Neubau wird mit zahlreichen unterschiedlichen Laboren und verschiedenen fest eingebauten Systemen von Fächerecholoten bis hin zu Sensoren für meteorologische Beobachtungen sowie digitaler Infrastruktur ausgestattet sein. Dabei wird sie auch die Forschungsstation Neumayer III in der Antarktis versorgen. Mitglieder des AWI-Projektteams für den Neubau um Projektleiter Detlef Wilde erläuterten im Rahmen des Ministerbesuchs in Wismar den aktuellen Planungsstand rund um das wissenschaftlich-technische Leistungsvermögen des neuen Forschungsschiffes, etwa die Unterwasserrobotik, die unbemannten Flugkörper oder die neue Bohrtechnologie.

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Press Office

Roland Koch
0471 4831 2006, 0151 70 68 03 55

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Antje Boetius gives a speech
From left to right: Antje Boetius, AWI Director, Federal Research Minister Cem Özdemir, Bettina Martin, Science Minister of Mecklenburg-Western Pomerania. (Photo: Alfred-Wegener-Institut / Esther Horvath)
Group of people solemnly sign a contract
From left to right top: Detlef Wilde, AWI project manager for the new Polarstern building, Bettina Martin, Minister of Science of Mecklenburg-Western Pomerania, Cem Özdemir, Federal Minister of Research, Dirk Steinbrink, CTO tkMS, Oliver Burkhard, CEO tkMS. From left to... (Photo: Alfred-Wegener-Institut / Esther Horvath)
Group of people on shipyard site
Detlef Wilde, AWI project manager for the new Polarstern, talks about the project with Federal Research Minister Cem Özdemir and AWI Director Antje Boetius. (Photo: Alfred-Wegener-Institut / Esther Horvath)
Cem Özdemir, Federal Minister of Research with trainees.
Cem Özdemir, Federal Minister of Research with trainees. (Photo: Alfred-Wegener-Institut / Esther Horvath)
Group photo
From left to right: Karsten Wurr, AWI Administrative Director, AWI Project Manager Polarstern Newbuild Detlef Wilde, AWI Director Antje Boetius, Bernhard Rodewald, Commercial Head of OU Surface Vessels, Cem Özdemir, Federal Minister of Research, Bettina Martin, Minister... (Photo: Alfred-Wegener-Institut / Esther Horvath)
Photo of a screen
Signing of the contract in Wismar. (Photo: Alfred-Wegener-Institut / Esther Horvath)
Group photo
AWI Director Antje Boetius with the trainees from tkMS. (Photo: Alfred-Wegener-Institut / Esther Horvath)
Group of people during a talk
From left to right: Oliver Burkhard, CEO of tkMS, Cem Özdemir, Federal Minister of Research, Bettina Martin, Minister of Science of Mecklenburg-Western Pomerania, Antje Boetius, AWI Director. (Photo: Alfred-Wegener-Institut / Esther Horvath)