A new study from the Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) investigates crater-like depressions on the seabed, so-called pockmarks. Previous research has been assuming that they are caused by rising gases and liquids. However, the study published in Communications Earth & Environment proposes an alternative assumption: Instead of gases and liquids, vertebrates may be the key to explaining pockmarks. Dr. Jasper Hoffmann from the Alfred Wegener institute, Helmholtz centre for polar and marine research (AWI), was part of this project. The University of Veterinary Medicine Hannover and the Leibniz Institute for Baltic Sea Research Warnemünde were also involved.
Die Studie des Kiel Marine Science Zentrums der CAU zeigt, dass die Pockmarks aus Gruben entstehen, die von Meeressäugern auf der Suche nach Nahrung in den Meeresboden gegraben werden. Diese Erkenntnis konnte durch eine umfassende Analyse mithilfe geologischer Untersuchungen, geophysikalischer Sonarmessungen, der Verhaltens- und Nahrungsbiologie von Wirbeltieren, Satellitenauswertung, und ozeanographischer Analysen gewonnen werden. Ein Team von Forschenden aus verschiedenen Disziplinen war an dem Projekt beteiligt. Die gewonnenen Erkenntnisse können unter anderem der Optimierung des marinen Umweltschutzes dienen.
Die Studie setzt mit ihrer Erklärung bei Sandaalen an, kleinen, langen Fischen, die sich im Meeresboden eingraben. Sie dienen als Nahrungsquelle für Schweinswale. Aufgrund der Lebensweise der Sandaale im Sediment müssen die Schweinswale auf der Nahrungssuche den Meeresboden durchwühlen. Auf diese Weise entstehen Gruben, aus welchen sich im Laufe der Zeit durch Auswaschen die Pockmarks bilden.
Weitere Informationen:
https://www.uni-kiel.de/de/detailansicht/news/312-gruben-wirbeltiere-meeresboden#
Originalpublikation:
Schneider von Deimling, J., Hoffmann, J., Geersen, J., Koschinski, S., Lohrberg, A., Gilles, A., Belkin, I., Böttner, C., Papenmeier, S., Krastel, S.: Millions of seafloor pits, not pockmarks, induced by vertebrates in the North Sea. Commun Earth Environ (2023). DOI: 10.1038/s43247-023-01102-y