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All-in-one: New microbe degrades oil to gas

Microscopy suggests that the recently discovered microbe Methanoliparia produces methane from crude oil all by themselves
The submersible MARUM-QUEST collects sediment samples at oil spills in the Gulf of Mexico.
The submersible MARUM-QUEST collects sediment samples at oil spills in the Gulf of Mexico. (Photo: Alfred-Wegener-Institut)

The tiny organisms cling to oil droplets and perform a great feat: As a single organism, they may produce methane from oil by a process called alkane disproportionation. Previously this was only known from symbioses between bacteria and archaea. Scientists from Joint Re­search Group for Deep-Sea Eco­logy and Tech­no­logy of the Alfred Wegener Institute, Helmholtz Centre for Polar and Marine Research (AWI) and the Max Planck Institute for Marine Microbiology (MPI), have now found cells of this microbe called  Methanoliparia in oil reservoirs worldwide.

Erdöl und Erdgas treten an sogenannten „Seeps“ vielerorts aus dem Meeresboden aus. Dort wandern die Kohlenwasserstoffe aus dem Quellgestein durch Risse und Sedimente Richtung Sedimentoberfläche. In den oberen Sedimentschichten werden viele Kohlenwasserstoffe, vorrangig Alkane, abgebaut und ermöglichen am dunklen Meeresgrund die Entstehung einer Vielzahl dicht besiedelter Lebensräume. Auch tief drinnen im Sediment, wo kein Sauerstoff vorhanden ist, bilden sie eine wichtige Energiequelle für unterirdische Mikroorganismen, darunter einige der sogenannten Archäen.

Die Archäen waren in den letzten Jahren immer wieder für eine Überraschung gut: Nun liefert eine Studie der HGF MPG Brü­cken­grup­pe für Tief­see-Öko­lo­gie und -Tech­no­lo­gie, erste Bilder, Genome und Umweltinformationen einer Mikrobe, die das Potenzial hat, langkettige Kohlenwasserstoffe in Methan umzuwandeln. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forschenden im Fachmagazin mBio.

Spaltung von Öl in Methan und Kohlendioxid

Diese Mikrobe, eine Archäe namens Methanoliparia, verwandelt die Kohlenwasserstoffe mittels der sogenannten Alkan-Disproportionierung: Sie spaltet das Öl in Methan (CH4) und Kohlendioxid (CO2). Bislang dachte man, dass diese Umwandlung nur in einer komplizierten Teamarbeit zwischen zwei verschiedenen Organismengruppen, Archäen und Bakterien, möglich ist. Nun zeigen die Wissenschaftler. „Es ist das erste Mal, dass wir eine Mikrobe sehen, die eigenständig Öl zu Methan abbauen kann“, so Erstautor Rafael Laso-Pérez. 

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Press Office

Marlena Witte
+49(471)4831-1539

Wissenschaft

Dr. Rafael Laso-Pérez
Max Planck Institute for Marine Microbiology, Bremen
+49 421 2028-876
rlperez@mpi-bremen.de

Dr. Gunter Wegener
Max Planck Institute for Marine Microbiology, Bremen
+49 421 2028-867
gwegener@mpi-bremen.de