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Beyond EPICA explores the climate of the past – drilling commences

Research team drills for 1.5-million-year-old ice in the Antarctic
[Translate to English:] Eiskern
Ice Core (Photo: Alfred Wegener Institute / Hans Oerter)

The climatic and environmental history of our planet is hidden in the ice: it harbours information on the temperature development and atmospheric composition dating back centuries and even millennia. In the context of the project Beyond EPICA-Oldest Ice, an international team of researchers hopes to unlock that information – by retrieving a core sample from the deep ice of the Antarctic, which contains climate data from the past 1.5 million years. Experts from the Alfred Wegener Institute make up part of the team. Initial drilling is about to begin.

Bis Januar 2022 wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die ersten Meter eines Eiskerns am Little Dome C heben. Das zehn Quadratkilometer große Gebiet ist etwa 40 Kilometer von der italienisch-französischen Concordia-Station in der Ostantarktis entfernt, einem der extremsten Orte der Erde. Die Bohrungen finden in einer Höhe von 3233 Metern über dem Meeresspiegel statt, bei durchschnittlichen antarktischen Sommertemperaturen von minus 35 Grad Celsius. In den kommenden Saisons beabsichtigt das Team einen Bohrfortschritt von 170 Metern pro Woche zu erreichen, bis es nach drei antarktischen Sommern jeweils von Mitte November bis Anfang Februar in einer Tiefe von etwa 2500 Metern auf Eis trifft, das bis zu 1,5 Millionen Jahre alt ist. Das Eis enthält Luftbläschen aus denen die Forscherinnen und Forscher den Gehalt von Treibhausgasen wie Methan und Kohlendioxid in der Atmosphäre der Vergangenheit bestimmen können.

„Während unseres vorherigen EPICA-Projekts (European Project for Ice Coring in Antarctica), das 2008 endete, gelang es uns, einen 800.000 Jahre alten Eiskern zu gewinnen und zu analysieren. Jetzt versuchen wir, noch weiter in der Zeit zurückzureisen: Denn wenn wir eine korrekte Perspektive auf den aktuellen Klimawandel in der Welt gewinnen und geeignete Strategien zur Abschwächung des Klimawandels entwickeln wollen, müssen wir noch weiter zurückblicken - und das versuchen wir in der Antarktis mit Beyond EPICA", sagt Projektkoordinator Prof. Carlo Barbante, Direktor des Instituts für Polarwissenschaften des Nationalen Forschungsrats Italiens (Cnr-Isp) und Professor an der Universität Ca' Foscari in Venedig.

In einer ersten Projektphase hatte das Konsortium unter Leitung des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) drei Jahre lang nach einem Ort gesucht, an dem das Eis auch in großer Tiefe so sauber geschichtet ist, dass es wertvolle Ergebnisse liefern kann. „Wir richten gerade die Bohrstelle ein und bestücken die obersten 120 Meter mit Fieberglasrohren. Diese Ummantelung nutzen wir als Ausgangspunkt für die eigentliche Tiefbohrung“, sagt Prof. Frank Wilhelms, der die Bohrung plant und organisiert. Vom AWI ist Matthias Hüther als Bohringenieur vor Ort und baut das Tiefbohrgerät auf. Insgesamt koordiniert das AWI-Team mehrere Arbeitspakete rund um den Eisbohrkern, etwa zu den physikalischen Eigenschaften, stabilen Wasserisotopen, der Geophysik oder zum Klima- und Kohlenstoffkreislauf.

„Wir glauben, dass dieser Eiskern uns Informationen über das Klima der Vergangenheit und über die Treibhausgase in der Atmosphäre während des mittelpleistozänen Übergangs vor 900.000 bis 1,2 Millionen Jahren liefern wird", so Carlo Barbante. „Während dieses Übergangs änderte sich die Periodizität des Klimas zwischen den Eiszeiten von 41.000 auf 100.000 Jahre: Der Grund dafür ist das Rätsel, das wir zu lösen hoffen."

In Beyond EPICA-Oldest Ice arbeiten zwölf Forschungseinrichtungen aus Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Norwegen, Schweden, Schweiz, Dänemark und Belgien zusammen. Die Europäische Kommission fördert das Projekt mit 11 Millionen Euro. Im Jahr 2025 sollten die ersten Daten der Bohrkern-Analysen vorliegen.

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Science

Frank Wilhelms
+49(471)4831-1551

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[Translate to English:] Eiskern
EPICA ice core from 2650 m depth, ca. 100 m above bedrock; older than 150,000 years. The core is cut into sections of 1m length. In this depth the ice is crystal-clear, demonstrated by the clearly visible saw blade. The size of the ice crystals almost reaches the diamet... (Photo: Alfred Wegener Institute / Hans Oerter)
Conductivity
Glaciologist Frank Wilhelms measuring the electrical conductivity (Photo: Alfred Wegener Institute / Sepp Kipfstuhl)
EPICA ice core, older than 150,000 years
EPICA ice core from a depth of 2590 m, older than 150,000 years. The ice core is cut into 1m pieces. The di-electric properties are then determined non-destructively and the ice core is packed for transport to Germany. The diameter of the ice core is 10 cm. (Photo: Alfred Wegener Institute / Hans Oerter)
EPICA ice core, older than 150,000 years
EPICA ice core from a depth of approx. 2550 m, older than 150,000 years. The ice core is cleaned, measured and labelled. The diameter of the ice core is 10 cm. (Photo: Alfred Wegener Institute / Hans Oerter)