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Focus on Antarctica

44th Antarctic Treaty Conference in Berlin
44th ATCM
44th ATCM (Photo: Alfred Wegener Institute / Sebastian Grote)

Since the Antarctic Treaty entered into force in 1961, representatives of the participating nations have met regularly for the Antarctic Treaty Consultative Meeting (ATCM). The 44th ATCM, from 23 May till 2 June 2022, is being hosted by Germany in Berlin. Matters on the agenda include topical questions relating to Antarctica and further developments on the coldest continent on our planet. The Alfred Wegener Institute, Helmholtz Centre for Polar and Marine Research (AWI) presents the exhibition "Experience Antarctica" at ATCM. This shows the delegates of the Antarctic Treaty States Germany's achievements in the field of science and environmental protection in Antarctica.

Highlight der Antarktis-Ausstellung ist die Kabause: Eine mobile Unterkunft, die Forschenden auf Polarexpeditionen Schutz bietet. Der Nachbau einer Kabause zeigt eindrücklich, wie Wissenschaftler:innen in der Antarktis teilweise mehrere Wochen lang auf engstem Raum leben. Zur Eröffnung der 44. ATCM hat sich Staatssekretärin Jennifer Lee Morgan vom Auswärtigen Amt die Ausstellung gemeinsam mit AWI-Direktorin Antje Boetius angesehen.

Als einziger Kontinent besitzt die Antarktis weder Regierungen oder Parlamente noch zentrale Organisationen, die rechtsverbindliche Beschlüsse fassen könnten. Vielmehr obliegt diese Aufgabe den stimmberechtigten Vertragsstaaten des Antarktis-Vertrags, die entsprechende Beschlüsse einmal jährlich auf der ATCM-Konsultativtagung beraten und fassen.

Einer der erfolgreichsten zwischenstaatlichen Verträge

In der internationalen Politik nimmt der Antarktis-Vertrag eine besondere Stellung ein. Er gilt als eines der erfolgreichsten zwischenstaatlichen Abkommen überhaupt. Dank des Vertrages ist die Antarktis bis heute ein demilitarisierter, atomwaffenfreier Kontinent. Zudem schuf er eine neue Dimension multilateraler Zusammenarbeit auf Basis gemeinsamer Forschung. Das Ergebnis ist eine friedliche, wissenschaftliche und logistische Kooperation zwischen den Vertragsstaaten in der Antarktis „zum Wohle der gesamten Menschheit“, wie es die Präambel dieses Vertrages vorsieht. Viele jüngere Übereinkommen haben sich an dem Ideal des Antarktis-Vertrags orientiert.

Eine Beratung in Umweltfragen

Mit der Erkenntnis, dass die Antarktis ein schutzbedürftiges Gut ist, wurde Anfang der 1990er Jahre schließlich das Umweltschutzprotokoll zum Antarktis-Vertrag unterzeichnet. Das Protokoll erklärte die gesamte Antarktis zu einem „dem Frieden und der Wissenschaft gewidmeten Naturreservat“. Es gilt auch heute noch als ein Paradebeispiel für den internationalen Umweltschutz.

Weitere Informationen zur ATCM: https://atcm44-berlin.de

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