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Mobilizing the ocean for climate protection

GEOMAR coordinates research project on ocean-based negative emissions technologies
Within OceanNETs, experiments with the Kiel KOSMOS offshore mesocosms are planned to test the impacts and possible side effects of so-called ocean alkalinisation in marine ecosystems. Photo: Michael Sswat/GEOMAR 
Im Rahmen von OceanNETs sind unter anderem Versuche mit den Kieler KOSMOS-Offshore-Mesokosmen geplant, um Auswirkungen und mögliche Nebenwirkungen der sogenannten Ozean-Alkalinisierung in marinen Ökosystemen zu testen. Foto: Michael Sswat/GEOMAR
Diver at mesocosm (Photo: Alfred-Wegener-Institut)

Humanity cannot limit global warming to 1.5 degrees unless action is taken. The Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) has shown this in its special report from 2018. In addition to reducing emissions to nearly zero, humanity must actively remove greenhouse gases from the atmosphere in order to achieve the climate goal. From 1 July, scientists from 14 institutions in six countries including the Alfred Wegener Institute will be examining the opportunities and risks of ocean-based technologies for such negative emissions. The EU is funding the OceanNETs project within the Horizon 2020 programme with a total of 7.2 million euros. The overall coordination lies with the GEOMAR Helmholtz Centre for Ocean Research Kiel.

Im Jahr 2015 einigte sich die internationale Gemeinschaft in Paris darauf, die globale Erwärmung auf zwei Grad oder weniger zu begrenzen. Im Jahr 2018 veröffentlichte der Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) einen Sonderbericht, der deutliche Vorteile bei der Begrenzung der globalen Erwärmung auf nur 1,5 Grad aufzeigt: weniger Verlust an Biodiversität, weniger Wetterextreme, geringerer Meeresspiegelanstieg, um nur einige Beispiele zu nennen. Vom IPCC verwendete Modellrechnungen zeigen auch, dass dieses 1,5-Grad-Ziel noch erreichbar ist. Fast alle Simulationen benötigen dafür aber negative Emissionen. „Das bedeutet, dass neben den dringend notwendigen Emissionsreduktionen auch Technologien und naturnahe Lösungen notwendig sind, die Kohlendioxid aktiv aus der Atmosphäre entfernen“, sagt Dr. David Keller, Klimaforscher am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel.

Solche Technologien mit negativen Emissionen (NETs) werden bereits seit mehreren Jahren auf Potenziale, Risiken und Nebenwirkungen hin untersucht. „Bisher lag der Schwerpunkt jedoch meist auf landgestützten Methoden“, sagt Dr. Keller, „das Wissen über ozeanbasierte NETs ist nach wie vor begrenzt, obwohl der Ozean schon wegen seiner Oberfläche und seines Volumens eine viel höhere Kapazität zur Kohlenstoffaufnahme und -speicherung besitzt.“

Um die bestehenden Wissenslücken zu schließen, hat Dr. Keller zusammen mit Partnern aus 14 Institutionen in sechs verschiedenen Ländern erfolgreich Fördermittel für das Projekt OceanNETs bei der Europäischen Gemeinschaft eingeworben. Sie fördert es im Rahmen des Horizon2020-Programms in den nächsten vier Jahren mit insgesamt 7,2 Millionen Euro. Davon gehen allein 2,5 Millionen Euro ans GEOMAR für die Projektkoordination und mehrere Teilprojekte.

Das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) beteiligt sich an OceanNETs mit Modellsimulationen von einer diskutierten Technologie, mit der atmosphärisches Kohlendioxid gebunden werden kann, der sogenannten Ozean-Alkalinisierung. Diese Simulationen werden neu generiertes Prozessverständnis aus OceanNETs beinhalten, um die Potenziale, Risiken und Nebenwirkungen der Ozean-Alkalinisierung für das Leben im Meer besser einschätzen zu können.

Weitere Informationen gibt es in dieser Pressemitteilung des GEOMAR.

Contact

Science

Judith Hauck
+49(471)4831-1383

Press Office

Folke Mehrtens
+49(0)471 4831-2007

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Within OceanNETs, experiments with the Kiel KOSMOS offshore mesocosms are planned to test the impacts and possible side effects of so-called ocean alkalinisation in marine ecosystems. Photo: Michael Sswat/GEOMAR 
Im Rahmen von OceanNETs sind unter anderem Versuche mit den Kieler KOSMOS-Offshore-Mesokosmen geplant, um Auswirkungen und mögliche Nebenwirkungen der sogenannten Ozean-Alkalinisierung in marinen Ökosystemen zu testen. Foto: Michael Sswat/GEOMAR
Within OceanNETs, experiments with the Kiel KOSMOS offshore mesocosms are planned to test the impacts and possible side effects of so-called ocean alkalinisation in marine ecosystems. (Photo: Alfred-Wegener-Institut)